Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • kbv, 2012, Titel: 'Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Ein neuer Fall mit kleinen Schwächen

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Aug 2012

Kurzgefasst:

Auf der Reise zur Weltausstellung in Antwerpen lernt David Tristram, Sherlock Holmes treuer Weggefährte, den Brüsseler Juwelier Jan Peeters kennen, da die Koffer der beiden Männer im Gepäckwagen vertauscht wurden. Wenige Tage später wird die Leiche des Juweliers aus dem Wasser der Schelde gefischt, und Holmes eilt aus seinem Exil in Paris herbei, um Licht in die mysteriösen Todesumstände des Belgiers zu bringen.

Es stellt sich heraus, dass Peeters für einen in Brügge ansässigen Engländer den sagenumwobenen King-Diamanten begutachtet hat, einen lupenreinen grünen Diamanten, der angeblich großes Unglück über seine Besitzer bringt. Der kostbare Edelstein war fast dreihundert Jahren verschollen, bis er nun überraschend wieder auftauchte.
Als ein weiterer Gast der Pension, in der auch Peeters logierte, eines unnatürlichen Todes stirbt, reist Holmes nach Brügge und Brüssel, wo er die Bekanntschaft eines etwas wunderlichen belgischen Kommissars macht, der sich ebenfalls sehr für den Tod des Juweliers interessiert.

 

David Tristram möchte die Weltausstellung in Antwerpen besuchen, doch dort am Bahnhof angekommen muss er feststellen, dass sein Koffer vertauscht wurde. So macht er die zweifelhafte Bekanntschaft mit dem Juwelier Jan Peeters, dessen Leiche wenig später aus der Schelde gezogen wird. Für die Polizei ein leicht zu lösender Fall, denn offenbar ist der angetrunkene Peeters ertrunken. Tristram verständigt Sherlock Holmes in Paris, damit dieser Licht in den mysteriösen Fall bringt. Peeters Bruder, der zwischenzeitlich angereist ist, glaubt nicht an einen Unfall, denn der Tote war ein ausgezeichneter Schwimmer. Womöglich steht sein Ableben in Zusammenhang mit einem wertvollen Diamanten, den der Juwelier für seinen Auftraggeber begutachten sollte. Es handelt sich dabei um den berühmten King-Diamanten, der lange Zeit als verschollen galt und plötzlich zur Weltausstellung wieder auftauchte. Eine erste Spur führt Holmes und Tristram zu dem russischen Grafen Bulgakow, der den Diamanten meistbietend veräußern soll.

 

 

"Und wenn er in der Nähe wohnt und zu Fuß heimgeht?"

"Ausgeschlossen! Die charakteristische Anordnung der Falten in seinen Beinkleidern lässt auf täglich zwei Droschkenfahrten schließen."

 

So richtig voran kommen die Ermittlungen nicht, doch Eile ist offenbar geboten, denn nur wenige Tage später stirbt ein weiterer Mann. Er logierte in derselben Pension wie Peeters und folglich geraten die übrigen Pensionsgäste in Verdacht, aber auch die Spur in das Antwerpener Diamantenviertel scheint vielversprechend ...
Gelungene Fortsetzung.

Der Fluch des grünen Diamanten führt den legendären Ermittler in seinem vierten Fall an der Seite des Buchhändlers David Tristram nach Antwerpen sowie Brügge und Brüssel. Im Ergebnis kann man festhalten, dass auch dieser Band - mit Einschränkung - zu empfehlen ist und die Reihe konsequent fortsetzt. So gilt, was auch für die Vorgänger gilt. Die Figur von Holmes ist eng am Original, wenngleich er im vorliegenden Fall seine bemerkenswerten Fähigkeiten nur ab und an einsetzt. Tristram ist einmal mehr der getreue Trottel, der nichts mitbekommt und noch dazu Schwierigkeiten hat, die für ihn befremdlich klingenden Personennamen zu behalten. Dass man - einmal mehr - keine Chance hat, den Täter frühzeitig zu erraten, versteht sich von selbst.

Ungewohnte Schwächen

Wem dies nichts ausmacht, der kann gerne erneut zugreifen, wobei der Roman überraschender Weise an einigen Punkten handwerklich enttäuscht. Auf Seite 21 ist zu lesen, dass nach einem Streit "die nächsten beiden Tage" ohne besondere Vorkommnisse verliefen. Dann heißt es nur zwei Seiten später, dass der Streit "gestern" stattgefunden habe. Dies hätte sowohl der Autorin wie auch vor allem dem Lektorat durchaus auffallen dürfen. Zudem sind einige Schreibfehler ärgerlich. An anderer Stelle wird Tristram die Mitteilungsfreude eines Pförtners lästig, nachdem dieser nur wenige Sätze gesagt hat. Mehrfach wird erwähnt wie Sherlock mit seinen "langen Beinen" ... Keine Frage, das kann Franziska Franke deutlich besser und so hoffen wir im nächsten Fall auf eine Rückkehr zu alter Stärke. Dann gerne wieder mehr davon.

Sherlock Holmes und der Fluch des grünen Diamanten

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Letzte Kommentare:
07.11.2012 14:49:27
tassieteufel

David Tristram ist nach seinem letzten Abenteuer mit Sherlock Holmes in Paris nun endlich auf dem Weg zur Weltausstellung in Antwerpen, dort soll er sich ja um die Präsentation der Waren aus der Werkstatt seines Schwagers kümmern. Doch kaum in Antwerpen angekommen, muß er feststellen, das sein Koffer mit dem des Juweliers Jan Peeters vertauscht wurde. Um sein Gepäck zurück zu bekommen, steigt Tristram im gleichen Gasthaus ab wie der Juwelier und muß feststellen, das es sich bei dem betreffenden um einen recht cholerischen Menschen handelt. Trotzdem ist er natürlich schockiert, als der Juwelier wenige Tage später tot aus der Schelde gezogen wird und da er mehr oder weniger im Streit mit dem Toten auseinander gegangen ist, fürchtet er nun, das man ihn des Mordes verdächtigen könnte. Umgehend telegrafiert er seinem Freund Holmes und bittet ihn um Hilfe, die auch umgehend gewährt wird. Glücklicher Weise findet sich im Bruder des Ermordeten ein solventer Klient, der gut für die Nachforschungen der beiden Detektive zahlt.
Nach Italien und Frankreich spielt nun der vierte Band der Reihe in Belgien und auch diesmal ist es der Autorin gelungen, wieder ein sehr stimmiges Setting zu entwerfen. Das es diesmal um einen besonderen Diamanten geht, der angeblich mit einem Fluch belegt ist, ist ja fast schon ein klassischer Fall für Holmes.
Mehr oder weniger nahtlos schließt die Geschichte an den Vorgänger an und führt Holmes und Tristram, die sich erst kürzlich getrennt haben, erneut zusammen. Wie schon erwähnt ist es der Autorin wieder gelungen, eine sehr stimmige und dichte Atmosphäre zu schaffen, das historische Umfeld wird sehr anschaulich geschildert, so das ich als Leserin quasi eintauchen konnte in das turbulente Treiben während der Weltausstellung in Antwerpen, ebenso detailliert und anschaulich werden die historischen Kulissen von Brügge und Brüssel beschrieben. Wie in den richtigen Holmes und Watson Krimis von Arthur Conan Doyle, so wird auch hier der Fokus eher auf die Charakterisierung der Figuren gelegt, als auf rasante Dramatik. Holmes ermittelt so souverän und eigenbrötlerisch wie man ihn halt kennt, er kombiniert messerschaft, zieht Schlußfolgerungen, auf die nur er kommen kann und auch sein meisterhaftes Talent der Verkleidung kann er wieder einsetzten. David Tristram erfüllt seine Rolle als Watson ebenfalls perfekt, diesmal kassiert er sogar das ein oder andere Lob von Holmes, nur mit seinen regelmäßigen Mahlzeiten sieht es wieder mal schlecht aus. Das gerade die Hauptfiguren sehr nah an die Originalvorgabe angelehnt sind und hier nicht versucht wird, quasi das Rad neu zu erfinden, das gefällt mir an dieser Reihe so gut. Aber auch die Charaktere der Nebenfiguren sind sehr sorgfältig ausgearbeitet, so das man sie regelrecht vor sich sieht.
Der Plot ist gut durchdacht und für den Leser nur schwer durchschaubar, als Holmes dann seine Netze auswirft und den Täter in die Falle lockt, war ich doch ziemlich verblüfft über die Auflösung.
Ein paar launig witzige Szenen gibt es auch und ich mußte vor allem schmunzeln, als Holmes in einer recht denkwürdigen Szene auf einen spitzfindigen belgischen Kommissar trifft bzw. mehr mit ihm aneinandergerät. Obwohl der betreffende Kommissar nicht namentlich erwähnt wird, war mir sofort klar, wen die Autorin hier meinte, aber das soll lieber jeder Leser für sich selbst herausfinden.

FaziT: unterhaltsame und knifflige Krimilektüre, die ich jedem Holmes-Fan uneingeschränkt empfehlen kann. Ein sehr gelungen gezeichneter historischer Hintergrund bildet hier den Rahmen für einen klassischen Krimi ala Holmes und Watson.