Die Löwin von Kastilien

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Krüger, 2004, Titel: 'La Comunera', Originalausgabe

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Bettina Weiß
Der Kampf einer Frau um Freiheit und Gleichheit für ihr Volk

Buch-Rezension von Bettina Weiß Nov 2012

Spanien im 16 Jahrhundert: Im Schatten des Kampfes um die spanische Königskrone wachsen das Bestreben nach Eigenständigkeit und Selbstbestimmung bis zur Rebellion gegen den fremden König. An der Spitze der Comuneros steht eine starke und mutige Frau: Maria Pacheco. Als Kind wächst die Tochter des Großfürsten von Granada in der Alhambra auf und genießt ein Leben in Luxus und Freude. Sie ist sehr belesen und selbstbewusst, aber auch eigenwillig und rebellisch. Als sie gegen ihren Willen mit dem aus niederem Adel stammenden Juan Padilla verheiratet wird, begehrt sie auf und verweigert ihrem Mann die Gefolgschaft. Aber Juan lässt sie nicht fallen und gegen alle Erwartungen verliebt sich Maria in ihren Mann. Gemeinsam gehen sie nach Toledo, der Heimatstadt von Juan. 

Karl I. von Kastilien und Aragon – ein Fremder im eigenen Land 

Der neue König Karl I. von Kastilien und Aragon, der spätere Karl V., wird im Volk als Fremder angesehen, der weder die Sprache spricht, noch die Kultur des Landes versteht. Als dieser in Valladolid den Eid der Stände und der Städte zu treuer Gefolgschaft abnehmen will, kommt es zu ersten Ausschreitungen. Den königlichen Truppen gelingt es, den Aufstand nieder zu kämpfen. Aber der Funke ist entzündet. Immer mehr Städte und auch das einfache Volk begehren auf. Juan Padilla steigt zum Befehlshaber der toledanischen Truppen auf und erste Erfolge stellen sich ein. Sehr zum Ärger ihrer Familie unterstützt Maria ihren Mann im Kampf um Freiheit und Gleichheit aller Kastilier. Das Bündnis der Comuneros wird gegründet. Aber die Comuneros sind nicht geeint, überall lauern Verrat und Verleumdung. Als Juan schließlich in Gefangenschaft gerät, setzt sich Maria an die Spitze der Bewegung und führt Juans Kampf fortan weiter. Werden die Liebenden wieder vereint ?

Spannende Geschichte emotionslos erzählt 

Der Roman beschreibt ein sehr spannendes Kapitel der spanischen Geschichte anhand von realen Personen. Eigentlich der Stoff, aus dem richtig gute Bücher entstehen können. Leider schafft es dieses Buch nicht in diese Kategorie. Die Autorin reiht Ereignisse aneinander und beschreibt nahezu emotionslos den Ablauf der Geschehnisse. Einzig der Moment als Maria erfährt, dass sie Juan heiraten soll und sie gegen den Vater rebelliert, weckt Emotionen und Mitgefühl. Später, als die wachsende überaus große Liebe und Leidenschaft zum Ehemann beschrieben wird, geht es eben über die Beschreibung nicht hinaus. An kaum einer Stelle ist die innige Liebe und Verbundenheit der beiden zu spüren oder zu erleben. Alle Erzählung bleibt an der Oberfläche. Dementsprechend bleiben auch die Protagonisten blass und eindimensional. Keiner wird zum Vertrauten, zu einer Person, zum Mitempfinden oder mitfiebern. Selbst der Leser bleibt ein emotionsloser Beobachter der Geschehnisse. Auch die politischen Ereignisse werden dieserart wie auf einer Perlenschnur aufgereiht abgespult. Es gibt kaum Höhen und Tiefen im Ablauf der Geschehnisse. Der Verrat durch Vertraute weckt ebenso wenig Emotionen wie der Tod eines Kindes.

Fehlender Spannungsbogen 

Unter dieser Kälte der Erzählung leidet auch die Spannung. Es entsteht kaum ein Spannungsbogen, da die Ereignisse gleichwertig nebeneinander stehen und nicht auf einen Höhepunkt zustreben. Keine Situation wird detaillierter beschrieben oder bildet einen Höhepunkt. Ein Beobachter von außen scheint die Ereignisse ohne jedes Mitgefühl zu erzählen. Erst nahezu am Ende des Romans kommt ein wenig Emotion auf und die Autorin zeigt, dass sie diese auch darzustellen weiß. Das ist schade, denn der Roman hatte das Potential, ein richtig spannendes Leseerlebnis zu werden.  

Die Löwin von Kastilien

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