Das Tor zur Ewigkeit

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Piper, 2013, Titel: 'Das Tor zur Ewigkeit', Originalausgabe

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Volker Faßnacht
Die Glockengießerei – ein weiteres Handwerk im Fokus von Katia Fox

Buch-Rezension von Volker Faßnacht Jan 2013

Die Fans von Katia Fox durften sich 2013 über eine unerwartete Fortsetzung zu ihrer Romantrilogie (Das kupferne Zeichen, Der silberne Falke und Der goldene Thron) um Ellenweore und deren Sippe freuen. Unerwartet deshalb, weil die Mehrheit der Leserschaft sicherlich nach Der goldene Thron von einer vollendeten Romanreihe ausging.

Doch auch Das Tor zur Ewigkeit handelt mit Catlin – einer Enkelin der Schwertschmiedin – wieder im bereits bekannten Dunstkreis der vorangegangenen Romane. So trifft der geneigte Leser auf altbekannte Figuren bzw. deren Nachkommen.

Katia Fox kann sich sicherlich auf etliche Stammleser freuen, wobei es für die Leserschaft nicht zwingend ist, die Vorgeschichten zu kennen.

Wenn Kinder einen anderen Weg einschlagen, als die Eltern vorgesehen haben...

England, 1224. Wenn es nach dem Vater gegangen wäre, hätte Catlin heiraten und die elterliche Schwertschmiede übernehmen sollen. Die Berufsausführung eines reisenden Glockengießers hat ihr aber sehr gut gefallen, zudem sie durchaus Talent zu haben scheint. Der tolle Klang der fertigen Glocke, das Künstlerische, ein großes, friedenbringendes Werk – kein Kriegswerkzeug – vollenden zu können und zuletzt keinen ihr völlig fremden Mann heiraten zu müssen, sind so verlockend, dass sie heimlich von zu Hause wegläuft. Dem fremden Handwerker hinterher, bei dem sie hofft, eine Lehre machen zu können und selbst einmal eine große Glockengießerin zu werden.

Catlins Flucht, die Suche nach John, dem Glockengießer, ihr Leben als Glockengießer-Lehrling in London, sowie böse Intrigen, die um John gesponnen wurden – denn John hat eine Vergangenheit, die dunkel zu sein scheint, über die er aber partout nicht zu sprechen wünscht – dies sind die Zutaten für eine unterhaltende Geschichte im nun jüngsten historischen Roman der Autorin.

Detailliertes Bildnis des Glockengießer-Handwerks

Es ist nach den bereits früher erschienenen historischen Romanen den Fans der Autorin schon klar, welches die Stärken von Katia Fox sind, nämlich die bildhafte und wortgewandte Beschreibung der mittelalterlichen Szenerie verbunden mit einer authentischen Darstellung eines Berufes. Frau Fox lässt sich in jedem ihrer Romane von den jeweiligen Fachleuten des dargestellten Metiers fachlich beraten. Das lohnt sich. Die Leserinnen und Leser danken für die schlüssig dargestellten Berufsabläufe.

Schwertschmiede – Falknerei – Ritterschaft oder anders ausgedrückt: Handwerker – Mittelstand – Adel, was kommt noch? Eigentlich liegt es auf der Hand und somit ist klar, dass aus der Trilogie eine Tetralogie werden musste: Das Tor zur Ewigkeit handelt von Catlin und deren Wunschberuf, der Glockengießerei. Einem Beruf, der hauptsächlich klerikalem Leben zu klanglichem Ausdruck verhalf und auch heute noch verhilft.

Ein interessanter Beruf, der von Friedrich Schiller durch das bekannte Glockengießerlied "Die Glocke" – welches zu Kapitelanfang immer wieder auszugsweise zitiert wird – bei vielen Menschen schon in deren Kindheit ins Gedächtnis gebrannt wurde.

Nervige Figuren – oder Jammern auf hohem Niveau?

Katia Fox hat den Anspruch mit den vorhergehenden Romanen sehr hoch gesteckt. Das gilt ganz besonders bei der Figurenzeichnung ihrer Protagonisten. Das ist bei Das Tor zur Ewigkeit leider nicht so gut gelungen, denn dazu hat Catlin einfach zu sehr das Glück gepachtet. Unüberwindbare Hindernisse lösen sich allzu oft und leicht in Wohlgefallen auf. Und sie kann nur als äußerst naiv bezeichnet werden. Blind vor Liebe, egoistisch und ahnungslos, gleichzeitig aber zielstrebig und stark – wie könnte sie sonst in der Hosenrolle bestehen? Das passt nicht so recht zusammen und hinterlässt den Eindruck einer etwas oberflächlich gezeichneten Hauptdarstellerin.

Leider erschließen sich zudem die Intrigen und Geheimnisse der weiteren Hauptfiguren der Leserschaft oft nur allzu deutlich und mitunter auch recht früh. So möchte man Catlin schlicht und einfach den Hals umdrehen ob ihrer unglaublich dummen Blindheit.

Und trotzdem hat der Roman auch einfach seine schönen Seiten. Er liest sich sehr flüssig und angenehm. Die Episoden mit "Quickhands" beispielsweise sind unterhaltsam und durchaus spannend. Und auch die Frage, ob Catlins Glocken gelingen, harrt ihrer Auflösung.

Für die Anhänger der Fox'schen Romane ist Das Tor zur Ewigkeit sicherlich kein Fehlkauf und wer einen leichten und unterhaltenden Roman für zwischendurch sucht, kann ebenfalls getrost zugreifen.

Das Tor zur Ewigkeit

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