Der Sonnenfürst

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Piper, 2011, Titel: 'Der Sonnenfürst', Originalausgabe

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Carsten Jaehner
Vortrefflicher Einblick ins Rheinländische Rokoko

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Aug 2011

Kurzgefasst:

Brühl, vor dem Kölntor, 1733: Verängstigt kauert Margaretha im Gebüsch. Vor ihren Augen wurde gerade ein adliger Kavalier heimtückisch ermordet, und die Gänsemagd ahnt, dass sie besser nichts gesehen hätte. Zumal der Tote der Favorit des Kurfürsten Clemens August war, den fortan tiefe Trauer und Rachegedanken plagen. Doch wer agiert so infam gegen ihn und seine Vertrauten? Als die Augenzeugin eine Anstellung am Bonner Hof findet, gerät sie in ein Netz aus Eitelkeiten, Raffgier und Intrigen, denen auch der Kurfürst hilflos ausgeliefert scheint. Will er seine Stellung und sein Reich schützen, muss er rasch gegen die verdeckten Widersacher vorgehen. Doch die Feinde im Rheinland wie auch in Bayern haben längst einen perfi den Plan ausgeheckt, um die Magd zum Schweigen zu bringen und den Sonnenfürsten zu stürzen.

 

Brühl im Jahr 1733: Fürstbischof und Kurfürst Clemens August erleidet einen schrecklichen Verlust: Sein Favorit Johann Baptist Freiherr von Roll wird bei einem Duell wegen einer Nichtigkeit vom Obriststallmeister Friedrich Christian von Beverförde erstochen. Beobachtet wird dies zufällig von der Magd Margaretha, die sich nicht unbeliebt machen will und der wegen ihres Standes sowieso niemand Glauben schenken würde. Der Kurfürst ist verzweifelt und fällt in eine Mischung aus Trauer und Rachegedanken.

Zur Erholung spielt Clemens August gern seine Gambe und verliebt sich dabei in die junge Harfenistin Mechthild Brion. Doch zunächst muss er zu seinem Bruder, dem Kurfürsten Karl Albrecht von Bayern, von wo aus sich scheinbar weitere Intrigen gegen ihn entwickeln. Nach seiner Rückkehr spitzen sich die Ereignisse zu, schließlich soll die Magd zum Schweigen gebracht werden . Zur Seite stehen ihm dabei sein Diener Molitor und der kluge Hofzwerg Albert le Grand, seine einzigen bedingungslosen Vertrauten. Ein Spiel gegen die Zeit beginnt, um den "Sonnenfürsten" von seiner Position zu stürzen.

Spannender Einblick in Dekadenz und Intrigen

Tilman Röhrigs Roman Der Sonnenfürst entführt die Leser in eine ereignisreiche Zeit. Clemens August ist Fürstbischof von Köln, Münster und Paderborn mit Sitz in Brühl, von wo aus er regiert. Speichellecker und Intriganten bevölkern seinen Hofstaat, und jeder versucht, sich so gut wie möglich bei Hofe zu positionieren. Dabei ist Damen wie Herren jedes Mittel recht, sich gegenüber dem Kurfürsten ins möglichst beste Licht zu rücken. Hofschranzen und Bittsteller geben sich die Klinke in die Hand, doch der Kurfürst geht recht verschwenderisch mit seinen Mitteln um, hält Feste ab und baut gern Schlösser. Zudem droht aus Bayern Ungemach, was er allerdings erst spät bemerkt.

Vor dieser barocken Kulisse spielt Röhrigs Roman, und er versteht es vortrefflich, den Leser in diese Zeit zu entführen. Er malt stimmungsvolle Bilder und lässt die kurfürstliche Zeit mit ihrem Glanz und ihrer Pracht auferstehen. Er beweist feinen Beobachtungssinn und kennt sich auch in den komplizierten Hierarchien bei Hofe aus, ohne dass dem Leser dabei schwindelig wird. Der Autor ist jederzeit Herr der Lage und ist auch für die eine oder andere Überraschung in der Handlung gut. Zudem beweist er immer wieder Humor, und so schwebt man während der Lektüre immer auf einer angenehmen Wolke, von der man sich gerne durch den Roman tragen lässt.

Treffliche Figurenzeichnung

Auch seine Figuren sind trefflich gezeichnet. Der obligatorische Hofzwerg ist immer im Bilde und zieht die Fäden am Hof, wird auch vom Personal anerkannt. Er scheint als einziger den Durchblick über alle Machenschaften zu haben und laviert seinen Herrn durch die schwierige Zeit. Mit seinem Überblick ist er dem Kurfürsten eine unersetzliche Stütze, was auch des Kurfürstens Feinde wissen, und so schwebt auch er in Gefahr.

Der Kurfürst selber ist ein wenig weinerlich und nicht immer Herr der Lage, zu sehr ist er in seinen Gedanken an seinen ermordeten Favoriten verhaftet. Doch ergibt er sich seinem Schicksal und nimmt es letztlich auch selbst in die Hand. Mit einer gewissen Dekadenz zeichnet ihn Röhrig, aber immer sympathisch und durchaus mit Humor und Stil.

Die weiteren Personen passen sich gut in den Handlungsverlauf ein, manchmal mit wenigen Worten, gelegentlich ausschweifender, aber nie übertrieben oder langweilig. Sowohl im Rheinland als auch bei seinem Ausflug nach Bayern, wo sein Bruder ihm auch einen schönen Geburtstag bereitet, wird die Stimmung hervorragend eingefangen, und als Leser wünscht man sich, des öfteren Romane aus dieser Zeit zu lesen und nicht immer im vorherrschenden Mittelalter-Allerlei zu verhaften.

Grosse Formulierungskunst

Röhrig formuliert köstlich und mit einem Hauch Dekadenz, und es ist eine Freude, den Personen beim schwadronieren zuzuhören, wie man sich gegenseitig Honig um den Bart schmiert und Dinge ausspricht, ohne sie wirklich zu sagen. Er nimmt sich die Zeit für kleinere und größere Dialoge, die zwar nicht immer die Handlung vorantreiben, dafür aber die netten Farbtupfer in sein Bild einbringen, die letztlich den Unterschied zwischen hervorragenden Romanen und "nur" guten ausmachen. Detailverliebtheit muss nichts negatives sein.

Einziges Extra des Romans ist ein Porträt des Kurfürsten im Einband. Das ist schade, man hätte sich einen Anhang gewünscht, in dem die tatsächlichen Ereignisse wie der Mord, also die Ausgangssituation, von den fiktiven Ereignissen unterschiedet wird und noch einige Sätze die historischen Ereignisse vertieft hätten. Auch ein Personenverzeichnis wäre gern gesehen gewesen, zumal man bei manchen langen ausladenden Namen schon einmal durcheinander kommen kann. Das Fehlen jeglicher Anhänge und Erklärungen mindert ab keinesfalls die Lektüre des durchweg gelungenen, vortrefflichen Romans, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Zum weiteren Studium kann auch ein Besuch seiner Schlösser bei Brühl empfohlen werden.

Der Sonnenfürst

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Letzte Kommentare:
26.03.2013 17:43:16
toma

Mich hat "der Sonnenfürst" wirklich fasziniert und berührt und ich schliesse mich dem positiven "Urteil" der HistoCouch und meiner Vorredner gern an.
Ich möchte aber erwähnen, dass das Buch sehr wohl ein 5.seitiges Personenverzeichnis enthält, das die einzelnen Akteure sogar recht ausführlich vorstellt. Es befindet sich unmittelbar vor dem genannten Portrait des Fürsten am Ende des Buches

20.09.2011 21:33:26
C. Klinger

Ein Roman, den man so schnell nicht weglegt:
Der Sonnenfürst von Tilman Roehrig
Das Werk des Autors Tilman Roehrig steht für gut recherchierte, brilliant geschriebene, überaus spannende, historische Romane, diesmal ist ihm ein besonderer Roman gelungen.
Diese Story konnte sich Tilman Roehrig offensichtlich nicht entgehen lassen.
Ein typischer Wittelsbacher, der Favorit wird ermordet, der Kurfürst gerät in die Fänge der europäischen Großmächte, Frankreich und Habsburg und das aufstrebende Preußen funkt auch noch dazwischen.
Röhrig lässt nichts aus: spannende Duelle, Erzbischöfe, die Vater werden, Wettessen mit dem Preußenkönig, die Erfindung des Weissbiers, Ehekrach bei den Wittelsbachern: Endlich ist einmal ein Roman, der nicht im Mittelalter spielt, auf dem Markt und verspricht ein Bestseller zu werden.
Witz, Gefühl, Spannung, Rokokoambiente, glaubwürdige Figuren und über allem eine mit großer Leichtigkeit vorgetragene Ironie: Diesen Roman muss man lesen.

12.09.2011 09:05:35
Michaela Silbernagel

"Der Sonnenfürst" - Sommerlicht am Literaturhimmel
Der Kölner Autor Tilman Röhrig bringt uns mit seinem brillianten neuen historischen Roman über den Kurfürsten Clemens August die Zeit des Rokoko als farbenprächtiges , äußerst vielschichtiges und facettenreiches Szenario nahe. Dieser Facettenreichtun ist es, der das Buch so spannend macht, dass die Leserin/ der Leser von der ersten Seite an gebannt wird und das Buch nicht aus der Hand legen möchte.
Gleich zu Beginn wird bei einem Duell der Intimfreund von Clemens August ermordet, ein Schicksal, das für das gesamte Leben des Kurfürsten einschneidend ist. Bereits hier erkennt die Leserin/ der Leser den Beginn des Intrigennetzes, das sich durch den gesamten Roman spinnt und den Protagonisten und seine Vertrauten enorm belastet. Dies ist die e i n e Facette, der sich Tilman Röhrig ausführlich widmet und die er äußerst sorgfältig, genau und umfassend recherchiert hat.
Eine andere Facette ist die farbenfrohe Beschreibung des Lebens in der schillernden Rokoko-Zeit mit Puder, Reifröcken, Boudoirs, illustren Festen und vor allem mit Musik, der Clemens August sehr verbunden ist.
Über die Liebe zur Musik lernt er die Harfenspielerin Mechthild von Brion kennen und lieben. Es entsteht eine Symbiose, die von Vorsicht und Zartheit geprägt ist. Mechthild von Brion ist die Frau, die ihm das gibt, wonach er sich ein Leben lang gesehnt hat, Wärme und Geborgenheit. Es fällt schwer, sich am Ende des Buches von beiden zu verabschieden, weil man sie als Paar so sehr lieb gewonnen hat. Doch es ist tröstlich, sie in der gegenseitigen Obhut zu wissen. Und über allem wacht eine ganz wichtige Figur des Buches, der Hofzwerg Albert le Grand, der durch seine große Fürsorge und Umsicht dem Kurfürsten gegenüber der Leserin/ dem Leser sofort ans Herz gewachsen ist.
Aus der Kunst, diese Facetten zu einem Ganzen zu verweben, ist ein Meisterwerk entstanden, das Tilman Röhrig uns im Sommer dieses Jahres, unmittelbar nach dem Geburtstag von Clemens August, schenkt.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein begeisterndes und nachhaltiges Leseerlebnis und dem Roman den größtmöglichen Erfolg.

22.08.2011 16:39:04
Margot Klein

Ein literarisches Glanzstück

„Der Sonnenfürst“ – ein außergewöhnlicher Roman über eine außergewöhnliche Zeit!
Schon im unvermittelten Anfang öffnet uns der Autor den Vorhang der Rokoko-Bühne in Brühl einen Spalt: Hinter der Kulisse lernen wir den überaus vorsichtigen Kurfürsten Clemens August und sorgsam ausgewählte Menschen seines Vertrauens kennen, denn überall „ lauern Gift, Mord und Intrigen“… Ruhelos wacht der sympathische Diener, der Zwerg Albert le Grand, Tag und Nacht wie ein Schutzengel über das gefährdete Leben seines Herrn. So werden wir direkt mit dem Menschen Clemens August vertraut, der als bedeutender Herrscher von politischen Ränkespielen umgarnend umworben wird. Seine abendliche Klage über die verlogene Hofetikette, über Schein und Sein der politischen Bühne, seine vehemente Ablehnung der Sprache der Galanterie und sein überzeugtes Bekenntnis zur Sprache des Herzens entfacht unsere Empathie. So können wir auch seine tiefe Freundschaft zu dem Adeligen Johann von Roll begreifen und mit Clemens August mitleiden, als sein Vertrauter in einem durch ein Komplott provozierten Duell heimtückisch ermordet wird. Kunstvoll hat der Autor den Tod Johanns in der eindrucksvollen Beschreibung der Falkenjagd, im „Federwirbel und Flügelschlagen“, vorausgedeutet. So gelingt es dem Autor, dass wir nach diesem dramatischen Anfang Clemens Augusts gefährdeten Lebensweg im Dickicht der politischen Lager achtsam begleiten wollen. Der tragische Verlust seines geliebten Freundes- das Unwiederbringliche- berührt unser Herz; die Hiobsbotschaft verkehrt sein Leben, der Blick auf sein Portrait als einst stolzer Herrscher spiegelt eindrucksvoll seinen Lebensbruch…Werden nun bittere Trauer, unerbittliche Verbrechensaufklärung und finstere Rachegedanken sein Leben ausschließlich prägen?
Auf seiner Wahrheitssuche lernen wir auch Plettenberg, der für Clemens August und seine Kontrahenten eine Hauptrolle spielt, in der Bonner Residenz bei einer von dem trauernden Clemens leidenschaftlich formulierten Lobeshymne über Freundschaft kennen. Die schnelle Aufklärung des Meuchelmordes verlangt nun die Suche nach verlässlichen Zeugen:
Die siebzehnjährige Margaretha ist zufällig, um junges Grün für ihre Tiere zu besorgen, an dem Unglücksort gewesen und hat die heimtückische Ermordung von Johann mit ansehen müssen. Sie wird entdeckt, und auch ihr Leben verändert sich: Von Burgau, einem der Mörder Johanns, der sich als Steigbügelhalter bei Clemens August infam einschmeichelt und ein perfides Maskenspiel in Szene setzt, gnadenlos verfolgt - und von Clemens und Albert achtsam unter ihre Fittiche genommen…
Margaretha, das liebevoll gestaltete fiktive Mädchen mit dem kaum zu bändigen Haar, wächst uns auf ihrem zerbrechlichen Lebensweg sehr ans Herz… Um seinen Herrn aus dem Sog seiner zerstörerischen Trauer zu retten, führt Albert ihm die schöne Harfenistin, Mechthild von Brion, eine außergewöhnlich sympathische, selbstbewusste, begabte und „klare“ Frau, zu. Hier können wir uns auf besonders zarte „Textkompositionen“, wo Sprache und Musik im Wechselspiel synästhetisch verschmelzen, freuen und erleben, wie das Duo in der Stimmung der ergreifenden Musik-Texte von Händel und Bach sich gefühlvoll begegnet, sich schätzen und lieben lernt, erstarrte Gefühle erwachen, Gleichklang…
Zwischen einer unvollendeten Kantate „schlängelt“ sich erwartungsvoll der Zug der kurfürstlichen Karawane nach Bayern: Von dem Klosterbesuch bei der verehrten Seherin Crescentia erwartet der barockreligiöse Clemens tröstliche Auskunft über Johanns Seele, und auf der Hofbühne in Bayern versucht sein ungleicher Bruder, Karl Albrecht, ihn durch honigsüße Schmeicheleien auf seine politische Seite zu locken…
Dabei wird der Leser zusammen mit Clemens in ein berauschendes Spektakelfeuerwerk an illustren bayrischen Schlössern „eingetaucht“… Hier lernen wir auch den teuflischen Rädelsführer Ignaz von Törring kennen, der als eiskalter Drahtzieher im politischen Intrigenspiel seine fast schachmatten Spione zu willenlos gefügigen Läufern beugt: Bayrisches Weiß und Blau: die Löwengrube der geheimen Spionagetreffen mit einem außergewöhnlichen Herrscherpaar: ein durchtriebener Macho und ein köstliches, aber auch bedauernswertes „Flintenweib“…
Amüsieren können wir uns auch auf einer Kahnpartie zweier verdeckter Spione- selbst Opfer und Täter im Intrigennetz- bei der die schillernde Rokoko-Lady Aloysia, die auch die Geheimsprache der Schönheitspflästerchen genau kennt und sie zu „sprechen“ pflegt, an einem verschwiegenen Ort durch verführerische Fußlümmelei ihrem Mit- und Gegenspieler seine Geheimnisse raffiniert zu entlocken weiß…
Wird sie auch Clemens August bei dem ausgeklügelten Spionageauftrag auf die falsche Fährte schmeicheln?
Der Leser kann gespannt sein, welche Schicksalswendungen die Protagonisten auf ihrer verstrickten Lebensbühne erfahren werden; ein wunderbarer Roman: dicht, spannend, vielfältig, sprachlich versiert…

Tilman Röhrig hat Clemens August und seine Zeit so lebendig und tiefgründig recherchiert gestaltet, dass ich seine „Roman-Menschen“ als Spieler auf der schillernden Rokoko-Bühne hautnah fühlend begreife und unbedingt Clemens, Mechthild und ihr „Krönchen“ noch länger begleiten möchte…
Von Herzen wünsche ich diesem wunderbaren Buch-Glanzstück viele Leser!


Margot Klein