Das geheime Vermächtnis

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Diana, 2010, Titel: 'The Legacy', Originalausgabe

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67

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Rita Dell'Agnese
Das brennende Geheimnis lodert nicht ganz so hoch

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Aug 2011

Kurzgefasst:

England zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach dem Tod ihrer Großmutter erben die Schwestern Erica und Beth das Gut Storton Manor im englischen Wiltshire. Jahre sind vergangen, seit sie den herrschaftlichen Landsitz zuletzt betraten, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Kindheit, als ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwand. Doch die Vergangenheit lässt Erica nicht los. Sie liest alte Briefe ihrer Großmutter und gerät immer tiefer in den Bann eines Familiengeheimnisses, das offenbar seit Generationen auf Storton Manor gehütet wird...

 

Für die beiden Schwestern Erica und Beth ist es nicht gerade ein Freudentag, als sie von ihrer Großmutter das herrschaftliche Anwesen "Storton Manor" erben. Denn der Landsitz ist mit vielen dunklen Erinnerungen verbunden, allen voran jene an ihre herrschsüchtige Großmutter und den ungeliebten Cousin Henry, der einst spurlos verschwand. Die verstorbene Großmutter hat das Erbe zudem mit der Bedingung verknüpft, dass die Schwestern das Haus gemeinsam bewohnen müssten. Während sich Erica auf die Suche nach der Vergangenheit macht, die mit dem Landsitz und der Familie verbunden ist, möchte die depressive Beth Storton Manor so schnell wie möglich verlassen. Kurz bevor die Schwestern das Experiment mit dem gemeinsamen Leben im Haus abbrechen können, stößt Erica auf Briefe, die die Großmutter ihrer eigenen Mutter geschrieben hatte, der hartherzigen Caroline. Vieles scheint plötzlich in einem anderen Licht.

Drei Zeitebenen

Katherine Webb bewegt sich in ihrem Roman auf drei unterschiedlichen Zeitebenen. Zum einen erzählt sie die Geschichte von Caroline, die - als reiche Erbin aus New York - entgegen dem Rat ihrer Tante einen jungen Viehzüchter heiratet und ihm auf seine Ranch folgt, wo sie sich mit einem völlig anderen Leben konfrontiert sieht, als sie gewohnt ist. Diese Ebene ist in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Zum zweiten wird die Zeit geschildert, in der Erica und Beth noch Kinder waren. Hier dürfte es sich um die 80er Jahre handeln. Die dritte Erzählebene findet in der Gegenwart statt, als Erica und Beth zusammen ins Haus ziehen und Erica ihre Nachforschungen aufnimmt. Obwohl lediglich die älteste Epoche jeweils mit Jahreszahlen gekennzeichnet ist, fällt die zeitliche Navigation nicht schwer. Bedeutend schwieriger ist es, sich jeweils wieder auf die neue Erzählebene einzulassen. Denn es fehlt an einer gewissen Leichtigkeit in der Erzählung, die Geschichten aller drei Ebenen entwickeln sich nur zähflüssig und müssen regelrecht erarbeitet werden. Zahlreiche Längen, in denen nichts oder nahezu nichts geschieht, machen das Ganze nicht lesefreundlicher.

Farblose Geschöpfe

Ermüdend sind die durchs Band weg eher farblosen Protagonisten. Weder die verwöhnte Caroline, die einem Trugbild nachtrauert, noch die beiden Schwestern - sei es nun als Kinder oder als Erwachsene - wirken besonders lebendig oder interessant. So vermag sich keine einzige Persönlichkeit herauszubilden, die zu einer Identifikationsfigur werden könnte. Gerade eine solche wäre aber nötig, um sich mit etwas gesteigertem Interesse der Frage zuzuwenden, welche Schuld sich die einzelnen Mitglieder dieser Familie auf die Schultern geladen haben. Denn dass da einiges im Argen liegt, wird durch eine ganze Reihe von Andeutungen mehr als einmal deutlich. Die Frage nach Henrys Verschwinden wird dabei so stark bemüht, dass man eher geneigt wäre, seufzend zu sagen: "Nun erzähl halt, was Sache ist", als dass man wirklich wissen möchte, was mit dem Jungen tatsächlich geschehen ist.

Solide Sprache

Unspektakulär aber solide ist die Sprache, in der die Familiensaga erzählt ist. Hier zeigt Katherine Webb einige hoffnungsvolle Ansätze und verwöhnt die Leser mit schön geschriebenen Passagen. Auch wenn sie diese nicht während des ganzen Romans durchhalten kann, so gibt es die ansprechenden Szenen doch verteilt über die ganze Saga. Und man mag damit nach den etwas über 500 Seiten mit dem Buch versöhnt sein, auch wenn die Geschichte wohl nicht über längere Zeit in den Gedanken haften bleibt.

Das geheime Vermächtnis

Das geheime Vermächtnis

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Letzte Kommentare:
31.08.2013 12:46:50
Sabine Pohlmann

"Das geheime Vermächtnis" ist das erste Buch, was ich von der Schriftstellerin lese und finde es sehr eindrücklich beschrieben. Es läßt die Charaktere leben und vermittelt Zusammenhänge, die nach und nach ans Tageslicht kommen. Spannend ist der Ort des Geschehens, vermittelt geheime verborgenes Wissen. Erinnert ein wenig an Kate Mortons Romane. Spannend, berührend, fesselnd und der Wechsel zwischen den Zeiten, läßt vergangenes leben und erklärt die Gegenwart. Lesenswert....

23.07.2013 16:09:42
Korkmaz, Dilek

„Das geheime Vermächtnis “ die Erwartung war sehr hoch nach dem Title zu beurteile. Man muss sich leider regelrecht dazu zwingen, es zu lesen. Es gibt Bücher die einem von der ersten Seite an begeistern und den dran hat, nicht von der Hand zu lassen und immer zu lesen zu wollen. Dieses hier gehört nicht dazu. Empfehlen kann ich es nicht. Etwas langweilig und die Umstellung in die Zeit Epochen sehr anstrengt.

06.05.2012 15:22:53
willi

Das langweiligste Buch, dass ich in den letzten 40 Jahren lesen durfte.

Von "schnell Weglesen" keine Spur, Mann ist froh, wenn es endlich vorbei ist.

Detailverliebte Bescheibungen von Damengarderoben können nicht helfen, eine Spannungsbogen aufzubauen, der bleibt eher gnadenlos entspannt.


So bleibt denn unverständlich, wieso ein auftretendes Ehepaar erwähnt, die Kleidung der Frau (s. o.) genauestens beschrieben, der Gatte aber keines weiteren Wortes gewürdigt wird.


Die (gefühlt) dreistündige Zugfahrt im Film "Gandhi" war schon langweilig.

In diesem Buch aber zieht sich die Geschichte endlos lange hin, ohne jemals wirklich zu fesseln.

Reiseberichte und Reportagen für Mdezeitschriften könnte K. Webb sicherlich gekonnt verfassen.

Aber spannungsgeladene Romane wohl eher nicht.

24.04.2012 15:55:12
Manuela Bombis

Ich fand das Buch richtig gut. Entgegen anderer Meinungen, die Charaktere seien schwammig, die Sprache sei zu modern, kann ich überhaupt nicht teilen. Für mich war dieses Buch wie ein guter, alter Hollywood-Schinken im Fernsehen, bei dem man heult und glücklich ist zugleich, weil man so etwas Schönes miterlebt hat. Ich habe es auch nicht verglichen mit den Büchern von Kate Morton, weil das einfach unfair ist, man kann nicht immer Vergleiche anstellen! Außerdem muss man hier auch nicht, wenn man seine Meinung über ein Buch sagt, nochmals die gesamte Inhaltsangabe wiederholen.

04.09.2011 12:36:54
Larna

Katherine Webb legt mit ihrem Erstlingswerk eine nette Familiensaga vor, die leicht zu lesen ist und über weite Strecken (wenn auch nicht durchgehend) überzeugen kann.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: In der Gegenwart spielt der Teil um die Schwestern Erica und Beth, in den immer wieder Erinnerungen aus der Kindheit der beiden eingestreut sind und in dem Erica den Familiengeheimnissen auf den Grund geht.
In der Vergangenheit Anfang des 20. Jahrhunderts wird die Geschichte von Caroline erzählt, die als junge Frau in New York lebt und gegen den Willen ihrer Tante einen jungen Rancher heiratet und ihm in den "Wilden Westen" folgt.

Der Vergangenheitsteil ist eindeutig der stärkere Part. Caroline ist beileibe keine sympathische Person, aber sie ist gut charakterisiert und polarisiert. Ihre romantischen Vorstellunge, wie das Leben im Wilden Westen sein könnte, werden rasch zunichte gemacht, denn die Ranch ihres Mannes liegt 35 Meilen von der nächsten Ansiedlung entfernt. Carolines Kampf um Anpassung und ihr Veragen in dieser Hinsicht werden gut dargestellt. Auch wenn man sie manchmal schütteln möchte und selber vermutlich einige Entscheidungen anders gefällt hätte, so kann man Carolines Weg doch gut folgen.

Im Gegenwartsteil bleiben die Figuren hingegen blass und eindimensional. Irgendwie will hier der Funke nicht richtig überspringen. Zudem kommt dieser Teil deutlich langsamer in Gang, zunächst passiert nicht viel und es entstehen einige Längen. Nichtsdestotrotz sorgt die leicht zu lesende Sprache dafür, dass man auch diese Passagen rasch überwindet. Im Verlauf wird auch der Teil interesssanter, vor allem, wenn man als Leser mehr und mehr Informationen erhält. Allerdings wird die Auflösung über das Verschwinden des Cousins doch arg in die Länge gezogen.

Anzumerken ist, dass die beiden Geheimnisse für den einigermaßen aufmerksamen Leser rasch zu erahnen sind und große Überraschungen bleiben aus. Allerdings gibt es einige kleinere nette Wendungen, die so nicht vorherzusehen waren.

Insgesamt ist "Das geheimne Vermächtnis" ein leicht zu lesender Roman mit Unterhaltungswert, den man trotz seiner über 500 Seiten Umfang rasch weglesen kann. Gerade Freunde dieser Familiensagas werden daran ihre Freunde haben, auch wenn das Buch naturgemäß leichte Unterhaltung ist und nicht sonderlich tiefschürfend ist. Auch wird es vermutlich bei den meisten nicht lange im Gedächtnis haften bleiben. Doch das erwarte ich von seinem Roman auch nicht. Schade ist lediglich, dass die Längen im Gegenwartsteil den Lesegenuss etwas schmälern.

Meine Wertung: 78°