Das Erbe der Pilgerin

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2012, Titel: 'Das Erbe der Pilgerin', Originalausgabe

Couch-Wertung:

73

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
1 50 100

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91-100
2 x 81-90
1 x 71-80
0 x 61-70
0 x 51-60
0 x 41-50
0 x 31-40
0 x 21-30
0 x 11-20
0 x 1-10
B:85
V:2
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":1,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":2,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Jkk Jkk
Kurzweiliges fürs Sofa

Buch-Rezension von Jkk Jkk Sep 2012

Kurzgefasst:

Mainz 1212. Bei der Krönung Friedrichs II. begegnen sich der junge Ritter Dietmar von Ornemünde und die schöne Sophia. Dietmar und Sophia verlieben sich auf den ersten Blick, doch eine Ehe ist undenkbar. Denn Sophias Vater hat sich unrechtmäßig die Besitzungen von Dietmars Familie angeeignet und gar versucht, dessen Eltern zu töten. Als Dietmar das Wagnis eingeht, sein Erbe zurückzufordern, hat dies entsetzliche Folgen ...

 

Ricarda Jordan bleibt sich und ihrem Blick auf das Mittelalter mit ihrer Fortsetzung zum Roman Das Geheimnis der Pilgerin treu. Facettenreich, detailliert und leicht verklärt erzählt sie in Das Erbe der Pilgerin die Geschichte der Albigenser-Kreuzzüge in Frankreich und einer Familien-Fehde in der Oberpfalz.

Dietmar von Ornemünde zu Lauenstein, Sohn Gerlins und Dietrichs, will endlich sein Erbe zurückerobern. In Frankreich von seinem Ziehvater Floris de Loches, dem zweiten Mann seiner Mutter, zur einem Ritter ausgebildet, wartet er, bis seine Zeit gekommen ist. Im Mainz 1212 zur Krönung von Friedrich II. begegnet er zum ersten Mal seinem Widersacher und Usurpator Roland von Ornemünde und dessen Tochter Sophia. Es entspannt sich eine Liebe, die nicht sein darf und doch Hoffnung sät. Doch Dietmar muss sich nicht nur auf dem heimischen Schlachtfeld beweisen, sondern auch in der Kunst eine Frau zu umwerben.

Leichte Lektüre

Jordan hat wieder ein Stück leicht zu lesende Geschichte geschaffen, die perfekt für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa mit einem Buch ist. Wie bei ihrem Vorgängerroman Das Geheimnis der Pilgerin schafft sie es, den Leser in das Mittelalter zu leiten, ohne Kopfschmerzen über komplizierte oder übermäßig komplexe historische Ereignisse hervorzurufen. Das soll allerdings nicht heißen, dass Jordans Roman historisch ungenau wäre. Im Gegenteil, er ist gut rechechiert und detailliert. Ihr gelingt es erneut, ein bisschen Lokalgeschichte mit der Weltgeschichte geschickt zu verbinden. Dies allerdings mit einem leicht verklärten Blick. Wie unter einem Schleiher, so kommt es einem zumindest vor, will sie das Mittelalter stets von seiner guten Seite zeigen. Nicht dass sie kriegerische Auseinandersetzungen unpräzise darstellen würden und ihrer Brutalität beraubt, aber es schwingt eben stets dieses Gefühl der Einfachheit mit. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Die Beschreibungen eines Minnehofes gelingen ihr außerordentlich gut, sowohl in seiner Pracht, als auch in seiner Grausamkeit.

Ihre Hauptfigut Dietmar, Sohn der Pilgerin Gerlins, ist mittlerweile erwachsen und will nun endlich um sein Erbe kämpfen. Jordan hat einen fähigen, aber auch leicht hitzköpfigen, dennoch besonnenen Mann erschaffen, der weiß, was er wann will. Seine adelige Erziehung ist in jeder Zeile spürbar und das spricht für sich. Dass sich Dietmar auch noch in die Tochter seinen Erzfeindes verliebt, macht ihm umso sympathischer. Gerlin selbst tritt als die selbstbewusste Fürstin auf, zu der sie sich im ersten Band entwickelt hat und dass ist überaus erfreulich, denn nicht selten wandelt sich das Wesen einer ehemaligen Hauptfigur bei einer Fortsetzung. Gerlin ist nach wie vor eine Kämpferin, die durchaus selbstkritisch mit sich und der Welt umgeht.

Kurzweil

Auch dass Jordan viele alte Bekannte von der "Pilgerschaft" Gerlins nun als Weggefährten des jungen Dietmar zur Seite stellt, wird die Leser freuen. Allerdings die plötzliche Auferstehung des jüdischen Arztes Salomon und seine Beweggründe, sich im Verborgenen zu halten, scheinen doch sehr konstruiert. Es scheint beinahe, als könne sich Jordan nicht von dieser Figur trennen und unbedingt eine Fortsetzung dieser jüdisch-katholischen Liebe erzwingen. Doch verliert diese viel an ihrem Zauber, der im ersten Band entstanden ist. Und das ist wirklich schade. Doch dem kurzweiligen Lesespaß tut das letztlich keinen Abbruch.

Das Erbe der Pilgerin

Das Erbe der Pilgerin

Deine Meinung zu »Das Erbe der Pilgerin«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
03.02.2013 20:03:22
Diane

Dieses Buch kann ich nicht als kurzweilig bezeichnen. Es war sehr sehr langweilig und auf dem Sofa bin ich mehrfach eingeschlafen. Keine Höhepunkte, keine Spannung, eine langweilige vorhersehbare Geschichte mit belanglosen Protagonisten. Dietmar ist verbissen in eine Liebe zu seiner Cousine ohne das leben eigentlich kennengelernt zu haben. Andere sind verbissen in ihre Religion und alles wird langweilig und breit erzählt. Brauche keine Fortsetzung dieses Romans.