Der Bund der silbernen Lanze

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Gmeiner, 2013, Titel: 'Der Bund der silbernen Lanze', Originalausgabe

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Daniela Loisl
Solider Krimi, spannend und mit viel Lokalkolorit

Buch-Rezension von Daniela Loisl Mär 2013

Trier 1147. Die Klosterschülerin Laetitia ist gerade in Trier angekommen und soll im Auftrag ihrer Äbtissin Briefe vom Kaufmann Burkhard auslösen. Es ist schon spät abends und stockfinster, als Laetitia endlich das Wohnhaus des Kaufmanns und erbitterten Feind des Erzbischofs Albero findet. Sie trifft Burkhard aber nicht mehr lebend an, er liegt ermordet in seinem Haus. Im selben Raum in dem das Verbrechen geschah, findet Laetitia auch ein Amulett, das mit einer silbernen Lanze versehen ist.

Als am Tag darauf eine junge Katharerin wegen Mordes an Burkhard verhaftet wird, weiß nur Laetitia mit Bestimmtheit, dass sie nicht die Mörderin ist. Um ihr zu helfen, macht sie sich selbst auf die Suche nach dem Mörder…

Spannend, aber mit viel Phantasie

Claudia Schulligen schafft hier mit ihrem Debütroman einen spannenden Krimi, der flüssig erzählt und leicht zu lesen ist. Der Krimi ist zweifelsfrei eine gut durchdachte Geschichte und letztendlich auch sehr schlüssig. Allerdings darf man die Erlebnisse der jungen Klosterschülerin nicht als realistisch ansehen, da die Aufklärung eines Mordes zu dieser Zeit nie und nimmer so abgelaufen wäre. Die junge Katharerin, die des Mordes beschuldigt wird, kommt ins Gefängnis und wenngleich dies nicht als eine angenehme Sache dargestellt wird, hat man nicht das Gefühl, dass dies für die verhaftete junge Frau wirklich dramatisch ist. Für die Zeit des Hochmittelalters wird dies nicht sehr realistisch und glaubhaft dargestellt, denn eine Verhaftung aufgrund dieses Verbrechens kam einem sicheren Todesurteil nahe.

Ob die Darstellung Triers der Realität entspricht, wird nur der Leser sagen können, der die Stadt kennt. Allen anderen wird jedoch wird ein sehr bildhafter und facettenreicher Schauplatz geboten, der auf jeden Fall authentisch wirkt.

Nichtsdestotrotz ist der Krimi unterhaltsam und kurzweilig. Ist man nicht allzu anspruchsvoll, sondern legt den Fokus auf Unterhaltung mit sympathischen Figuren und einer spannenden Geschichte, ist man mit Schulligens Erstling gut beraten.

Viele unterschiedliche Charaktere

Dass die Autorin noch Erfahrungen in diesem Genre sammeln muss, ist nicht zu verhehlen, aber ihre Figuren sind allesamt liebevoll gezeichnet. Alleine durch die Darstellung der unterschiedlichen Charaktere gelingt es Schulligen, den Leser an der Nase herumzuführen, sodass man lange nicht weiß, wer der wirkliche Täter ist. Hat man eine Figur in Verdacht, verwirft man dies einige Seiten später wieder, um sich sicher zu sein, jetzt den wahren Mörder gefunden zu haben. Dieses Spiel hält sich lange, da die Autorin es geschickt versteht falsche Fährten zu legen.

Der Höhepunkt des Buches ist zweifelsfrei die Anhörung der beschuldigen Katharerin. Diese Szene, die sich über mehrere Seiten erstreckt, ist ein regelrechtes Schauspiel in dem Schulligen - in Manier einer Agatha Christie - ihrer Protagonistin erlaubt den Fall zu lösen.

Der Roman beinhaltet auch eine sehr feine Liebesgeschichte, die aber eher in den Hintergrund gerückt ist, sodass die Mordfälle stets das Geschehen dominieren.

Man darf gespannt sein, was man von der Autorin als nächstes zu lesen bekommt, denn erzählen und den Leser gut unterhalten kann Claudia Schulligen auf jeden Fall.

Der Bund der silbernen Lanze

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