Sturm über Beauregard Abbey

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Wunderlich, 2011, Titel: 'Stone and Shadows', Originalausgabe

Couch-Wertung:

65

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Rita Dell'Agnese
Ein düsteres Geheimnis überdauert Jahrhunderte

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Sep 2011

Kurzgefasst:

Teufelsbeschwörung, grausame Riten, Mord und Unzucht - mit ihren Forschungen im Internat Beauregard Abbey scheint die Wissenschaftlerin Zuleika Rathbone dem Bösen selbst auf der Spur zu sein. Reicht die Magie eines geheimnisvollen alten Buches tatsächlich bis in die Gegenwart? Kann das Spiel einer Geige wirklich unschuldige Schüler in den Tod treiben? Unter Einsatz ihres Lebens gelingt es Zuleika, das Böse aus Beauregard Abbey zu bannen. Vorerst...

 

Ein Buch über schwarze Magie? Zuleika Rathbone interessiert sich für den Grimoire, der in den Säulen von Beauregard Abbey gefunden wurde, aus rein beruflichen Gründen. Die junge Wissenschaftlerin glaubt nicht an Hexerei und Gespenster. Doch je näher sie sich mit dem geheimnisvollen Buch aus dem 16. Jahrhundert befasst, desto unheimlicher wird ihr das Geschehen in der alten Abbey, die inzwischen eine Internatsschule beherbergt. Die Ereignisse aus den früheren Jahrzehnten legen sich wie ein dunkler Schleier über die Schule und die darin lebenden Menschen.

Nur wenig historische Passagen

Es muss gleich voraus geschickt werden: Bei Sturm über Beauregard Abbey handelt es sich nicht um einen historischen Roman im klassischen Sinn. Dafür sind die historischen Passagen zu dünn gesät. Primär geht es um ein aus der Vergangenheit überliefertes, düsteres Geheimnis, das sich langsam über der ganzen Schule ausbreitet und dafür sorgt, dass sich die Menschen mit Gehässigkeit und Missgunst begegnen. Heraufbeschworen wurde das Geheimnis einst von Mönchen, die in der Abbey lebten, die aber im Jahr 1538 von Rittern des Königs Heinrich VIII hingerichtet wurden. Die amerikanische Wissenschaftlerin Zuleika Rathbone bringt durch ihre Arbeit an einem Goetischen Institut die Voraussetzung mit, die Sache aufzuklären. Die im 21. Jahrhundert lebende Wissenschaftlerin ist es denn auch, die durchweg im Zentrum des Buches steht.

Trotz allem erfährt der Leser nicht nur einiges über die Hexen- und Zauberkunst des Mittelalters, er wird auch mit Interpretationen des Sommernachtstraums von Shakespeare konfrontiert und erfährt einige wenige Details über die Baukunst der früheren Jahrhunderte.

Gruselige Geschichte

Je mehr sich der Leser auf die Geschichte einlässt, desto gruseliger wird das Ganze. In der Abbey gehen nicht nur seltsame Dinge vor, es kommt auch zu gespenstischen Erscheinungen. Hier gibt es einige Passagen, die nichts für sensible Gemüter sind. Zumindest sollten sie nicht vor dem Besuch von aus früheren Jahrhunderten stammenden Bauten gelesen werden. Denn Elizabeth Edmondson versteht ihr Fach. Sie vermag mit ihrem Roman die Phantasie der Lesenden anzufachen und schafft es mühelos, die von ihr heraufbeschworene düstere Atmosphäre auch in die Umgebung der Lesenden einfließen zu lassen. Die Erzählkraft der Autorin lässt auch die Enttäuschung darüber, dass die historischen Passagen allzu bescheiden ausgefallen sind, in den Hintergrund treten.

Auf zwei Zeitebenen

Wer sich einen wahrhaft historischen Roman gönnen möchte, tut gut daran, dieses Buch im Regal stehen zu lassen. Die auf zwei Zeitebenen angesiedelte Geschichte kann zu wenig mit historischem Hintergrund aufwarten. Wer aber an Zeitebenen-Geschichten Gefallen findet, darf hier trotz allem bedenkenlos zugreifen. Serviert wird solide Unterhaltung mit einigen Spannungsmomenten, viel Atmosphäre und auch dem gewissen Etwas, das gutgeschriebenen Büchern über das Internatsleben eigen ist. Eine durchaus anregende Mischung.

Sturm über Beauregard Abbey

Sturm über Beauregard Abbey

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Letzte Kommentare:
13.02.2012 02:35:15
Sagota

Obgleich die Autorin es recht gut versteht, einen recht mysteriösen Spannungsbogen aufzubauen, der allerdings oftmals etwas gestelzt und aufgesetzt auf mich wirkte, fehlte es dem Roman irgendwie an Schärfe und Deutlichkeit: Die Charaktere sind immer nur streiflichtartig beleuchtet und nicht gut herausgearbeitet oder schlüssig dargestellt. Die Handlung "plätschert" so dahin und ich kann das Buch nicht wirklich empfehlen, las es dennoch zu Ende - trotz einiger Zweifel, die sich nicht zerstreuen ließen; zeitweise erinnert es an den berühmten HP, vielleicht wg. der Parallelen, dass auch diese Geschichte in einem Internat spielt und einige Schüler die Hauptprotagonisten neben Dr. Rathbone, der amerikanischen Wissenschaftlerin, die beauftragt wurde, die Geschichte der alten Abtei im Auftrag des Besitzers zu erforschen: Vom Auffinden der Geige, die eine wichtige Rolle spielt, wie auch anderer Relikte - ich kann mich dem Eindruck der Oberflächlichkeit nicht erwehren, es fehlte stets etwas "Genaueres". Wenn es in der Handlung Fakten gab, waren diese auch für mich zu unzureichend beleuchtet, um für den Leser glaubhaft zu sein. Immerhin weiß ich jetzt, was ein "Grimoire" ist - und hätte auch hierüber gerne mehr erfahren. In der Bibliothek steht das Buch unter der Rubrik "Mystery" und gehört eher in die Phantastik-Couch als in die Histo-Couch, finde ich. Von mir gibt es 67 Punkte diesmal.....