Die Wildrose

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Piper, 2011, Titel: 'The Wild Rose', Originalausgabe

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Daniela Loisl
Zufälle über Zufälle

Buch-Rezension von Daniela Loisl Mai 2012

Kurzgefasst:

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die Herzen von Willa Alden und Seamus Finnegan schlagen für die Gipfel der Welt - und füreinander. Doch auf einer schicksalhaften Bergtour erleidet Willa einen Unfall und ist fortan für ihr Leben körperlich gezeichnet. Voller Vorwürfe wendet sie sich von Seamus ab - die Trennung bricht ihm das Herz. Jahre später kreuzen sich ihre Wege ein zweites Mal, und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt...

 

Nach Die Teerose und Die Winterrose ist dies der letzte Band der Trilogie.

London Anfang des 20. Jahrhunderts. Willa Alden und Seamus Finnegan sind das Traumpaar schlechthin. Als Willa auf einer großen Bergtour in Afrika einen schweren Unfall erleidet und dadurch ein Bein verliert, kommt es zur Trennung der beiden, obwohl sie sich innig lieben. Willa reist alleine nach Asien, um den Mount Everest zu kartographieren und Seamus kehrt zurück nach England und nimmt an Expeditionen zum Nordpol teil. Jahre später erreicht Willa ein Brief, in dem ihr mitgeteilt wird, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie beschließt, nach Hause zurückzukehren - und trifft so auch Seamus wieder. Doch dieser ist inzwischen mit Jennie verheiratet.

Flottes Tempo

Dass Donnelly erzählen kann, weiß man von den ersten beiden Bänden der Reihe. Auch in diesem Buch legt sie von Beginn an ein hohes Tempo vor und trotz der gut 750 Seiten kommen nie Längen auf. Als Schauplätze dienen neben England auch Afrika, Asien, der Nahe Osten und Paris, man reist mit den Figuren doch ziemlich weit herum. Jede Menge Ereignisse hat Donnelly in Ihre Geschichte gepackt. Vom Begräbnis über Hochzeit, Geburt, Entführung, Mord, Gefangenschaft, Verfolgung, Spionage und auch jede Menge gefährliche Situationen kommen in diesem Roman vor. Trotz der Fülle an Begebenheiten, hat es die Autorin aber geschafft, alles klar zu strukturieren, sodass nie Verwirrungen entstehen. Verschiedene Handlungsstränge zu unterschiedlichen Figuren schaffen eine klare Linie und erst zum Schluss laufen diese zu einem zusammen.

Zu viele Zufälle

Waren die Ereignisse und die Erlebnisse der Protagonisten in den ersten beiden Bänden noch gut durchdacht, hat man hier allerdings das Gefühl, dass sich Donnelly einfach nicht mehr die Arbeit machen wollte, in der Geschichte logische und stringente Verbindungen zu knüpfen. Wenn etwas nicht passt, wird es passend gemacht - mittels eines Zufalls. So passiert es schon mal, dass eine Figur stirbt, weil es sonst keine moralisch adäquate Lösung gibt, oder zwei Figuren treffen in einer Millionenstadt aufeinander, durch die ein ansonsten niemals zu entdeckendes Geheimnis offenbart wird, oder in einer immens großen Wüste wird ein Darsteller im letzten Moment vor dem Verdursten gerettet, weil ihn - ganz zufällig - ein guter Bekannter - der zufällig auch zur selben Zeit dort ist - findet. Dies sind nur wenige Beispiele von vielen und sogar der genügsamste Leser wird sich wohl die Frage stellen, ob diese so extrem konstruierten Begebenheiten wirklich notwendig waren. So temporeich und bildhaft auch alles erzählt wird, so schal ist auch der Beigeschmack ob der Fülle an unglaublichen Ereignissen, die das Lesevergnügen doch erheblich trüben.

Schablonenhafte Figuren

Einer großen Zahl an Darstellern begegnet man in diesem Band. Kenner der ersten Teile werden so einige bekannte Figuren wiederbegegnen, denn für einen Auftritt wird auch so manch am weitesten entfernt lebende Figur nach England zurückgeholt. So viele unterschiedliche Menschen aber die Bühne betreten, so enttäuschend einseitig sind aber ihre Eigenheiten; sie sind lediglich eingeteilt in Gut und Böse. Nur einer einzigen Figur wird es erlaubt, einen doch etwas undurchsichtigen Charakter zu haben und dieser offenbart sich letztendlich als so extrem, dass man viel seiner vorangegangenen Handlungen als Widerspruch empfindet.

Hat die Autorin ihrer Protagonistin Willa auch den "Makel" einer Behinderung anheim werden lassen, so dürfte sie sich aber nie Gedanken darüber gemacht haben, wie Außenstehende mit so etwas umgehen. Ist Willa (natürlich) auch schön und attraktiv, so reagierten sogar heute noch viele Männer aufgrund ihres Handicaps mit Distanz und Rückzug. Bei Willa jedoch scheint es dieses Problem überhaupt nicht zu geben, denn alle Männer denen sie begegnet verlieben sich in sie und möchten sie heiraten, ihre Behinderung wird gar nicht wahrgenommen. Nicht, dass eine Behinderung wie der Verlust eines Beines unweigerlich dazu führt, aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden, aber dass die Umwelt ausschließlich tolerant damit umgeht und kein Mann zumindest mit einer gewissen Zurückhaltung reagiert, ist alles andere als realistisch - schon gar nicht in der Zeit in der der Roman spielt.

Durch die so glatte Charakterisierung, fehlt es der ganzen Geschichte auch an Tiefe und so können auch die vielen Berühmtheiten wie z.B. Pablo Picasso, Ernest Shackleton oder auch Lawrence von Arabien, die Donnelly so scheinbar nebenbei in die Erzählung mit eingestreut oder ihnen sogar einen tragenden Part zugestanden hat, nichts retten.

So ist der letzte Teil der Rosentrilogie auch der schwächste und es werden wohl nur jene Leser damit glücklich werden, die kein Problem mit den so einseitigen Figuren haben und den Focus rein auf die Liebesgeschichte legen.

Die Wildrose

Die Wildrose

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Letzte Kommentare:
16.09.2015 10:22:41
walli007

Willa Wild

Schon in ihren Kindertagen waren Willa und Seamus unzertrennlich. Ihr Leben hätte so weitergehen sollen, Reisen, Klettertouren, Abenteuer. Bei der Besteigung des Kilimandscharo stürzt Willa ab, sie ist schwerverletzt und nachdem es Seamus geschafft hat, sie zu einem Arzt zu bringen, sieht er keine andere Chance, um ihr Leben zu retten, stimmt er der Amputation ihres Unterschenkels zu. Willas Leben ist gerettet, doch ihre Liebe ist vergangen. So trennen sich die Wege der beiden. Über die Liebe ihres Lebens kommen sie jedoch nie hinweg. Noch am Vorabend des ersten Weltkrieges treffen sie sich wieder, Seamus ist inzwischen verheiratet, und können nicht voneinander lassen.

In diesem dritten Band der Rosen-Trilogie wartet die Autorin noch einmal mit ihrem ganzen Können auf. Das Augenmerk liegt diesmal auf Willa und Seamus, doch auch die aus den vorherigen Bänden lieb gewonnenen Charaktere kommen weiterhin zu ihrem Recht. Fiona, die Teerose, und India, die Winterrose, müssen einiges erleiden, hauptsächlich bedingt durch die Kriegsgreuel, die niemanden unbeteiligt lassen. Doch immer wieder darf man Willa und Seamus bei der Durchwanderung ihres tiefen Tals begleiten. Welch schweres Schicksal steht ihnen bevor. So glücklich begann das Leben, so abrupt endete die schöne Zeit mit dem schweren Unfall. Im festen Glauben, sich gegenseitig zu zerstören, wollen sie ein ruhiges Leben mit anderen Menschen finden. Ein unmöglicher Vorsatz wie sich herausstellt.

In eine geschichtlich interessante und gleichzeitig harte Zeit hineingestellt entwickeln sich die Ereignisse mit einer Dramatik, die beim Lesen außerordentlich fesselt und einen in kürzester Zeit durch den Roman eilen lässt. Gebannt kann man kaum von der Lektüre lassen. Die Folgen des Krieges, die Leiden der Soldaten, die kaum mit ihrem Leben zurückkehren, die Leiden der Familien, die ihre Lieben verlieren oder als leere Hüllen zurückbekommen eingebettet in die sehr persönliche und mitreißende Geschichte der drei Frauen, machen dieses Buch zu einem Erlebnis, dass dem Leser die damalige Zeit nahebringt und ihn berührt.

12.09.2013 08:58:56
LettersFromJuliet

Endlich geht es weiter mit der Rosen-Trilogie von Jennifer Donnelly. Im ersten Band stand Fiona im Vordergrund, im zweiten Band India und eigentlich sollte jetzt im letzten Band Willa die Hauptperson sein. Dies hat die Autorin jedoch nicht wirklich umgesetzt. Viele altbekannte Gesichter spielen wieder einen Rolle und durch diese Nebenstränge rückt für mich Willa nicht eindeutig in den Vordergrund. Dies ist auch nicht wirklich schade, da ich sie nie so wirklich mochte.
Der Schreibstil war wie gewohnt leicht, obwohl es ein historischer Roman ist. Außerdem waren die Kapitel angenehm kurz gehalten und man kam relativ schnell durch das Buch. Trotzdem hätte man die ein oder andere Stelle streichen können, dann wäre es nicht ganz so dick geworden.
Ich fand es sehr schade, dass der letzte Teil nur als Taschenbuch erschienen ist und kann das absolut nicht nachvollziehen. Die anderen konnte man doch auch als Hardcover kaufen und gerade bei so dicken Büchern ist ein Hardcover wesentlich angenehmer. Nichts desto trotz finde ich das Cover wunderschön und es gefällt mir am besten von der Trilogie.
Und ich muss gestehen, dass mich dieses ewige hin und her zwischen Willa und Seamus irgendwann genervt hat, da es bereits im Vorgängerband begonnen hat.
Insgesamt war ich also etwas enttäuscht vom Ende der Trilogie und kann lediglich 4 Sterne vergeben. Schade, ich hatte mir mehr gewünscht.

24.06.2013 12:50:41
Morgaine

Nach der "Teerose" und der "Winterrose" war ich sehr gespannt auf den Abschluss der Rosen-Trilogie. Ich erhoffte mir ein ähnliches "Buch-Erlebnis" wie in Band 1, der "Teerose", die mir ausnehmend gut gefallen hatte. Ich muss leider sagen, dass ich bitter enttäuscht wurde. Die Geschichte wirkt sehr konstruiert, die Handlung ist nicht stringent, logisch und schlüssig, die Charaktere bleiben oberflächlich und erfahren keine Tiefe, sie handeln vorhersehbar und zuweilen unrealistisch. Auch das sprachliche Niveau kann inhaltliche Mängel nicht beheben; eher noch schafft dieses ein Buch, das nach Abschluss erleichtert wieder zur Seite gestellt wird.
Nach den hohen Erwartungen, die ich vor seinem Erscheinen in das Buch setzte, bin ich beinahe bodenlos gefallen.
"Die Teerose" kann ich absolut empfehlen, doch mit den Nachfolgebänden wird die Geschichte immer schwächer und kommt letztendlich bei einem sehr enttäuschenden Ergebnis.
Sehr laue Lesekost.

01.06.2012 19:11:24
monika62

Dies ist der dritte Roman einer Trilogie von Jennifer Donnelly. Ich habe bisher nur eben diesen 3. gelesen und fühlte mich von Anfang an sehr gut unterhalten, dass ich die beiden Vorgängerromane nicht gelesen hatte, machte gar nichts aus, denn die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Bereits bekannte Personen wurden nochmals vorgestellt bzw in Rückblenden vertraut gemacht.
Sehr gut recherchiert fand ich die Erzählstränge rund um den 1. Weltkrieg, den Aufstand der englischen Frauen und Lawrence v. Arabien.
Es passiert in den relativ kurzen Kapiteln sehr viel und anfangs hatte ich meine Probleme mit den vielen verschiedenen Namen und Schauplätzen, doch das legte sich relativ schnell.
Die Liebesgeschichte von Willa Alden und Seamus Finneagan wird eingebettet in verschiedene Tragödien, eben auch in den 1. Weltkrieg. Es kommen Spionage und Morde vor.
Ein sehr temporeiches Buch, dass ich fast nicht aus der Hand legen konnte. Trotz seiner 752 Seiten war innerhalb von knapp 4 Tagen durch und werde mich nun auf jeden Fall den ersten beiden Bänden widmen.
Jennifer Donnelly könnte eine meiner Lieblingsautorinnen werden.

31.05.2012 18:43:02
nina2401

Das letzte Buch der Rosentrilogie ist Seamie, dem jüngsten Spross der Finnegans und seiner großen Liebe Willa gewidmet. Die Beiden sind seelenverwandt, lieben einander und das Bergsteigen ... bis zu dem verhängnisvollen Unfall, bei dem Willa ein Bein verliert. Danach trennen sich ihre Wege für eine lange Zeit. Das Schicksal führt sie wieder zusammen, aber Seamie ist mittlerweile verheiratet ...
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, denn vor einigen Jahren habe ich den ersten Teil der Trilogie – Die Teerose – gelesen. Nach den ersten Seiten kam es mir vor wie gestern, es war ein bisschen wie "heimkommen". So vieles war mir vertraut und Jennifer Donnelly hat mir in kurzen Rückblenden ein wenig auf die Sprünge geholfen. So war es auch nicht schlimm, dass ich das mittlere Buch noch gar nicht gelesen habe.
Donnelly hat eine ganz besondere Art zu erzählen, Spannung zu erzeugen, mich zu fesseln und dann nicht mehr los zu lassen. Was auf den ersten Blick wie eine kitschige Liebesgeschichte anmutet, ist so viel mehr. Es ist Abenteuer, es ist Spionage, es ist Familiengeschichte und es ist eine Kriegsgeschichte. Historische Persönlichkeiten wie Lawrence von Arabien verleihen der Geschichte einen ganz besonderen Glanz. Die Liebe spielt natürlich eine große Rolle in diesem Buch, "diese furchtbare, herrliche Liebe" in all ihren Facetten.
Donnelly lässt die 20er Jahre aufleben, die Parties, die Kriegsvorbereitungen. Ich habe nicht nur Willa und Seamie begleitet, die vielen kurzen Kapitel sind unterschiedlichen Personen gewidmet. Das war zum einen sehr förderlich für den Spannungsbogen, der nie abgerissen ist und ich konnte das Geschehen aus sehr vielen Blickwinkeln betrachten.
Die politischen Hintergründe dieser Zeit wurden sehr gut beschrieben, ich habe den Kampf um das Wahlrecht der Frauen genauso gut mitverfolgt wie den Ausbruch des ersten Weltkrieges. Ich habe mit den traumatisierten Kriegsversehrten gelitten und immer wieder gehofft, dass Willa und Seamie endlich wieder zueinander finden. Diese Liebesgeschichte war für mich das Sahnehäubchen in diesem wunderbaren Buch, aber sie nimmt nur den Raum ein, der notwendig ist.
Dieses wundervolle Buch hat mich sehr gut und niveauvoll unterhalten, ich hätte immer weiter lesen können.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

Wir schauen auf einen Zeitpunkte unserer Weltgeschichte und nennen Euch passende historische Romane.

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