Catalina

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • C. Bertelsmann, 2000, Titel: 'Catalina, la fugitiva de San Benito', Originalausgabe

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Bettina Weiß
Ein opulentes Bild Spaniens

Buch-Rezension von Bettina Weiß Sep 2011

Kurzgefasst:

Spanien im 17. Jahrhundert, zu Zeiten der Inquisition. Das Mädchen Catalina muss als Junge verkleidet aus einem Kloster fliehen. Sie wird von Straßendieben ausgeraubt, aber von Don Benito de Cárdenas auf seinen Landsitz mitgenommen, wo sie sich in dessen Sohn Diego verliebt, dem sie dann auf abenteuerlichen Wegen nach Madrid folgt.

 

Spanien im 17. Jahrhundert, das goldene Zeitalter. In einer alteingesessenen herrschaftlichen Familie wird das vierte Kind geboren, das vierte Mädchen. Der Fortbestand des Adelsgeschlechtes ist in Gefahr. So wird das Mädchen, Catalina, in einem Kloster untergebracht und ein Findelkind des Klosters als Sohn des adligen Herren aufgenommen. Das temperamentvolle und eigensinnige Mädchen stößt bald an die Grenzen der engen Klosterregeln und kann die Widersprüchlichkeit der harten Strafen und die Heuchelei innerhalb der Klostermauern nur schwer ertragen. Sie fühlt sich wie in einem Gefängnis. Nach dem nebulösen Tod der Äbtissin werden die Zustände im Kloster für Catalina unerträglich und sie sieht nur einen Ausweg: Die Flucht in die Welt hinaus.

Aus dem Kloster ins Leben

Für eine junge Frau ein riskantes Unternehmen, also verkleidet sie sich als Junge und zieht in die Freiheit. Der Landedelmann Don Benito nimmt den "Jungen" Alonso in seinem Haus auf und bietet ihm eine Heimat. Dort verliebt sich Catalina in den Sohn des Hauses, Diego. In der Rolle des Alonso wird sie seine Vertraute und verbringt eine angenehme Zeit auf dem Landsitz. Eine bewegende Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang.

Als Diego an den königlichen Hof gerufen wird, muß Catalina zurückbleiben. Auf abenteuerlichen Wegen folgt sie ihm nach Madrid und es beginnt ein riskantes Doppelleben zwischen Catalina und Alonso. Sie taucht ein in die Welt der Theater und Bordelle, getrieben von dem Wunsch, dem geliebten Diego nahe zu sein. Inzwischen ist Catalina ins Visier der Inquisition geraten und ihr Leben gerät erneut ins ernsthafte Gefahr, weiß sie doch um die ungeheuerlichen Vorgänge im Kloster San Benito.

Viele Handlungsstränge und kurze Kapitel

Der Roman zeichnet ein farbenfrohes und opulentes Bild des goldenen Zeitalter Spaniens. Die Handlung ist vielschichtig und von vielen handelnden Personen geprägt. Hier ist das Personenregister am Ende des Romans eine willkommene Hilfe. Es werden viele, fast zu viele Handlungsstränge aufgeworfen, zusammengeführt, wieder getrennt und nicht alle werden zu Ende gebracht. An manchen Stellen sind die vielen Personen verwirrend und der Roman fordert eine hohe Konzentration des Lesers. Die Handlung springt häufig von einem Handlungsstrang zum anderen und die kurzen Kapitel machen das Verfolgen des Geschehens nicht einfacher. So entsteht viel Bewegung in dem Roman. Auf der anderen Seite finden sich detailreiche und ausführliche Beschreibungen der Umgebungen, welche den Hanglungsfluss bremsen und so Phasen der Ruhe schaffen. Die bildhafte Sprache des Autors wirkt sich hierbei sehr reizvoll aus.

Die Inquisition hält die Menschen in Atem

Das Romangeschehen ist geprägt von Kirche und Religion, der lange Arm der Inquisition greift in alle Lebensbereiche ein und prägt die Menschen. Der stille klösterliche Alltag der Nonnen ist ebenso Gegenstand der Handlung wie auch die Intrigen, die zur Herrschaft hinter den Klostermauern gesponnen werden. Die Inquisitoren sind vom Streben nach Macht und Heuchelei geleitet. Die Wahrheit und der Glaube bleiben dabei zuweilen auf der Strecke. Der Autor verwendet viel Raum, um die Widersprüchlichkeit aufzuzeigen.

Die Charaktere der Protagonisten sind hingegen eher flach gezeichnet. Die Bösewichte zeigen keine angenehmen Facetten ihres Charakters und die sympathischen Personen haben keine unangenehmen Züge, daher bleiben sie blass und wirken holzschnittartig. Auch die Hauptperson Catalina ist eine allzeit sympathische Figur. Wenn sie Frau ist, begehren die Männer vom Priester bis zum Edelmann sie und als Mann erntet sie ungeteilte Bewunderung für ihr Können. Dabei gehen menschlichen Unzulänglichkeiten verloren und das Mitempfinden mit ihr wird erschwert.

Insgesamt trotz einiger Schwächen nach zähem Beginn ein interessanter Roman, der vom Leser einen langen Atem fordert, ihn dann aber mit einer spannenden und bewegenden Geschichte belohnt.

Catalina

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