Mit Blut signiert

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • , 2012, Titel: 'A Name in Blood', Originalausgabe

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95

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Christina Wohlgemuth
Ein biografischer Roman, wie man ihn nicht alle Tage findet!

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Feb 2013

Kurzgefasst:

Italien, 1605: Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, ist auf dem Weg, zum berühmtesten Maler Roms zu werden, und ihm wird Zugang zum innersten Kreis der Borghese gewährt, einer der mächtigsten Familien der ewigen Stadt. Aber seine Liebe zu den einfachen Menschen, gerade auch zu den Frauen aus der Unterschicht, die er als Modelle in seinen Bildern verewigt, trägt ihm immer wieder Konflikte ein. Er gibt nicht nach, wird in einen Straßenhändel verwickelt und tötet einen Adligen. Caravaggio muss Rom verlassen, aber seine künstlerische Auffassungsgabe und Unabhängigkeit bleiben für die Mächtigen aus Klerus und Adel eine Provokation. Was ist das Geheimnis dieses kurzen, genialischen Lebens und wer trägt die Schuld an Gewalt und frühem Tod?

 

Rom, um das Jahr 1600. Michelangelo Merisi - aufgrund des Herkunftsortes seiner Eltern auch Caravaggio genannt - lebt in jeder Hinsicht ein Künstlerleben. Alkohol und Frauen gehören zu seinem Alltag ebenso dazu wie hohes künstlerisches Schaffen und Auseinandersetzungen mit Auftraggebern und Mäzenen. Sein hitziges Temperament bringt ihn immer wieder in brenzlige Situationen, und seine Nähe zu den Armen und der unteren Gesellschaftsschicht ist seinem Ruf bei seiner hochwohlgeborenen Kundschaft nicht zuträglich. Und irgendwo dazwischen steht immer wieder Lena, die Liebe seines Lebens. Nach einem tödlichen Duell muss Caravaggio fliehen ...

Ein Künstlerleben in allen Facetten

Mit Blut signiert ist ein biografischer Roman. Was zunächst ein wenig trocken und langweilig klingt, entpuppt sich jedoch als farbenfrohe, lebendige Geschichte, in der ein Sittengemälde des beginnenden 17. Jahrhunderts entworfen wird. Matt Beynon Rees erzählt das Leben seines Protagonisten in düsteren und dennoch kraftvollen Farben - ganz so, wie Caravaggio selbst malte. Sein pulsierendes Leben, sein verschwenderischer Lebensstil sind ebenso Teil der Geschichte wie seine Liebe zum Malen.

Starker historischer und künstlerischer Hintergrund

Wenig fundiertes ist über Caravaggio bekannt, über seine Neigungen wird ebenso gestritten wie über seinen Tod. Der Autor hat sich konsequent für einen Weg entschieden, der von der ersten Seite bis zur letzten konsequent durchgehalten wird. Caravaggio bleibt dabei stets glaubwürdig und lebendig, seine Handlungen sind, so abstrus sie manchmal erscheinen, doch stets nachvollziehbar. Die Lebensumstände des frühen 17. Jahrhunderts sind anschaulich dargestellt, wobei der Autor ohne zu dozieren jede Menge Wissen vermitteln kann.

Wer sich detailliert mit Mit Blut signiert auseinandersetzen will, dem sei ein Bildband mit Caravaggios Gemälden oder eine Übersicht seiner Werke ans Herz gelegt. Denn es ist kein Zufall, dass die Kapitel mit den Werknamen überschrieben sind. Rees stellt Verknüpfungen zwischen Geschichte und Gemälde her, zwischen Caravaggios privater und seiner beruflichen Situation. Die Querverweise sind oft klein und leicht zu überlesen, doch es lohnt sich allemal, sich die Zeit hierfür zu nehmen.

Spannung und lebendige Figuren

Auch die Nebenfiguren sind in allen Facetten dargestellt, lebendig und greifbar. Ganz gleich ob sympathisch oder unsympathisch, Gleichgültigkeit entwickelt der Leser nie. Und darin liegt auch die enorme Spannung begründet, die sich durch den ganzen Roman zieht. Man bangt und hofft mit seinen Lieblingen, man verflucht jene, die ihnen Böses wollen. Mit Blut signiert berührt den Leser, weil es dem Autor gelingt, ihn in die Geschichte hineinzuziehen.

Mit Blut signiert ist ein hervorragender historischer Roman, der in allen Farben schillert und uneingeschränkt empfehlenswert ist!

Mit Blut signiert

Mit Blut signiert

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Letzte Kommentare:
08.11.2013 11:22:03
Pfeiffer

Das Buch ist spannend geschrieben und gut recherchiert. Kunstliebhabern bietet der Roman vor allem dann eine Menge, wenn man einen Kunstband mit den Bildern zur Hand hat und die zum Teil detailliert beschriebenen Bilder an des Buchs nachververfolgen kann. Es gibt da viel zu entdecken. Sehr empfehlenswert, trotz manchmal holpriger Übersetzung und auch unsorgfältigem Lektorat.