Der Tod und das Mädchen

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • btb, 2011, Titel: 'Death and the Maiden', Originalausgabe

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Wien 1903: Die Starsängerin der Hofoper wird tot aufgefunden. Zunächst scheint es, dass sie an einer Überdosis Beruhigungsmittel gestorben ist. Doch der Pathologe stellt einen Rippenbruch fest: Jemand muss sie erstickt haben. Der Verdacht fällt auf ihre Konkurrentin in der Oper, der sie die Rolle der Senta im »Fliegenden Holländer« weggeschnappt hat. Doch dann stellt sich heraus, dass sie schwanger war vom Wiener Oberbürgermeister, der gerade eine beispiellose Kampagne gegen Juden beginnt. Inspektor Rheinhardt und sein Freund, der Psychoanalytiker Liebermann, müssen sich wappnen, um gegen die politischen Ränkeschmiede bestehen zu können.

 

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05.02.2020 17:12:15
tassieteufel

Als die Operndiva Ida Rosenkranz, Starsängerin an der Hofoper in Wien, tot aufgefunden wird, sieht es zunächst nach Selbstmord oder Unfalltod nach einer Überdosis Beruhigungsmitteln aus. Doch bei der Obduktion wird ein Rippenbruch festgestellt, was Inspektor Reinhardt vom Sicherheitsamt zu weiteren Ermittlungen animiert. Schnell stellt sich heraus, dass die Tote einige Feinde hatte und auch von einem prominenten Liebhaber schwanger war.

Der inzwischen 6. Fall für Inspektor Reinhardt vom Sicherheitsamt und seinen Freund Max Liebermann läßt den Leser wieder in ein dichtes und stimmiges Wienflair der vorletzten Jahrhundertwende eintauchen. Der immer mehr zunehmende Antisemitismus trübt allerdings die wohlige Kaffeehausatmosphäre und verändert die Stimmung in der Stadt. Es ist dem Autor sehr gut gelungen, diesen schleichenden Prozess greifbar zu machen und dem Leser nahe zu bringen.
Der Krimifall kommt diesmal recht langsam in die Gänge, denn es dauert seine Zeit, bis überhaupt klar ist, dass die Sängerin überhaupt ermordet wurde. Die Tätersuche ist entsprechend schwierig, zudem hier recht prominente Akteure involviert sind und somit von Reinhardts Seite Fingerspitzengefühl und politisches Kalkül gefordert sind. Sein Vorgesetzter macht dem Inspektor klar, dass er ihn keinesfalls schützen wird, sollte Reinhardt einem der politischen Akteure zu nahetreten. So laviert der Inspektor hier in sehr schwierigen Gefilden und muß bald erkennen, dass er sich zwischen Wahrheitsfindung und der Sicherheit seiner Familie entscheiden muß.
Mit Hofkapellmeister Gustav Mahler und Bürgermeister Karl Lueger sind diesmal auch 2 reale Personen in das Geschehen involviert, was dem Krimifall zusätzlich Authentizität verleiht. Wie immer ist es nicht die offensichtliche Person, die am Ende als Täter entlarvt wird und da es hier auch um politisches Taktieren geht, ist die Lösung am Ende wesentliche komplexer als gedacht.
Natürlich wäre das Buch nur halb so schön, wenn man nicht auch wieder einen der interessanten Fälle von Max Liebermann zu lesen bekäme. Diesmal ist es zwar kein Patient, dessen schwierigen Fall der Doktor behandeln muß, sondern ein fast vergessener Künstler, auf dessen Werk Liebermann zufällig stößt und dessen merkwürdigen Tod der Psychiater aufklären möchte.
Gefreut hat mich, dass sich nun endlich das sehr komplizierte Verhältnis von Max Liebermann und seiner Amelia zu einem stimmigen Ende zu fügen scheint, lang genug hats gedauert!
Wie bei allen Büchern der Reihe ist es die Kombination aus einem spannenden und sehr komplexen Krimifall, psychologischen Betrachtungen und vor allem der dichten und sehr bildhaft geschilderten Atmosphäre von Wien um 1900. Hier hat man das Gefühl in die damalige Zeit eintauchen zu können!

FaziT: auch mit dem 6. Teil hat die Reihe nichts von ihrem Charme und ihrer Faszination verloren! Ein stimmiger Kriminalfall, ein tolles Wienflair und interessante Charaktere bieten hier uneingeschränktes Lesevergnügen!