Im Land des Feuerfalken

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Wunderlich, 2012, Titel: 'Im Land des Feuerfalken', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Das Thema 'unglückliche Beziehung' zieht sich in die zweite Generation weiter

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Feb 2013

Julie Peters bleibt sich treu: Auch im zweiten Band der Familiensaga um die O'Briens greift sie das Thema "unglückliche Beziehung" auf. Mittlerweile ist das Jahr 1907 angebrochen. Die Schwestern Sarah und Josie wachsen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen auf. Während Sarah unter der Obhut der Großmutter im Herrenhaus lebt, ist Josie mit ihrer Mutter in der Waldhütte zuhause, in der einst der Maori Amiri lebte. Erst im Rahmen einer Hochzeit, zu der auch Siobhan, Mutter der beiden Mädchen eingeladen ist, erfährt Josie, dass ihr Vater nicht etwa ein O'Brien war, sondern ein Maori. Verstört versucht sich Josie klar zu werden, was das bedeutet. Ihre Schwester Sarah hingegen hat andere Probleme. Jamie, der jüngste O'Brien-Spross, ist ihre große Liebe. Als er um ihre Hand anhält, ist sie überglücklich. Aber Jamie hat sich dazu durchgerungen, mit den anderen jungen Männern in den Krieg zu ziehen. Die dumpfen Kriegserlebnisse lösen bei den Männern, die zurückkehren können, Traumata aus. Sarah muss machtlos zusehen, wie der völlig veränderte Jamie die Verlobung löst. Sie flüchtet sich in eine Ehe, die jedoch unter keinem guten Stern zu stehen scheint. Inzwischen ebenfalls erwachsen, lässt sich auch Josie auf eine Liebe ein zu einem verheirateten und wesentlich älteren Mann. Die Schwestern erleben, was schon ihre Mutter erlebt hatte: Eine unglückliche und schwer belastete Beziehung.

Geschickte Anknüpfung

Julie Peters spinnt die Geschichte der Familie weiter, die sie den Lesern in ihrem Roman Das Lied der Sonnenfänger nahe gebracht hat. In den Mittelpunkt stellt sie dabei die beiden Töchter von Siobhan, der Protagonistin des ersten Teils. Mit der neuen Generation tauchen auch neue gesellschaftliche Entwicklungen auf. Dies fängt Julie Peters recht geschickt auf. Sie kann die Entwicklung, besonders, was mit dem Ersten Weltkrieg zusammen hängt, gut darstellen. Damit verhindert die Autorin auch, dass sich die Geschichten zu ähnlich werden. Denn erneut greift sie das Thema der unglücklichen Liebe auf. Immer wieder kommt das Gefühl auf, als hätte sich nur der Rahmen, nicht aber der Inhalt gewandelt. Einzig das Weltgeschehen gibt dem Roman eine neue Ausrichtung und ein anderes Gepräge.

Intensive Bilder

Dass Julie Peters eine geschickte Erzählerin ist, beweist sie nicht erst mit diesem Roman. Sie vermag es, nicht nur die Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, sondern auch die Umgebung, in der sie leben eindrücklich zu schildern. So entstehen intensive Bilder, die den Leserinnen und Lesern Neuseeland zu Beginn des 20. Jahrhunderts näher bringen. Durch den alltäglichen Kampf, den die Familie zu bestehen hat, gewinnt die Geschichte etwas an Tiefe. Das hat sie auch nötig. Denn die Liebe - oder hier die unglückliche Liebe - alleine vermag dem Roman nicht den nötigen Boden zu geben, um ihn zu einer guten Unterhaltung zu machen. Dadurch, dass viele verschiedene Charaktere aufeinander treffen, kommt Spannung in den Roman und lässt die Leserinnen bei der Lektüre bleiben.

Es fehlt ein Personenregister

Da sich - auch aufgrund dessen, dass es sich hier um einen zweiten Teil handelt - sehr viele Personen in dem Roman bewegen, ist es nicht immer leicht, alle Zusammenhänge herzustellen. Es wäre deshalb hilfreich, ein kleines Personenregister mitzuführen, das die Zuordnung und die familiären Verknüpfungen etwas übersichtlicher machen würde. Besonders wichtig wäre dies für diejenigen, die den ersten Band nicht kennen und mit Im Land des Feuerfalken in die Geschichte eingestiegen sind. Leider sind - gegenüber dem ersten Band - auch alle Zusätze wie etwa die Karten von Neuseeland gestrichen worden. Damit verliert die optische Aufmachung des seitenstarken Romans etwas an Gewicht.

Dass die Familiensaga mit diesem Teil noch nicht abgeschlossen ist, ist unschwer zu erraten. Doch unabhängig davon, dass es sich um einen mehrteiligen Roman handelt, kann Im Land des Feuerfalken gut als eigenständiges Buch gelesen werden. Unterhaltung, wenn auch nicht gerade viel Tiefgang, ist auf jeden Fall garantiert.

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