Haus des Sturms

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Diana, 2010, Titel: 'The House of the Wind', Originalausgabe

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Nach dem tragischen Tod ihrer großen Liebe flüchtet die junge Amerikanerin Madeline Moretti vor ihrer Trauer nach Italien, das Land ihrer Vorfahren. Hinter den Mauern einer geheimnisumwitterten Villa im Herzen der Toskana stößt Madeline auf die jahrhundertealte Geschichte zweier mutiger Frauen, die sie nicht mehr loslässt und die ihr Leben von Grund auf verändern wird.

San Francisco 2007: Die junge Anwältin Madeline Moretti muss einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Kurz vor der Hochzeit stirbt ihr Freund Christopher bei einem Unfall. Als die Trauer Madeline zu ersticken droht, macht ihre Großmutter ihr ein Geschenk: Sie schickt ihre Enkelin auf eine Reise in die Toskana, die ursprüngliche Heimat der Familie - eine Reise, nach der nichts mehr so sein wird wie zuvor.

Toskana 1347: Seit dem tragischen Tod ihrer Mutter hat Mia kein Wort mehr gesprochen. Eines Nachts bittet ein Paar um Einlass in die Villa ihrer Tante, bei der das Mädchen lebt. Mia ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Doch diese scheint ein dunkles Geheimnis mit sich zu tragen, das die Leben der beiden Frauen bald untrennbar miteinander verbinden wird.

 

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Letzte Kommentare:
21.10.2015 09:15:30
Kleeblatt Monika

Madeline Moretti, Maddie genannt, eine junge selbstbewusste Anwältin, fällt von einem Tag auf den anderen in ein tiefes Loch, als ihr Verlobter tödlich verunglückt. Momentan sieht sie keinen Sinn im Leben, so dass sie sich recht schnell wieder der Arbeit widmet.
Sie haben einen schwierigen Fall zu bearbeiten, aber sie ist nicht mehr zu 100 % mit dem Herzen dabei.
Um sie aus diesem Loch herauszuholen, schenkt ihr ihre Großmutter einen dreiwöchigen Aufenthalt bei Freunden in der Toskana.
Dort wird sie von Jeanette aufgenommen, die sich gemeinsam mit ihrem Mann ein Haus gekauft hat und dieses schon seit 6 Jahren renoviert. Nach Beendigung der Arbeiten wollen sie ein Hotel daraus machen.
Während der Arbeiten wurden im Garten drei Skelette gefunden. Nach der Untersuchung dieser stellte man fest, dass alle drei weiblich waren, zwei von ihnen streckten die Arme zueinander aus und in einem Skelett fand man ein Stück einer Speerspitze. Wer waren diese drei Frauen?
Mit Søren, einem Garten- und Landschaftsgestalter und Freund von Jeanette und ihrem Mann freundet sie sich an und sie versuchen Erkundigungen einzuziehen, um das Rätsel lösen zu können.

Titania Hardie legt dem Leser hier einen recht komplexen Roman vor.
Er spielt in 2 Zeitepochen, Mitte des 14. Jh. sowie in der heutigen Zeit im Jahre 2007. Die Schauplätze befinden sich in San Francisco und in der Toskana. Es gibt verschiedene Erzählstränge, die erst zum Ende des Buches zusammenfinden.
Es ist definitiv keine leichte lockere Lektüre, die man so nebenbei lesen kann.

Maddie, die sympathische Protagonistin im Jahre 2007, kämpft gegen das Gefühl an, verlassen worden zu sein, seit ihr Verlobter tödlich verunglückte. Eine Reise in die Toskana soll sie einer Weissagung gemäß zurück zu ihren Wurzeln führen. Erst wenn diese wieder erstarkt sind, kann sie auch ihre Flügel wieder frei entfalten.
Der Leser erlebt mit, wie sie sich langsam aus ihrer Trauer herausschält und zum Leben zurückfindet. Sie findet sich dort selbst wieder, auch dank des anderen Gastes und Freundes Søren. Mit ihm gelingt es ihr auch wieder zu lachen.
Ihren Aufenthalt dort muss sie jedoch vorzeitig abbrechen, da es Probleme auf der Arbeit gibt. Sie kommt mit neuer Energie und neuem Lebensmut wieder und fühlt sich nun auch wieder in der Lage, gegen das Unrecht für ihre Klienten zu kämpfen.

Im Jahre 1347 lernen wir in der Toskana die junge Maria Maddalena, Mia genannt, kennen, die seit der Ermordung ihrer Mutter bei ihrer Tante Jacquetta lebt. Diese führt eine Herberge für Pilgerer. Mia ist seit dem Tod ihrer Mutter stumm und kann sich nur mittels Handbewegungen verständigen, was jedoch für sie und ihre Umgebung kein Hindernis ist. Sie fühlt sich wohl bei ihrer Tante.
Eines Tages steht ein Pärchen vor der Tür, Agnesca und ihr Mann Porphyrius, die Unterkunft erbitten. Sehr schnell stellt sich heraus, dass Agnesca eine Heilerin ist, die auch Mia dazu verhilft, dass sie ihre Sprache wiederfindet.
Agnesca ist auf der Flucht, sie sollte hingerichtet werden, weil sie ihren Eltern ungehorsam war und sie nicht, wie diese es wollten, ins Kloster gehen, sondern lieber Mann und Kinder haben wollte.

Das Leben im Mittelalter wurde von der Autorin hervorragend recherchiert. Sie lässt den Leser teilhaben an den Machtkämpfen der Bischöfe, am täglichen Leben, an Aberglauben und Missgunst.
Selbst die schwere und Menschenleben fordernde Epoche, als die Pest durch Europa zog, lässt sie in ihrem Buch aufleben. Anschließende Plünderungen folgen und zeigen die Machtlosigkeit des kleinen Volkes.

Was die Autorin Titania Hardie sehr gut beherrscht ist die lebendige Beschreibung der Ortschaften. Als Leser fühlte ich mich fast persönlich in die Toskana versetzt, so dass ich mittels ihrer Beschreibungen das Gefühl hatte, ich wäre vor Ort.

Auch wenn das Buch einige Längen hatte, durch die ich mich regelrecht durchschlagen musste, übte das Buch einen Reiz auf mich aus.
Ich war begierig zu erfahren, ob Maddie aus ihrem tiefen Loch herausfand, wie es den Frauen Mia, Agnesca und Jacquetta erging und vor allem, welche Zusammenhänge zwischen ihnen bestehen.

Dieser Roman hat vieles in sich vereint. Geschichtliche Fakten, Wissen um Heilkunst und Kräuterkunde, strafrechtliches Wissen, Garten- und Landschaftsgestaltung, Aberglauben, Trauer, starke und selbstbewusste Frauen, bedingungslose und hingebungsvolle Liebe und ein wenig Mystik.
Ein Roman, der sich nicht leicht lesen lässt, der sich zu lesen aber lohnt.

07.01.2013 13:18:55
Sagota

Die Autorin bleibt Ihrem Stil treu: Die Sprache ist sehr schön, recht anspruchsvoll und fließend (dank der guten Übersetzung auch im dt.). Trotz anfänglicher Problematik, in das Buch einsteigen zu können (was eher an mir als am Buch lag) steigerte sich der Spannungsaufbau und wer "Zeitsprünge" und "Zeitreisen" mag, ist hier richtig.
Die beiden Handlungen sind in San Francisco/Oxford und der Toskana (2005-2008) und im 14. Jhd. in der Nähe von Volterra/Toskana verortet. Die Lebenswege von 4 Hauptprotagonistinnen werden gut gezeichnet dargestellt, Agnesca und Mia im 14. Jhd. und Maddie im 21. Jhd. Es kann durch versteckte Hinweise (wie z.B. ein altes Amulett) eine gewisse Verbindung der Frauen hergestellt werden, die nicht ausschließt, dass Maddie eine Nachfahrin ist... Es geht auch um die Leiden von Mitarbeitern, die an Krebs erkrankten und in sehr ungesunden Arbeitsverhältnissen standen. Für diese setzt sich Maddie ein, hier findet sich eine gewisse Sozialkritik, die nicht unbegründet ist.
Es geht von Beginn an um Glaube, Tod, Abschied, Loslassen und Neubeginn. Um die Hoffnung (dass dies möglich ist). Es mangelt dem Buch nicht an Spiritualität, auch interessanten Hinweisen auf die Etrusker, mit deren "altem" Glauben das Buch zu tun hat, der heute noch teils unerforscht ist (wie im Nachwort der Autorin zu lesen ist).
Das Buch regt zum Nachdenken an, ist wunderbar und klar geschrieben und lässt einen nahezu zauberhaften Positivismus erkennen - dafür von mir 93 Punkte