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Daniela Loisl
Das Märchen Rapunzel überarbeitet als historischen Roman

Buch-Rezension von Daniela Loisl Mär 2013

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist die junge Theresia zu einer Schönheit erblüht. Als ihr Vater endlich erlaubt, sie in die Gesellschaft einzuführen, lernt sie den aus bürgerlichem Haus stammenden Sebastian kennen und verliebt sich in ihn. Theresias Stiefmutter Henriette hingegen achtet mit Argusaugen darauf, dass sie keinen unbewachten Schritt machen kann und sperrt sie mitunter auch im Turm ein. Doch die Liebe ist stärker, denn Sebastian empfindet ebenso für Theresia wie sie für ihn. Doch da gibt es noch seinen Bruder Ludwig, der charakterlichen das absolut Gegenteil von Sebastian ist und der ebenso hinter Theresia her ist.
Ludwig und Theresias Stiefmutter setzen alles daran, die beiden auseinanderzubringen…

Märchenhafte Darsteller

Wie schon auf der Rückseite des Buches zu lesen ist, ist Bruderliebe eine neue Adaption von dem Märchen "Rapunzel". Somit liegt es auf der Hand, dass die Protagonistin, in diesem Fall Theresia, eine wunderschöne junge Frau ist. Ihr Vater liebt und behütet sie und ließe ihr auch die von ihr so gewünschte Freiheit, wäre da nicht Henriette, ihre (vermeintlich) böse Stiefmutter. Vermeintlich deshalb, weil Henriette ihre Stieftochter sehr liebt, diese Liebe aber krankhafte Auswüchse annimmt, da sie meint, Theresia so behüten zu müssen, dass sie sie zum Schutz vor allen anderen Menschen, außer ihrer Familie, wegsperrt. Als Theresia sich ausgerechnet in Sebastian verliebt, nimmt die ganze Tragik ihren Lauf. Aber nicht nur ihre Stiefmutter Henriette schmiedet Intrigen, sondern auch Ludwig, Sebastians älterer Bruder treibt ein perfides Spiel.

Die wohl interessantesten Figuren sind Henriette und Ludwig. Theresias Vater bleibt nahezu im Hintergrund und die beiden Protagonisten bleiben einfach etwas farblos in ihrer Darstellung. Henriette jedoch ist alles andere als schablonenhaft, denn durch ihren falsch verstandenen Beschützerdrang bekommt ihre Liebe zu Theresia ziemlich boshafte Züge.

Historischer Roman versus Märchen

Die Grundpfeiler sind durch das Märchen vorgegeben und die Geschichte selbst ist sehr ansprechend umgesetzt. Für einen historischen Roman jedoch fehlt es dem Buch einfach an Authentizität, denn es gibt weder Ortsangaben, noch finden sich politische Hintergründe der damaligen Zeit. So spielt die Geschichte lediglich durch die Angaben der Autorinnen in der vergangenen Zeit und die Figuren tragen historische Kostüme.
Als historischer Roman ist diese Adaption "Rapunzels" also kaum zu bezeichnen, denn es ist einfach ein überarbeitetes Märchen. Dennoch kann man dem Roman den Unterhaltungswert nicht absprechen, denn die Geschichte ist flott und flüssig geschrieben und, was sehr positiv auffällt, die Autorinnen haben es nicht für nötig befunden, kitschige oder schwülstige Liebesszenen mit einzubauen. Im Gegenteil, die zarte Liebe von Theresia und Ludwig hat etwas Zauberhaftes an sich, was Romantiker wohl zum Schwelgen bringen wird.

Kleine Ungereimtheiten

Ist die Geschichte auch durchgängig gut zu lesen, so stolpert man doch über die eine oder andere Ungereimtheit. Genauer betrachtet sind diese kleineren Widersprüche wohl dadurch entstanden, dass der Roman von zwei Autoren geschrieben wurde. Es drängt sich da natürlich die Frage auf, weshalb das Lektorat, insofern es eines gab, diese Logikfehler nicht ausmerzte.

Ein unterhaltsames Buch, das schnell für zwischendurch Langeweile vertreibt, aber sicher nicht bleibend in Erinnerung behalten werden wird.

Bruderliebe

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