Auf der Suche nach Dir

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Piper, 2012, Titel: 'Auf der Suche nach Dir', Originalausgabe

Couch-Wertung:

88

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Rita Dell'Agnese
Eine andere Geschichte über den Untergang der Titanic

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Sep 2012

Kurzgefasst:

1912. Suzanne Godards Leidenschaft gehört der Fotografie. Mit der Erfindung des tragbaren Fotoapparats eröffnet sich ihr eine aufregende neue Welt, die sie aus der Enge ihres kleinen französischen Heimatdorfs hinausführt. Bei Aufnahmen am Meer lernt sie den Journalisten Robert kennen und lieben. Beide scheinen füreinander bestimmt. Doch dann erhält Robert den Auftrag, von der Jungfernfahrt der "Titanic" zu berichten ...

 

Suzanne Godard wächst in Südfrankreich in einem lieblosen Elternhaus ohne Mutter auf. Ihr Vater hat kaum einen Blick für sie, die Tante ist kühl und distanziert. Als die junge Frau von einem Fotografen das Angebot bekommt, bei ihm als Lehrling einzusteigen, tut sich eine völlig neue Welt vor ihr auf. Schnell begreift Suzanne, dass sie nicht nur Talent als Fotografin hat, sondern damit auch in der Lage ist, ihr bisher ereignisloses Leben mit Inhalt zu füllen. Als sie an die Küste fährt, um das Meer zu fotografieren, lernt sie den Journalisten Robert kennen. Sie verliebt sich leidenschaftlich in den jungen Mann und spürt, dass ihre Gefühle erwidert werden. Allerdings traut sich Suzanne nicht, sich ihrer strengen Tante zu offenbaren. Trotz allem beschließen sie und Robert, zu heiraten, sobald er von seinem nächsten Auftrag zurückkehrt: Robert soll die Jungfernfahrt des neuen Luxus-Schiffs "Titanic" begleiten. Noch ganz in ihrer Vorfreude schwelgend, erfährt Suzanne zu ihrem Entsetzen, dass das als unsinkbar geltende Schiff untergegangen ist. Auf keiner der Listen mit den Namen der Überlebenden ist Robert zu finden.

Geschickt aufgebauter Plot

Greta Hansen greift mit dem Untergang der "Titanic" ein Thema auf, das schon auf verschiedenste Arten besprochen worden ist. Und doch präsentiert sie den Lesern nicht einfach einen weiteren Katastrophen-Roman. Zwar spielt das Schiffsunglück eine entscheidende Rolle, doch nimmt es nicht die zentrale Stelle ein. Diese ist vor allem der Protagonistin Suzanne Godard bestimmt. Die Autorin stattet die junge Frau mit etlichen positiven Attributen aus - sie macht sie aber nicht zu einer still vor sich hin leidenden Superheldin. Suzanne musste lernen, ohne ihre Mutter zu leben und sie zwingt sich auch nach dem Verlust von Robert zurück ins Leben. Die Fotografie, die sie aus dem engen Korsett des Elternhauses gelöst und ihre Lebensfreude geweckt hat, mag hier allerdings nichts zuzurichten. Es ist vielmehr die Zeit, die die Wunden in Suzannes Seele zu heilen beginnt. Bis eine schicksalshafte Begegnung all den Schmerz von neuem weckt. Hier zeigt Greta Hansen eine geschickte Hand in Sachen Dramaturgie. Suzannes Leben verläuft wie auch jenes von Robert in einem Zickzack-Kurs. Sobald die Leser glauben, den weiteren Verlauf der Geschichte erahnen zu können, tritt eine neue Wendung ein.

Viel Information gut verpackt

In den historischen Romanen spielt immer auch die Atmosphäre und die Schilderung der damaligen Verhältnisse eine Rolle. Greta Hansen meistert diese Hürde souverän. Sie versteht es, viele Informationen über die Entwicklung der Fotografie auf eine höchst lustvolle Weise umzusetzen und damit zu verhindern, dass die Erklärungen eine schulmeisternde Note bekommen. Zudem schreibt sie auf eine bildhafte Art, die es möglich macht, sich vorzustellen, was gerade vor der Linse von Suzannes Kamera passiert. Damit gibt die Autorin einen guten Eindruck vom gesellschaftlichen Leben des beginnenden 20. Jahrhunderts wieder.

Stimmige Charaktere

Nicht nur Suzanne, auch die anderen Protagonisten sind gut konzipiert und vermögen zu überzeugen. Besonders die abweisende und in ihrer Seele tief verletzte Tante ist eine interessante Figur, wenn sie auch keine Sympathie-Trägerin wird. Robert, der als rebellischer Journalist eine sozialkritische Note in den Roman hinein bringt, wird in seiner ganzen Zerrissenheit dargestellt und überzeugt die Leserschaft durch einen unstillbaren Hunger nach Unabhängigkeit.

Greta Hansen verbindet die verschiedenen Elemente, die sie in ihren Roman hat einfließen lassen, zu einer stimmigen Geschichte, die sich nicht nur süffig liest, sondern auch alles enthält, was man sich von einem solchen Roman wünschen kann. Dass da und dort eine Nuance von Klischee aufschimmert, mag man angesichts der ansonsten unterhaltsamen und ansprechenden Geschichte problemlos übersehen.

Auf der Suche nach Dir

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