Der Grenzgeher

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • , 2012, Titel: 'Der Grenzgeher', Originalausgabe

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Ein Grenzgeher in vielerlei Hinsicht ist Johannes Hainz, der als Schmuggler mit Pottasche, Salz, Höllenstein und Perlen über die Grenzen von Bayern und Böhmen schleicht. Der in Bayern, Frankreich und Österreich als Kaufmann und bayerischer Agent agiert und der nicht zuletzt die Grenzen seiner Herkunft überwindet. Bis 1799 regierte in Bayern der greise Kurfürst Karl Theodor, der Zeit seiner Regentschaft Bayern das man damals noch mit ai schrieb gerne gegen ein anderes Herrschaftsgebiet eingetauscht hätte. Vor dem Hintergrund der französischen Revolution herrschte in allen anderen Regierungen Europas große Nervosität. Baiern, ein machtloser Staatstorso, war zu einer Schaukelpolitik zwischen den Großmächten gezwungen. Napoleon errang in Italien erste große Erfolge und persönlichen Reichtum, während nördlich der Alpen das österreichische Heer die Revolutionsarmee wieder zurück drängte. Erst unter der Führung Napoleons übernahm Frankreich die Herrschaft über fast ganz Europa. Vor diesem geschichtlichen Hintergrund erleben wir die Metamorphose eines einfachen, jungen Mannes aus dem Bayerwald, der zunächst mit Fleiß und Glück zu bescheidenem Wohlstand kommt und seine Familie rehabilitieren will. Dabei gerät er in die Schlachten des ersten Koalitionskriegs, befreundet sich mit General Michel Ney, dem späteren Duke d'Elchingen, folgt jenem an die Cote Azur und kommt dort auf abenteuerliche Weise zu Reichtum. Zurück in Bayern greift er in das politische Leben ein. Er unterstützt das Haus Wittelsbach, lässt sich auf haarsträubende Unternehmen ein, und hat ein gerüttelt Maß Anteil daran, dass aus dem Kurfürsten Max Josef IV. im Jahre 1806 König Max I. Josef wird. Er ist der verlängerte Arm des Minister Montgelas und nebenher ein erfolgreicher Unternehmer im bayerischen Wald. Wir erleben ihn als Schmuggler und Aschenbrenner im Bayerischen Wald und als Fischer auf dem Mittelmeer. Er spekuliert an der Pariser Börse, führt eine große Glashütte, schließlich agiert er als politischer Agent und kurfürstlicher Kämmerer. Dabei hilft er mit Baiern zu einem Königreich zu machen. Er erlebt die Säkularisation in Bayern, das gesellschaftliche Leben in Paris unter dem Kaiser Napoleon und begleitet die kurfürstlich/königliche Familie der Wittelsbacher in dramatischen Tagen. Immer aber bleibt er verbunden mit seiner Heimat, dem bayerischen Wald.

 

Der Grenzgeher

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Letzte Kommentare:
02.06.2013 10:34:06
Verschlinger

Hier wird Historisches spannend und informativ geboten. Ein Blick in die Hütten und in die Paläste, als wäre man selbst dabei. Die Protagonisten sind überzeugend dargestellt, die historischen Fakten stimmig und die fiktiven Ereignisse perfekt eingebettet.
Trotz der eindimensionalen Darstellung (Ich-Erzähler) wechseln Tempo und Materie und halten die Spannung hoch.
Die Identifikation des Lesers stellt sich umgehend ein und begleitet durch das ganze Buch.
Über alle 535 Seiten lohnt sich das Umblättern !

19.04.2013 21:00:18
Bernhardt

Die Story ist historisch gut recherchiert und die Handlungsabläufe sind historisch wie logisch gut verwoben. Trotz der Ich-Erzähler Form wechselt der Autor Tempi und Schauplätze angemessen und spannungsfördernd. Neben dem abenteuerlichen Geschehen vermittelt der Roman gelungene Millieubeschreibungen und plastische Umfeld- und Situationsschilderungen. Ein „Selfmademan“ zwischen 18. und 19. Jahrhundert.
Absolut lesenswert.

06.04.2013 13:06:31
Susanne Ferstl

Weil das Buch 535 Seiten hat, konnte ich es nicht in einem Zug fertig lesen, so gerne ich das getan hätte.
Die Geschichte ist glaubwürdig und spannungsreich geschrieben. Die Plots sind glaubwürdig und logisch aufgebaut. Dazu kommt, dass die historischen Fakten gut recherchiert und akribisch genau verwendet sind.
Alle Hintergründe, Personen und Ereignisse sind nachvollziehbar passend installiert. Wenn der Autor am Schluss behauptet: "Es hätte schon so sein können" dann muss man ihm zustimmen.
Ein Lesevergnügen

Zeitpunkt.
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