Sherlock Holmes in Leipzig

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • kbv, 2011, Titel: 'Sherlock Holmes in Leipzig', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Der Meisterdetektiv verhindert den Ersten Weltkrieg.

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jan 2012

Kurzgefasst:

Großbritannien im Jahr 1910. Sherlock Holmes, der berühmteste Detektiv aller Zeiten lebt zurückgezogen in seinem Cottage am Ärmelkanal, frönt der Bienenzucht und verfasst seine Memoiren. Eines Tages jedoch erreicht ihn eine geheimnisvolle Depesche, und er muss noch einmal aktiv werden. Ein Auftrag der britischen Krone schickt ihn und seinen treuen Begleiter Dr. Watson mitten in das deutsche Kaiserreich. Als Schauspieler nimmt er an der Tournee der weltberühmten Londoner Royal Academy of Dramatic Art teil, um auf dem Kontinent ein Mordkomplott zu vereiteln, dem der britische Geheimdienst auf die Spur gekommen ist: Die Schauspielerin Lotte Land heißt in Wirklichkeit Charlotte von Cumberland und ist niemand anderes als die Tochter des im österreichischen Exil lebenden Königs von Hannover. Als Charlotte in Leipzig entführt wird, beginnt eine erbarmungslose Verfolgungsjagd. Holmes muss beweisen, dass er längst nicht zum alten Eisen gehört. Der Auftrag, den er von King George V. persönlich erhalten hat, lässt sich in wenige Worten fassen: Sherlock Holmes soll den Ausbruch des I. Weltkriegs verhindern!

 

Sherlock Holmes, inzwischen 56 Jahre alt, lebt zurückgezogen in dem beschaulichen Örtchen Fulworth in der Nähe des Ärmelkanals, wo er sich zunehmend der Bienenzucht widmet. Die Lichter in der Baker Street gingen schon vor sieben Jahren aus, und so hat sich auch der Kontakt zu seinem alten Gefährten Dr. Watson ein wenig verflüchtigt. So ist dieser überglücklich, als er von Holmes eine Anfrage erhält, ihn auf einer Reise auf das Festland zu begleiten. Holmes soll bei einem Theaterstück der Royal Academy of Dramatic Art bei einigen Auftritten in Deutschland eine kleine Rolle übernehmen. Alles also nur ein kleiner Urlaubstrip, wäre da nicht der Hinweis, Watson möge doch bitte seinen Revolver mitnehmen.

Tatsächlich wurde die kleine Theaterrolle durch Holmes Bruder Mycroft vermittelt, der für das britische Außenministerium arbeitet. Dort verdichten sich die Hinweise, dass die zu der Theatergruppe gehörende Schauspielerin Lotte Land, die in Wahrheit Charlotte von Cumberland heißt und die Tochter des im Exil lebenden Königs von Hannover ist, ermordet werden soll. Erzkonservative deutsche Kreise erhoffen sich dadurch kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Ziel, über eine anschließende Neuverteilung der fernen Kolonien verbilligt an Rohstoffe zu kommen. Denn bei einem erfolgreichen Attentat droht vermutlich Krieg...

Gelungene Adaption

Zumeist "Aus den Aufzeichnungen von Dr. Watson" erzählt Wolfgang Schüler eine durchweg gelungene Adaption der Sherlock-Holmes-Geschichten, die im Jahr 1910 spielt und auf der Originalserie aufbaut. Anders als bei den Sherlock-Holmes-Romanen von Franziska Franke (ebenfalls im KBV-Verlag erschienen), wo dem Detektiv der englische Buchhändler David Tristram zur Seite steht, ist hier sein treuer Gefährte Dr. Watson erneut zur Stelle. Dabei haben sich der inzwischen 58-jährige Watson und der nur zwei Jahre jüngere Holmes eigentlich schon mit dem Ruhestand abgefunden. Für Holmes-Fans gibt es ein "passives Wiedersehen" mit Sherlocks Bruder Mycroft, der schon bei Sir Arthur Conan Doyle stellvertretend für die Familie von Sherlock Holmes stand.

Nicht wenige der Kapitel beginnen mit einem historischen "Ausflug", so dass man zeitweise meint, mehr zu einem Geschichtsbuch denn zu einem Roman gegriffen zu haben. Einerseits sind die historischen Ereignisse und Fakten natürlich sehr interessant, andererseits behindern sie den Fortgang der Handlung und stören damit ein wenig die Dramaturgie. Wie so oft Geschmackssache. Die Handlung selbst ist - bei rund 200 Seiten kein Wunder - recht überschaubar und so kann, anders als bei den "klassischen" Romanen und Geschichten von Sir Doyle, hier der berühmte Meisterdetektiv nicht wie gewohnt völlig überraschend den Täter "aus dem Hut" zaubern. Der Spannungsbogen ist (wohlwollend formuliert) überschaubar, was der Lektüre aber keinen nennenswerten Abbruch tut. Für Fans des genialen Ermittlers ist Sherlock Holmes in Leipzig eine hervorragende Adaption, die man nahezu uneingeschränkt empfehlen kann. Allein der "Abspann" hätte so nicht sein müssen.

Sherlock Holmes in Leipzig

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