Sterne der Karibik

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2013, Titel: 'Sterne der Karibik', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Sklavenaufstand und Familiendrama

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Mär 2013

Hermann Fischer müsste glücklich sein. Mit seinen 28 Jahren hat er schon alles erreicht, wovon er nur träumen konnte. Der Hamburger Apothekerssohn, der im 19. Jahrhundert vor den Nachstellungen einer Frau auf die Insel Kuba flüchtete, ist zu einem reichen Zuckerbaron aufgestiegen und hat mit Mafalda eine Frau an der Seite, die er innig liebt. Dennoch sorgt sich Hermann, denn die Sklavenaufstände bedrohen auch die Existenz seiner Familie, obwohl er sich bemüht, seine Sklaven anständig zu behandeln. Ein besonderer Dorn im Auge ist ihm der junge selbstbewusste Fela. Denn der Schwarze ist der Geliebte seiner Schwester Titine, die nicht bereit ist, von dieser unseligen Verbindung zu lassen. Als Titine schwanger wird, ist sich Hermann bewusst, dass er handeln muss. Auch um seine Zuckerplantage zu schützen. Doch das Feuer, das in den Sklaven brodelt, ist nicht mehr zu löschen. Doch es sind nicht nur die politischen Ereignisse auf Kuba, die der Familie Fischer zusetzen. Da ist auch ein unbekannter Amerikaner, der die Familie mit abgrundtiefem Hass beobachtet und sie zu zerstören versucht.

Intensive Bilder

Wie schon im ersten Teil der Familiensaga, Karibikfeuer, zeichnet Autorin Beatrice Fabregas auch in der Fortsetzung ein farbenprächtiges und intensives Bild von Kuba. Besonders die Passagen mit den Sklavenaufständen sind mit großem Fingerspitzengefühl gezeichnet und geben dem Leser ein eindrückliches Bild dessen, was sich einst auf der Insel abgespielt hat. Dabei beleuchtet Beatrice Fabregas beide Seiten, sowohl die Situation der Sklaven als auch jene der Weißen. Sie zeigt die Umstände auf, unter denen vor allem die Zuckerbarone trotz offizieller Abschaffung der Sklaverei ihren Sklaven die Freiheit verweigerten und wie sich die Schwarzen zusammenfanden, um sich ihr Recht zu erkämpfen. Dass es dabei auch Unstimmigkeiten und Gerangel unter den kämpfenden Sklaven gab, macht die Geschichte wahrhaftig.

Noch immer fehlen Grautöne

So gelungen die Schilderung der politischen Ereignisse ist, so oberflächlich bleibt die Familiengeschichte der Fischers. Zwar zeigt der gute Hermann durchaus Schwächen und ist nicht mehr ganz der liebenswerte junge Mann, den er noch im ersten Teil der Saga verkörperte. Doch im Allgemeinen bleibt die Autorin bei ihrer starren Einteilung in Gut und Böse. Anstelle der Apothekerstochter Wilma, die Hermann bis nach Kuba folgte und ihm auch dort das Leben zur Hölle machte, ist es nun ihr Sohn Richard, der das Böse an sich verkörpert. Obwohl von der Familie behütet und aufgezogen, lässt der Junge keine Gelegenheit aus, seinen bösartigen Charakter auszuspielen. Das wirkt etwas ermüdend und nimmt der Geschichte viel von der Tiefe, die sie durchaus haben könnte, würde die Autorin ein facettenreicheres Bild von den Protagonisten zeichnen. So erinnert die Geschichte jedoch stark an einstige Soaps wie "Dallas", bei denen es den Bösewichten immer wieder gelingt, Sand ins Getriebe zu streuen und den Guten das Leben zur Hölle zu machen. In diesem Roman wird dieses Muster höchst intensiv ausgereizt.

Lektüre für den Strand

An sich ist Sterne der Karibik eine unterhaltsame Lektüre für den Strand. Doch auch in Wintermonaten lässt sich damit gut in die Schwüle der Tropiknacht eintauchen und die Welt um sich herum etwas zu vergessen. Sprachlich geschickt und mit einer üppigen Erzählfreude kann Beatrice Fabregas durchaus unterhalten. Nachdrücklichkeit und Tiefe darf der Leser allerdings nicht erwarten - mit Ausnahme eben der Sklavenaufstände. Dennoch hat sich der zweite Teil der Saga gegenüber dem ersten durchaus positiv entwickelt, die Geschichte hat an Reife gewonnen.

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