Die Farben des Himmels

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Wunderlich, 2007, Titel: 'The Art of Love', Originalausgabe

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67

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Almut Oetjen
Wer ich nicht bin, wenn ich jemand anders bin

Buch-Rezension von Almut Oetjen Sep 2011

Kurzgefasst:

England in den 30er Jahren. Kurz vor der Hochzeit mit einem erfolgreichen Arzt macht die junge Malerin Polly Smith eine schockierende Entdeckung: Sie ist unehelich geboren, ihre Mutter ist eigentlich ihre Tante. Um Abstand zu gewinnen, folgt sie der Einladung eines Freundes an die Cote d'Azur. Dort trifft sie auf eine bunte Gesellschaft: Maler, Schauspieler, Intellektuelle. Unter dem strahlend blauen südfranzösischen Himmel gerät sie in den Strudel von Geheimnissen, Affären und Skandalen. Erst spät erkennt sie, was wirklich für sie zählt: die Malerei. Doch welche Rolle spielt der geheimnisvolle Max?

 

London in den 1930er Jahren. Die 25jährige Malerin Polly Smith ist eine Künstlerin, die sich einen Namen machen will. Für ihre anstehende Hochzeitsreise mit dem Arzt Roger Harrington braucht sie eine Geburtsurkunde und einen Pass. Dabei stellt sich heraus, dass Polly gar nicht Smith heißt, keine Britin ist und auch noch unehelich von ihrer Tante in die Welt gebracht wurde. Roger hadert mit sich selbst. Zwar kann Polly problemlos die Mutter seiner Kinder und die Verantwortliche am heimischen Herd werden. Aber der Standesdünkel drückt doch ein wenig: kann er sie auch heiraten? Polly wird von Freund Oliver Fraddon in dessen Vaters Villa nach Frankreich eingeladen. Dass missfällt zwar Roger, bietet ihr aber Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob sie für ihn wie gefordert das Leben als Künstlerin aufgeben will, um fortan in seiner Umlaufbahn zu kreisen.

Wenn ein Mann eine Frau so liebt, dass sie für ihn sein darf, was sie nicht sein will

Die Farben des Himmels umreißt mit dem ersten Satz das Thema:

 

Aber wenn ich nicht Polly Smith bin, wer bin ich dann?

Polly versucht ihre Identität zu bestimmen. Ihr tatsächlicher Name, Polyhymnia Tomkins, gibt ihr zwar eine erste Orientierung, ist aber nicht die Größe, die ihre Identität bestimmt, die sich natürlich als komplexer erweist, als es ein Name erfassen könnte. Und wenn die Identität bestimmt werden soll, so lernen Polly und die Leserinnen, denn um diese dürfte es sich überwiegend handeln, dann geht es auch darum, wie wir zu denen wurden, die wir sind, welchen Entwicklungsgang wir nehmen können, wenn wir einen anderen Namen haben, eine andere Erziehung oder allgemein andere Lebensumstände erfahren, wie eine bevorstehende Ehe, die wichtige Weichen stellen soll.

Elizabeth Edmondson erledigt diese Aufgabe zur Zufriedenheit ihrer Heldin ohne allzu große Überraschungen. Polly und ihre Mitfiguren wurden im Anriss entwickelt und verfügen gerade über so viel Tiefe, dass ihnen eine leidlich interessante Charakterisierung, sowie im Falle Pollys: Identität, zugeschrieben werden kann. Edmondson hat mit Die Farben des Himmels eine Mystery-Geschichte geschrieben, in der es auch darum geht, Familiengeheimnisse und die Funktionsweise zwischenmenschlicher Beziehungen in Großbritannien und Frankreich aufzudecken. Polly, Max Lytton und seine Schwester Cynthia geben dabei die Perspektiven vor. Zum Schluss begibt sich der Roman auf die Bretter des Laientheaters: fast jeder hat ein Geheimnis, beinahe überall wird etwas aufgedeckt, kaum jemand erweist sich als die Person, für die man ihn oder sie gehalten hat.

Vorhersehbar

Die Farben des Himmels nimmt nur langsam Fahrt auf, ist sehr vorhersehbar und zufallsgesteuert, bietet als einer der weniger gelungenen Romane Edmondsons in seinem Anspruchssegment jedoch gute Unterhaltung und Kritik an gesellschaftlichen Konventionen. Und: kann ein Roman wirklich schlecht sein, in dem eine Figur in Zeiten des "Du darfst" und der gesteigerten Selbstgratifikation den Namen Walter Malreward trägt?

Die Farben des Himmels

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