Licht über den Klippen

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Pendo, 2011, Titel: 'The Rose Garden', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Gegenwart trifft 18. Jahrhundert: Verliebte Frau auf Zeitreise

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Feb 2012

Kurzgefasst:

Als ihre Schwester stirbt, beschließt Eva, die Asche der jungen Frau nach Cornwall zu bringen - an jenen Ort über dem Meer, wo die Schwestern einst die Sommer ihrer Kindheit verbrachten. Das alte Herrenhaus und der prachtvolle Rosengarten scheinen unverändert. Doch dann ereignen sich merkwürdige Dinge: Der Pfad zu dem Hügel, auf dem Eva die Asche verstreut hat, teilt sich bei einem Gewitter in zwei Wege. Und kurz darauf erscheint ein Mann in einem seltsam altertümlichen Gewand in ihrem Zimmer. Immer tiefer wird Eva in eine fremde, weit zurückliegende Welt hineingezogen, und immer stärker gerät sie in den Bann des rätselhaften Unbekannten. Unwillkürlich wird sie zu einer Reisenden zwischen den Zeiten, bis sie sich irgendwann schmerzlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit entscheiden muss.

 

Eva hat es nicht leicht: Sie soll die Asche ihrer frisch verstorbenen Schwester dorthin bringen, wo die Schwester ihre wahre Heimat hat. Nach langem Nachdenken entschließt sich Eva, die Asche auf einem Hügel in Cornwall zu verstreuen. Dort waren die Schwestern oft in einem alten Herrenhaus zu Gast und verbrachten glückliche Zeiten. Eva spürt, dass es mit dem Hügel etwas Besonderes auf sich haben muss. Tatsächlich scheint sie plötzlich von optischen Täuschungen heimgesucht. Die Landschaft verändert sich vor ihren Augen. Es dauert eine Weile, bis Eva begreift, dass sie ins 18. Jahrhundert geraten ist. Sie begegnet dem charismatischen Danny und dessen Freund Fergal. Schließlich begleitet Eva die beiden auf eine gefährliche Mission.

Klassische Liebesgeschichte

Von Susanna Kearsley ist das Publikum eine Mischung aus Gegenwartsroman, Mystik und historischem Roman gewohnt. Dieses Genre bedient die Autorin auch mit Licht über den Klippen. Sie lässt die junge Frau aus der Gegenwart in die Vergangenheit reisen und dort auf Menschen treffen, die ihr viel über den gerade stattfindenden Umsturz berichten können. Eva weiß, dass sich viele Hoffnungen ihrer neuen Freunde nicht erfüllen werden. Dennoch schweigt sie, um den Verlauf der Geschichte nicht zu verändern. Soweit bleibt die Autorin also dem ungeschriebenen Gesetz der Zeitreise-Romane treu. Und sie präsentiert dem historisch interessierten Publikum einen vertieften Einblick in die Auseinandersetzungen um den englischen Thron. Leider nimmt dieser Bereich aber nur eine untergeordnete Rolle ein. Vielmehr erzählt Susanna Kearsley eine klassische Liebesgeschichte, und das nicht einmal besonders gut.

Oberflächliche Charaktere

Anders, als von der Autorin gewohnt, muss man sich in diesem Roman mit höchst oberflächlichen Charakteren begnügen. Weder Protagonistin Eva noch ihre neuen Freunde - oder jene Menschen aus dem 21. Jahrhundert, mit denen sie befreundet ist - vermögen über ein seichtes schwarz-weiß-Schema hinaus zu kommen. Im Gegenteil: im Verlauf des Romans verlieren die Figuren merklich an Klasse. Es scheint immer wieder so, als ob die Autorin recht lustlos an diesen Roman heran gegangen wäre. Die Handlungen vermögen nur teilweise zu überzeugen, die Dialoge sind bestenfalls durchschnittlich und der Liebesgeschichte fehlt das gewisse Etwas, um wenigstens ein gutes Grundgefühl bei den Lesern zu produzieren.

Die Fans der Autorin - seit ihrem Roman Mariana kann sich Susanna Kearsley über eine treue Fangemeinde freuen - dürften von diesem Roman mehr erwartet haben. Es sind aber nicht nur die Figuren, die ohne Tiefe bleiben, auch die Story selber vermag nicht ganz zu überzeugen. Es fehlt an Atmosphäre und an Einzigartigkeit. Alles Dinge, die in den meisten anderen Romanen der Autorin anzutreffen sind.

So kann Licht über den Klippen denn nur den wirklich eingefleischten Kearsley-Fans empfohlen werden, die bereit sind, über eine ganze Reihe von Schwachpunkten in diesem Roman hinweg zu sehen. Alle anderen - aber auch jene, die sich von Mariana oder Damals in Lissabon bezaubern ließen und sich diesen positiven Eindruck nicht nehmen lassen möchten - ist eher abzuraten. Wer des dennoch wagen möchte, wird mindestens eines erhalten: Einen solide geschriebenen Roman mit mehreren Liebesgeschichten, einem Hauch Mystik und einem Ausflug in die englischen Thronstreitigkeiten im 18. Jahrhundert.

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