Das große Spiel

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Heyne, 2006, Titel: 'Das große Spiel', Originalausgabe

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Silvia Lewald
Eine unglaubliche, aber wahre Lebensgeschichte

Buch-Rezension von Silvia Lewald Sep 2006

Wahrscheinlich kennen die meisten Menschen John Law nicht, auch mir war sein Name bis zu diesem Buch kein Begriff. ";Das große Spiel"; erzählt die Lebensgeschichte dieses Mathematikers und Frauenhelden allerdings in einer spannenden Art und Weise und lässt die eigene Unwissenheit in den Hintergrund treten.

Das große Spiel

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Letzte Kommentare:
05.08.2009 18:20:19
arthez

Ich war enttäuscht - was hätte man aus dem Leben des John Law herausholen können... ein dichtgepackter 1.000 Seiten Schmöker hätte es werden können, ein Wirtschaftsthriller verquickt mit einer interessanten Lebensbeschreibung.

Leider wurde es das nicht, leidenschaftslos erzählt und die ganze Nationen umspannenden Geldgeschäfte zu kurz angerissen.

Schmale 50 Grad von mir.

05.03.2009 09:10:38
MariaAmalia

Claude Cueni schildert in seinem Roman das Leben des begnadeten barocken Mathematikers und Finanzgenies John Law, der mit seinen Visionen einer neuen Finanzpolitik seiner Zeit damals weit voraus war (seine Ideen wurden eigentlich erst so richtig im 20. Jahrhundert umgesetzt).

Es ist sicher nicht einfach, 40 Jahre eines bewegten Lebens, wie John Law es geführt hatte, in einen "nur" reichlich 400 Seiten langen Roman zu "pressen". Hier hat es aber auf jeden Fall sehr gut funktioniert und es zeigt auch, dass gute historische Romane nicht zwangsläufig dicke Wälzer sein müssen. Der Autor zeigt viele Facetten dieser faszinierenden und vielschichtigen Persönlichkeit und es gelingt ihm, Historie und Fiktion in einen historischen Kontext zu bringen und eine sehr authentische Geschichte zu erzählen; flott und interessant, ohne Längen und mit einem gewissen Spannungsbogen.

Man muss kein Finanzexperte sein, um der Handlung folgen zu können. Der Autor erzählt seine Geschichte so, dass sie auch für solche Nichtzahlenmenschen wie mich nachvollziehbar ist. Bisschen Interesse für Finanzpolitik sollte man aber schon haben, ansonsten könnten einige Textpassagen schnell langweilig werden.

Die Riege der Nebencharaktere erinnert zum Großteil an das Who-Is-Who der französischen Gesellschaft und der Autor versucht, sich auch bei seinen Nebenfiguren weitestgehend an die historischen Vorbilder zu halten. Ein Personenregister wäre hier sicher nicht schlecht gewesen, jedenfalls fehlt dieses bei der mir vorliegenden Ausgabe des Bertelsmann-Clubs.

Dass sich der Autor hier und da die eine oder andere kleine dichterische Freiheit nimmt und die Historie dem Gesamtkonzept seiner Romanerzählung anpasst, kann man ihm getrost nachsehen.

Allerdings sind ihm gravierende Fehler in Bezug auf Zeremoniell und Hofetikette unterlaufen. Das wird ganz besonders bei der Begegnung John Laws mit König Ludwig XIV. bei dessen morgendlichem "Lever" in Versailles deutlich. Dieses Lever unterlag einem bis ins kleinste Detail vorgeschriebenen Protokoll, was hier im Roman leider nicht mal ansatzweise Beachtung findet und völlig daneben gegangen ist.

Grobe Schnitzer sind dem Autor auch bei den Anreden passiert. Von König Ludwig sprach man nicht als "Ihre Majestät", denn das ist bekanntlich die Anrede für weibliche Monarchen. Liest man z. B. den Satz: "Entspannt parlierte Ihre Majestät, charmant, gebildet, galant." (S. 282, Bertelsmann-Ausgabe), meint man beim Lever der Königin zu sein und nicht beim König. Die ersten zwei, drei Mal war dieser Fauxpas ja noch ganz witzig zu lesen, spätestens ab dem vierten Mal wurde es dann allerdings nervig, zumal dieser Fehler fast in jedem Satz vorkam und der ganzen Szene eine unfreiwillige Komik verlieh. Ein männlicher Monarch war grundsätzlich "Seine Majestät" wenn man über ihn sprach und "Eure Majestät" wenn man direkt mit ihm sprach.

Der zweite Kritikpunkt ist die leider viel zu moderne Sprache. Der Autor legt seinen Protagonisten Worte und Redewendungen in den Mund, die dem heutigen modernen Sprachgebrauch entsprechen, aber im 17./18. Jahrhundert völlig unbekannt waren.

05.03.2009 08:32:32
Tempe

Dieses Buch war mir am anfang etwas zu wieder. Doch mit der Zeit ensteht eine Spannung die den Leser zum weiter lesen drängt. Eingentlich ist die Geschichte eher traurig, da er sein ziel nicht erreichen kann und somit sein werk unvollendet lässt, mal ne schöne abwechslung aber nicht hoch emphelnswert.

13.12.2008 17:14:28
M. T.

Das Buch ist nicht schlecht. Wirklich nicht. Aber wenn sich mir die Frage aufdränger würde, ob es auch nur im entferntesten literarisch hochwertig ist, würde ich doch mit leichtem Gewissen Nein! sagen. Ob es lustig ist? Teils, aber um ehrlich zu sein, eher selten.
Historisch gesehen jedoch ist es wirklich interessant. John Law wird als eindrucksvolle Person dargestellt, ohne Zweifel ein Mann von Welt. Aber nja... am Ende hat man dann doch das Gefühl sich durch ein Buch gequält zu haben, dass man lieben in der Buchhandlung hätte lassen sollen.

29.09.2008 00:56:39
Rolf.P

Zu erst einmal sei gesagt, dass das Buch einem eine zähe Einlesezeit erspart. Schon ab der ersten Seite ist die Geschichte interessant, der Einstieg ist dem Autor gut gelungen.
Manche Bücher sollte man einfach gelesen haben: wen interessiert es nicht, woher unsere Banknoten und der Handel mit Aktien ihren Ursprung fanden?
"Das große Spiel" ist ein überaus spannender und lehrreicher historischer Roman über John Law of Lauriston, der seinen Lesern die Entstehung unserer heutigen Finanzsysteme auf unterhaltsame Weise nahe bringt, selbst wenn man sich bisher nie für Finanzfragen interessiert haben sollte.
Es ist, als würde man die Geschichte selber durchleben. Die dreckigen Städte, die Armut, aber auch die Orgien der Reichen oder die Begegnungen mit anderen bekannten Größen wie dem Autor von Robinson Crusoe, Daniel Defoe oder Montesquieu, der einen Bericht über Law im Auftrage des französischen Hofes verfasste.
Die faszinierendste Figur ist natürlich John Law, der vielleicht 200 Jahre Vorsprung auf seine Zeit hatte. Mathematik-Genie, Finanz-Genie, er gründete sogar die hoch-komplexen Optionen und Futures, die auf den heutigen Finanzmärkten gehandelt werden.
John Law war nicht nur in Finanzbereichen ein Visionär, sondern erkannte auch sehr früh den Wert der Kunst (Da Vinci, Michelangelo, etc.).
Er verstand, dass trotz Hindernisse, der große Faden des menschlichen Fortschritts nie reißen würde. Seine Finanz-Theorie ist heute noch eine Säule der modernen Demokratien. Claude Cueni hat es zudem verstanden, die Handlungen aus dieser brisanten Epoche auf solch lebendige und spannende Art niederzuschreiben, dass man nebst einem historischen Roman, mit peinlich genau recherchierten Daten, auch noch eine gehörige Portion Unterhaltung erhält.

Alles in allem ein absolut zu empfehlendes Buch. Glückspiel, Liebe, Hass, Neid, Duelle, immenser Reichtum und Bankrott, unfähige Staatsoberhäupter, all dies lässt den Roman abwechslungsreich und farbenfroh sein.
Das Buch ist ein Meilenstein, es ist einfach ein Buch, das man lesen muss!