Das Geheimnis der Pilgerin

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2011, Titel: 'Das Geheimnis der Pilgerin', Originalausgabe

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Jkk Jkk
Auf verschlungenen Pfaden

Buch-Rezension von Jkk Jkk Aug 2011

Kurzgefasst:

Burg Falkenberg, Oberpfalz, 1192: Obwohl ihr Herz dem Ritter Florís gehört, heiratet Gerlin von Falkenberg auf Wunsch ihres Vaters den erst vierzehn Jahre alten Erben der Grafschaft Lauenstein. Sie ist ihm ehrlich zugetan und schenkt ihm bald einen Sohn. Doch als der junge Graf unerwartet stirbt, wendet sich das Schicksal gegen Gerlin: Ein entfernter Verwandter ihres Mannes sieht seine Zeit gekommen, die Hand auf Lauenstein zu legen. Völlig gesichert wäre sein Machtanspruch, wenn Gerlin und ihr kleiner Sohn zu Tode kämen. Eine waghalsige Flucht beginnt...

 

Gerlin ist die Tochter des Grafen von Falkenberg, einer kleinen Grafschaft in der Oberpfalz. Erzogen am Exilhof von Eleonore von Aquitanien träumt sie von Minneliebe und Poesie. Doch es kommt alles anders. Ihr Vater vermählt sie mit dem erst 14jährigen Dietrich von Lauenstein, den Erben der Grafschaft. Trotz des hohen Altersunterschied von zehn Jahren ist Gerlin dem jungen Grafen ehrlich zugetan und schenkt ihm schon bald einen Sohn. Doch dann stirbt ihr Gemahl und Gerlin muss mit ihrem Sohn fliehen. Als Pilgerin getarnt versucht sie das Erbe für ihren Sohn zu retten.

Ricarda Jordan, ein Pseudonym für die Autorin Sarah Lark, führt die Leser in eine fabelhafte Welt des Mittelalters. Stets nah dran am Geschehen, wenn auch mit einem leicht verklärtem Blick. So wortgewaltig wie eine Rebecca Gablé ist sie sicherlich nicht, aber dafür ebenso einfühlsam und facettenreich.

Bunte Mischung

Es ist ein bisschen Weltgeschichte mit einer bunten Mischung Lokalhistorie. Manchmal wirkt die Verknüpfung von beiden etwas angestrengt, aber anderseits könnte es natürlich durchaus so gewesen sein. Und das sie sich dann doch immer irgendwie die Waage hält, spricht für die historische Kreativität der Autorin.

Gerlin ist eine starke, vernünftige Frau, und das über alle Maßen. Sie ist jedem Mann ebenwürdig, keine Frage. Doch wirkt sie manchmal zu perfekt, zu aalglatt und geradlinig. Einzig in Fragen der Liebe erscheint sie vielschichtig. Nicht immer lässt sich ihr Weg nachvollziehen. Während der Verlobungszeit mit Dietrich verliebt sie sich in Floris de Trillon, einem Ritter und Marschall ihres Verlobten. Das ist nichts ungewöhnliches, schließlich ist Gerlins Ehe eine arrangierte und rein politische Verbindung. Dennoch erstaunt es zu lesen, wie innerhalb kürzester Zeit Gerlins Liebe zu Floris vergeht und sie sich dem jüdischen Medikus Salomon zuwendet, jenem Freund ihres verstorbenen Gattens, der einst als Brautvermittler auf der Burg ihres Vaters erschien. Zugegeben, sie sind beide Gefangene ihrer Umstände und irgendwie ist diese verbotene Liebe aufregend und der Leser gönnt sie beiden. Doch in jenen Momenten schwankt man zwischen Sympathie und Antipathie für Gerlin.

Poetischer Minehofe

Was Jordan gut gelingt, ist die Beschreibung eines Hofes mit all ihren illustren Gestalten, die einen solchen Hof prägten, von der verträumten Zofe über den charmanten jungen Prinzen bis hin zur omnipräsenten Königin. Es ist ein Farbenspiel der Poesie. Und gerade in den ersten Seiten muss man sich erst an die Ausdrucksweise der Minne gewöhnen. Doch lässt man sich darauf ein, wird man in eine fabelhafte Welt gestoßen, die schon mal zu träumen einlädt, auch wenn man stets nur einen Schwerthieb von der Realität des Mittelalters entfernt ist.

Auch wenn der Roman hier und da etliche Ecken und Kanten aufweist, ist es doch eine schöner kurzweiliger Lesespaß.

Das Geheimnis der Pilgerin

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