Eine Frage der Zeit

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2007, Titel: 'Eine Frage der Zeit', Originalausgabe

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Drei norddeutsche Werftarbeiter werden 1913 von Kaiser Wilhelm II. beauftragt, ein Dampfschiff in seine Einzelteile zu zerlegen und am Tanganikasee südlich des Kilimandscharo wieder zusammenzusetzen. Der Monarch will damit seine imperialen Ansprüche unterstreichen. Die drei Männer fahren nach Deutsch-Ostafrika mit der Aussicht auf guten Verdienst, lassen sich bezaubern von der exotischen Kulisse und der schönen Gouverneurin, geraten aber rasch in das gewalttätige Räderwerk des Kolonialismus, aus dem es kein Entrinnen gibt.

Zur gleichen Zeit beauftragt Winston Churchill den exzentrischen, aber liebenswerten Oberleutnant Spicer Simson, zwei Kanonenboote über Land durch halb Afrika an den Tanganikasee zu schleppen. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, liegen sich Deutsche und Briten an seinen Ufern gegenüber. Keiner will, aber jeder muss Krieg führen vor der pittoresken Kulisse des tropischen Sees. Alle sind sie Gefangene der Zeit, in der sie leben, und jeder hat seine eigene Art, damit fertig zu werden.

 

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Letzte Kommentare:
03.01.2017 15:10:24
Marcel Seeland

Ein Kommentar zunächst zu Peter Willers:

Also:
Sämtliche Angaben, die Capus macht, sind im Marine-Archiv der britischen Royal Navy nachzulesen. Capus war bei uns in der 2. Gymnasialklasse zu Besuch (Geschichtsunterricht): Jeder Satz, abgesehen von den Charakterisierungen, hat so stattgefunden, wie es Capus, der Historiker ist, schildert. Also: Hermann Göring war sehr wohl bei der Luftwaffe, der dritten Luftstaffel um genau zu sein, (der sogenannte "Rote Baron", Manfred von Richthofen, diente übrigens in der 1. Luftstaffel und Göring schmückte sich in der NS-Propaganda mit der angeblichen "Fliegerfreundschaft" zum Roten Baron.
Und: Selbstverständlich ist die Militärgeschichte des Ersten Weltkrieges übervoll von Beförderungen quer durch alle Ränge hinweg. Majore werden zu Colonels bei den Briten oder zu Obersten bei den Deutschen befördert. Courant normal. Soviel mal dazu.

Jetzt zum Buch: Die obig erwähnten Details lassen es erahnen: Dieses Werk ist mit unglaublicher Akribie und enormem Recherche-Aufwand verfasst worden. Es ist ohne Zweifel das bestrecherchierte Buch, das Capus geschrieben hat. Jede Hauptperson ist in höchstem Masse nuanciert aufgebaut: So etwa die Nebenrolle des Tropenarztes Hother McCormick Hanschell: Allein über ihn liessen sich Bücher füllen.


Für jede Historikerin und jeden Historiker ist dieses Buch ein Hochgenuss. So nahbar, subtil und vor allem: So witzig! Allenthalben schimmert nicht nur unerhörtes Sprachkönnen und feinster Humor und Ironie durch, sondern auch eine sehr prägnante, ungeschönte Menschenkenntnis. Ohne Zweifel: Einer der besten historischen Romane der letzten 10 Jahre.

17.02.2015 11:09:29
Nick

Erstaunlich, was Capus aus dieser Geschichte gemacht hat. Das Buch kann vieles sein: Kritische Betrachtung deutsch-kaiserlichen Größenwahns, eine Entlarvung der deutschen Kolonialgeschichte, interessante historische Ostafrikareise, Abenteuerbuch und etliches mehr.

Was es aber bestimmt ist, das ist eine genial formulierte Geschichte über eine handvoll "stinknormaler" Deutscher im Zeitalter des Kaiserreichs, die sich plötzlich als Teil eines Krieges wiederfinden, den sie nicht verstehen.

Dabei wertet der Autor an keiner Stelle. Er erzählt lediglich eine hochinteressante, spannende Geschichte. Alles andere überlässt er, wohltuenderweise, dem Leser.

Ein tolles Buch!

07.10.2013 03:22:23
Peter willers

Capus hat keine Ahnung vom Militär. Anred nur mit Dienstgrad ist britisch nicht deutsch. herman Göring war nicht bei der Luftwaffe (gab es noch nicht)sondern trat nach Offz Prüfung 1913 im Infanterie Rgt 112 ein. Bei den Briten wurde sicher niemand vom Oberleutnant zum Commander (Fregattenkapitán) befördert. Zimmer war Korvetten Kpt. befehl zur versenkung kam von Gen v. Lettow-V.
Von der Tierwelt Afrikas ebenfalls keine Ahnung. Geier die lebende Menschen angreifen gibt es nicht, hab eich in 11 Jahren Afrika nie gesehen oder gehórt. So stellt sich klein fritzchen Afrika vor

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

Wir schauen auf einen Zeitpunkte unserer Weltgeschichte und nennen Euch passende historische Romane.

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