Der Atem der Welt

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Insel, 2011, Titel: 'Jamrach's Menagerie', Originalausgabe

Couch-Wertung:

89

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Christina Wohlgemuth
Ein Abenteuerroman auf hohem Niveau!

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Okt 2012

London, in der Mitte des 19. Jahrhunderts – Jaffy Brown wächst an den Londoner Docks auf, in denkbar schlechten Verhältnissen. Doch eines Tages schlägt das Schicksal auf ganz besondere Weise zu: Jaffy begegnet einem Tiger. Einem Tiger, der den Jungen im Maul herumträgt, ohne ihn zu fressen. Jaffy macht die Bekanntschaft von Mr. Jamrach, aus dessen Menagerie der Tiger entflohen ist. Und Jaffy lernt auch Tim kennen – den Jungen, mit dem er auf einem Walfänger anheuern wird, und mit dem er sich auf eine abenteuerliche, intensive und tragische Reise begibt …

Jaffy Brown steht für ein historisch verbürgtes Ereignis, dessen Inhalt um der Spannung willen hier noch nicht verraten wird. Ansonsten ist die Geschichte rein fiktiv – und doch exemplarisch. Jungen – in unseren heutigen Augen noch Kinder – suchen ihr Glück und Heil auf hoher See, beispielsweise an Bord eines Walfängers. Sie haben mit jeder Menge Entbehrungen zu kämpfen, sehen die ganze Welt – und schweben immer in höchster Gefahr.

Eine klassische Abenteuergeschichte – und mehr

Die Inhaltsangabe deutet es bereits an: den Leser erwartet hier ein klassischer Abenteuerroman, ganz im Stile von Geschichten wie Moby Dick oder Die Schatzinsel. Und alle notwendigen Zutaten sind ebenfalls dabei: der junge Held, der grantige Erste Offizier an Bord, der beste Freund, mit dem man durch dick und dünn geht, die exotischen Schauplätze.

Der Atem der Welt ist aber weit mehr als das: es ist eine Geschichte mit Tiefgang, mit dreidimensionalen Charakteren, die lebendig werden. Es ist eine Geschichte, die mit den elementaren Fragen des Lebens kämpft, mit dem größten Urinstinkt, der Mensch und Tier eint: Überleben. Das gelingt der Autorin gut, auch wenn manchmal das Gefühl entsteht, dass für die doch überschaubare Seitenzahl etwas weniger manchmal mehr gewesen wäre. So fühlt sich der Leser manchmal ein wenig erschlagen.

Beeindruckender Stil, der im Gedächtnis bleibt

Frau Birchs großes Plus ist ihr Stil. Wer glaubt, dass man Abenteuergeschichten trivial erzählen müsste, wird hier eines besseren belehrt. Die Autorin lässt Farben, Gerüche, Geräusche einer vergangenen Zeit wieder erwachen, nimmt den Leser mit auf eine fantastische Reise, lässt ihn die salzige Meeresluft riechen. Und wird inmitten dieser rauen Welt philosophisch, bleibt dem Leser im Gedächtnis. Nicht zuletzt wegen dieser beeindruckenden schriftstellerischen Leistung bleibt Der Atem der Welt trotz einer gewissen inhaltlichen Überladung empfehlenswert!

Der Atem der Welt

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Letzte Kommentare:
30.01.2013 00:50:39
Hermine

Dieser Roman ist in jeder Hinsicht absolut phantastisch: Die Handlung ist so spannend, dass man es am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte, und die Sprache so dicht und lebendig, dass man die ganze Zeit über den Eindruck hat, direkt neben der Hauptfigur zu stehen. Jaffy ist bestimmt kein gewöhnlicher Junge, aber man identifiziert sich von Anfang an mit ihm. Ein tolles Buch, das man so schnell nicht vergisst!