Flieg, Hitler, Flieg!

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • DuMont, 2010, Titel: 'Boxer, Beetle', Originalausgabe

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England, 1934: Seth Sinner Roach ist ein kleinwüchsiger jüdischer Boxer mit nur neun Zehen. Nach einem gewonnenen Kampf wird er von einem Gentlemen angesprochen, der sich als Philip Erskine vorstellt. Der reiche Hobby-Wissenschaftler ist bei einer Expedition im Osten auf einen Käfer mit einer interessanten Musterung gestoßen. Er tauft ihn Anophthalmus hitleri. Nun will er seine Forschungen auf Menschen ausdehnen. England, die Gegenwart: Kevin Broom ist Sammler von Nazi-Devotionalien. Als er einen Brief Adolf Hitlers an einen gewissen Erskine entdeckt, erhält er Besuch von einem Auftragskiller, der offenbar zur legendenumrankten Thule-Gesellschaft gehört. In der Hand hält er eine Pistole ...

 

Flieg, Hitler, Flieg!

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20.03.2013 15:44:34
Eglfinger

Klappentext:

England, 1934: Seth Sinner Roach ist ein kleinwüchsiger jüdischer Boxer mit nur neun Zehen. Nach einem gewonnenen Kampf wird er von einem Gentleman angesprochen, der sich als Philip Erskine vorstellt. Der reiche Hobby-Wissenschaftler ist bei einer Expedition im Osten auf einen Käfer mit einer interessanten Musterung gestoßen. Er tauft ihn Anophthalmus hitleri. Nun will er seine Forschungen auf Menschen ausdehnen. England, die Gegenwart: Kevin Broom ist Sammler von Nazi-Devotionalien. Als er einen Brief Adolf Hitlers an einen gewissen Erskine entdeckt, erhält er Besuch von einem Auftragskiller, der offenbar zur legendenumrankten Thule-Gesellschaft gehört. In der Hand hält er eine Pistole…

Inhalt:

Kevin Broom, Beaumans Erzähler, ist Sammler von Nazi-Devotionalien. Er sammelt sie aber nicht, weil er ein Anhänger des Nationalsozialismuses ist, sondern eher aus der Faszination heraus, wie es sich anfühlt, etwas Böses zu tun und doch zu wissen, dass es nicht böse sein kann, weil man niemanden Schaden hinzufügt. Wirtschaftliche Gründe gibt es natürlich auch, weil solche Dinge eine jährliche Rendite von bis zu 10% abwerfen. Vielleicht sammelt er sie aber auch unbewusst um seiner körperlichen Abseitigkeit etwas entgegenzustellen. Kevin Broom, genannt Fishy, leidet nämlich an einer seltenen Stoffwechselerkrankung, die seinen Schweiß und Urin nach alten Fisch riechen lassen, so dass er gezwungen ist, ein Leben abseits der Gesellschaft zu führen. Eines Tages findet er einen von Adolf Hitler unterschriebenen Brief, in dem er sich für ein Geschenk bedankt und Kevin Broom macht sich auf die Suche nach diesem Geschenk.

Jetzt eröffnet sich in dem Roman eine zweite Zeitebene, in der es um das London in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts geht. Hauptsächlich geht es um einen Insektenforscher namens Philip Erskine, der ein Anhänger der Eugenik und Verehrer Hitlers ist und um einen jüdischen Boxer namens Seth „Sinner“ Roach. Während Erskine zu seiner homosexuellen Ader nicht steht, lebt der Boxer seine schwulen Vorlieben aus. Und obwohl der Boxer, von Geburt an fehlgebildet ist – er misst nur einen Meter fünfzig und hat nur neun Zehen – findet der Forscher an ihm Interesse, obwohl jeder Eugeniker der damaligen Zeit ihn aus der Welt schaffen wollen müsste. Erskine verspricht ihm freie Kost und Logis, wenn sich Sinner bereit erklärt für Versuche zur Verfügung zu stehen und Erskine später die Rechte an seinem Leichnam erhält. Nebenbei erforscht Erskine noch einen neu entdeckten Käfer, der auf seinen Flügeln das Hakenkreuz trägt. Nachdem Erskine den Käfer zu einem Kampfkäfer hochgezüchtet hat, nennt er ihn Anophthalmus hitleri und übersendet ihn Hitler als Präsent.

Der Autor:

Ned Beauman wurde 1985 in London geboren. Er studierte 2003 bis 2006 Philosophie in Cambridge und schloss dort mit dem Abschluss BA ab. An der Universität von Sussex studierte er dann bis 2007 moderne und zeitgenössische Literatur, Kultur und Denken und schloss sein Studium mit dem MA ab. Er schreibt für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, für das Magazin „Another Man“ war er Chefredakteur. Mit seinem Debütroman Flieg, Hitler, flieg! (engl. Boxer, Beetle) gewann er den Writers` Guild Award 2011 (Best Fiction Book). Seine Eltern schreiben ebenfalls Bücher. (Quelle: Wikipedia)

Meine Meinung:

Der Plot, der in der Gegenwart spielt ist meines Erachtens ganz gut gelungen. Nur leider macht dieser Teil gerade mal 20 Prozent des Buches aus. Hauptsächlich geht es in dem Buch um das London in den dreißiger Jahren. Nur leider ist die Geschichte so chaotisch erzählt, dass ich am liebsten manchmal einfach die Kapitel überspringen wollte. Obwohl man meines Erachtens viel daraus hätte machen können, in dem man dem Leser erzählt, wie die englische Bevölkerung zu Hitler, dem Nationalsozialismus und dem Faschismus steht.

Das Cover, ein Hitler mit Clownsnase und Flügeln, fand ich lustig. Den deutschen Titel hingegen, finde ich misslungen. Es geht in diesem Buch nicht um Hitler, sondern um einen Boxer und um einen Käfer. Da wäre es besser gewesen, man hätte den englischen Titel (Boxer, Beetle) nicht krampfhaft versucht zu übersetzen.

Fazit:

Mich hat das Buch nicht überzeugt, trotz guter Ansätze, und vergebe nur 30Grad.