Die Hexe von Nassau

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2012, Titel: 'Die Hexe von Nassau', Originalausgabe

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Karin Speck
Die Hexenprozesse in und um Idstein im 17. Jahrhundert

Buch-Rezension von Karin Speck Okt 2012

Nicole Steyer hat für ihren ersten Roman Die Hexe von Nassau die Hexenprozesse der Grafschaft Nassau als Grundidee gewählt. Diese Prozesse sind eine historische Tatsache. Die Protagonisten wie Katharina, der Henker Leonard Busch und Johannes, Graf von Nassau sowie auch einige Frauen, die hingerichtet wurden und ihren Weg in dieses Buch gefunden haben, haben wirklich gelebt und gelitten. Auf Betreiben des Grafen fanden diese Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert statt und der Henker Busch hat dafür gesorgt, dass die Frauen den Weg in die Folterkammer fanden. Die Idee zu dieser Geschichte ist gut, leider ist der Erzählstil der Autorin aber sehr modern und dabei einfach gehalten. Es lässt sich zwar zügig lesen, vermittelt aber kein beziehungsweise nur ein geringes Gefühl für diese Zeit.

Der Henker, die Hexe und der Graf

Katharina wird als moderne Frau beschrieben, die ihr Leben durchaus allein meistern kann und muss. Im Klappentext wird bereits verraten, dass ihre Mutter hingerichtet wird. Der Henker Leonard Busch wirkt, als wäre es seine persönliche Berufung, jede Frau der Hexerei zu überführen und sie hinzurichten. Er wird hier als Mann beschrieben, der wohl ein ziemlich Hang zum Foltern hatte, dem es wohl Spaß gemacht hat, diesen Beruf auszuüben. Allerdings kann hier nicht davon die Rede sein, dass die Menschen den Henker gemieden hätten. Im Gegenteil, die Autorin stellt ihn hier so dar, als sei der Beruf des Henkers etwas völlig normales und als würde er ganz normalen Umgang mit der Bevölkerung pflegen. Er hatte gute Freunde, die ihm auch geholfen haben, Katharina gefangen zu nehmen, denn besonders Katherina hasst er über alle Massen und verfolgt sie. Davon, dass der Beruf des Henkers zu den Unehrlichen gehörte, ist hier nie die Rede, dadurch wirkt die ganze Geschichte jedoch etwas unglaubwürdig. Der Graf ist die eigentliche treibende Kraft der Hexenprozesse, er rückt hier aber mehr in den Hintergrund und wirkt ein bisschen verwirrt. Ganz zum Schluss hat er dann noch einen Auftritt als Held. Irgendwie will diese Handlung nicht so ganz zusammen passen.

Katharina wiederum hat viele Freunde und es kommen immer wieder neue dazu. Eine Szene reiht sich da an die andere und irgendwie schafft sie es immer wieder davon zu kommen. Sie trifft immer auf Menschen, die ihr helfen und alles zum Guten wenden. Auch ist ihr Charakter irgendwie nicht wirklich greifbar. Sicher, sie gehört zu den guten Menschen, ist hilfsbereit und freundlich, aber mehr kann man über sie auch schon nicht mehr sagen. Der Henker hat auch nur eine einzige Seite, er ist eben nur abgrundtief böse. Auch die anderen Protagonisten sind nicht wirklich greifbar, fast wirken sie schon wie Statisten in einem Film, sie sind da, der Leser sieht sie, aber wirklich einzuordnen sind sie nicht. Sehr schade, da das Thema der Hexenverfolgung so spannend ist.

Ein interessanter, historischer Hintergrund in einer nur mäßig spannenden Geschichte

In einem Nachwort klärt Die Autorin Fiktion und Wahrheit. Es ist zwar interessant zu lesen, aber wirklich alle Fragen werden nicht beantwortet.

Die Hexe von Nassau ist ein historischer Roman über die Hexenverfolgung in und um Idstein im 17.Jahrhundert. Eine interessante, historische Geschichte gesponnen um eine nur mäßig spannende Handlung, zeitweise mit Längen und vorhersehbarer Handlung und dadurch nur wenig spannend. Dafür aber vor einem realen Hintergrund und dadurch wieder interessant.

Die Hexe von Nassau

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