Schindlers Liste

Erschienen: Januar 1983

Bibliographische Angaben

  • C. Bertelsmann, 1982, Titel: 'Schindler\'s Ark', Originalausgabe

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Christina Wohlgemuth
Wer nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt!

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Jul 2006

Krakau, 1939. Der deutsch-mährische Unternehmer Oskar Schindler erwirbt eine Fabrik zur Emaille-Produktion. Unter den Arbeitern befinden sich viele Juden. Was zunächst als unternehmerisches Anliegen beginnt, wird bald zu einer Art Zufluchtsstätte. Denn die Juden, die bei Schindler arbeiten, dürfen das Ghetto verlassen und können sich so ein wenig Freiheit verschaffen. Langsam, aber stetig, nimmt sich Schindler seiner Arbeiter an – ein Tanz auf der Rasierklinge. Denn in Plaszow soll ein Arbeitslager entstehen – nur die arbeitsfähigen Juden sollen die Liquidierung des Krakauer Ghettos unter dem Kommando von Amon Göth überleben. Von der Grausamkeit und Unmenschlichkeit entsetzt, entschließt sich Schindler, zu helfen …

Schindlers Liste - am bekanntesten dürfte der Film von Steven Spielberg mit Liam Neeson als Schindler, Ben Kingsley als Itzhak Stern und Ralph Fiennes als Amon Göth sein. Die Buchvorlage – eine Mischung aus Roman, Tatsachenbericht und Biographie – erschien im Original zunächst unter dem Titel Schindler's Ark. Anhand von Zeitzeugenberichten, Dokumenten, privaten Aufzeichnung und Interviews zeichnet der Autor die Geschichte Schindlers nach. Besonderes Augenmerk liegt dabei natürlich auf der Zeit zwischen 1939 und 1945 – die Zeit, als Oskar Schindler auf schier unglaublichen Wegen über 1000 Juden vor der Vernichtung bewahrte …

Große Menschlichkeit inmitten des Wahnsinns – in wechselndem Stil

Über die Geschichte von Oskar Schindler muss man nicht mehr viel erzählen. Viele haben den Film gesehen, noch mehr kennen die Geschichte um den Unternehmer, der den Anhängern des jüdischen Glaubens heute als "Gerechter" gilt. Die Geschichte um die Rettung der über 1000 Juden ist eine Geschichte über Menschlichkeit, über Nächstenliebe, über den Willen, zu retten. Demgegenüber steht der Wille des NS-Regimes, jüdisches Leben zu vernichten. Eine Vernichtungsmaschinerie, die ihresgleichen sucht, ein staatlich und wirtschaftlich organisierter Massenmord.

Dieses schwierige Thema geht Keneally auf mehreren Ebenen an. Zum einen ist Schindlers Liste eine Art biographischer Roman – Schindlers Leben wird zur Gänze erzählt. Gleichzeitig ist es aber auch ein Sachbuch, romanhaft geschrieben. Keneally bedient sich der Distanz eines Sachbuches, wenn er von den großen Zusammenhängen erzählt, und bindet den Leser mit der Emotionalität eines Romanes in die Geschichte ein, wenn er von den kleinen Begebenheiten erzählt. Wer den Film kennt, wird einige Szenen eins zu eins wiederfinden – und auch die Schauspieler aus dem Film vor Augen haben, wenn er die Geschichte liest.

Eine spannende und berührende Geschichte, die man nur empfehlen kann

Schindlers Liste besticht durch seine Authenzität – und wird gerade dadurch umso schrecklicher. Der Autor zitiert seine Quellen quasi en passant und führt dem Leser dadurch regelmäßig vor Augen, dass all das tatsächlich passiert ist. Das sind zwar die schon angesprochenen Gräuel, die Unmenschlichkeit des Regimes, geradezu verkörpert in Amon Göth, aber auch das Wunderbare an dieser Geschichte, das Menschliche und Berührende.

Schindlers jüdische Arbeiter schmiedeten ihm zum Dank einen Ring mit einer bedeutungsschweren Inschrift "Wer nur ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt". Und letzten Endes ist es vor allem das, was von dieser Geschichte übrig bleibt: dass auch in den Zeiten schwärzester Dunkelheit immer noch Menschen leben, die ein Licht tragen.

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Letzte Kommentare:
08.01.2015 14:37:20
Jeanny Friederich-Schmit

Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir möchten das Meisterwerk Schindler Liste ins Luxemburische übersetzen.
Mein Mann und ich führen einen kleinen Verlag in Luxemburg. Unsere Meisterwerk Das Tagebuch der Anne Frank auf Luxembourgisch und das Erstaunen von Pierre Draï.
Wir würden uns sehr freuen auf eine Antwort Iher seits.
Editioun: FRIEDERICH-SCHMIT
www.language.lu
Rufnummer: 00352 329407
Fax: 00352 26321177

29.10.2014 11:26:23
Kida

Um es ganz kurz zu sagen: Ein sagenhaftes, ergreifendes, deprimierendes und gleichzeitig ermutigendes Buch über eine faszinierende, erschreckende, bewundernswerte und erschütternd wahre Geschichte.

Doch ich kann mich nicht gut kurz fassen and dieser Stelle...
Ich hätte, zugegeben, nicht erwartet, dass ich das Buch in so kurzer Zeit verschlingen würde. Ab der Hälfte konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und habe den Rest förmlich in mich aufgesogen - und das, obwohl ich noch während des Prologs dachte, dass ich das Buch wohlmöglich gar nicht beenden würde. Am Anfang nämlich mochte ich Schindler nicht sonderlich, habe mir aber auch gleichzeitig gesagt: nur weil er ein guter Mensch war, muss er noch lange nicht sympathisch sein. Es ist schon so, dass ich nie sagen würde, dass mit Schindler wirklich sympathisch wurde, aber ich bewundere ihn aufrichtig und so mag man ihm seine Fehler, die ihn doch nur so menschlich machen, gerne vergeben.
Gleichzeitig ist das Buch ein erschreckendes Zeugnis dafür, was im zweiten Weltkrieg passiert ist. Ich konnte zeitweise wirklich nur den Kopf schütteln und musste mich dann und wann daran erinnern, dass dies kein fiktives Werk ist, sondern wahren Begebenheiten entspringt. Zu verrückt, zu unmenschlich ist das, was man liest und wo man doch nur ab und an durchatmen kann, wenn man sich die kleinen Geschichten der Überlebenden vor Augen führt. Überhaupt waren es diese Geschichten, die Einzelschicksale der Schindlerjuden, die das Besuch zu etwas so Besonderem gemacht haben. Wäre es eine reine Geschichte über Schindler und seine Fabrik, sein Lager, wie man es wohl am Ende nennen sollte, wäre das Buch unvollständig. Die Einzelgeschichten machen die Tragödie und gleichzeitig auch die Hoffnungsschimmer greifbarer und brachten mich dazu, das Buch nicht mehr aus den Händen zu legen.

Ich kann jedem, der sich für das Thema Holocaust interessiert, nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Auch der Film ist ein Meisterwerk für sich, aber das Buch sollte man dadurch nicht unbeachtet lassen. Wunderbar, ergreifend und erschreckend mit jedem Wort, das auf den Seiten steht. Alleine dieses Buch sollte uns zeigen, dass so etwas nie wieder passieren darf! Und gleichzeitig zeigt es auch, wie wahr der hebräische Spruch ist, welcher einige Male im Buch Erwähnung findet:

"Wer auch nur ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt."

08.09.2013 17:42:24
Lesefieber

"Schindlers Liste" ist sicher ein sehr gutes Buch - ich besitze es selbst, in einer Goldmann-Ausgabe aus dem Jahr 1994. Aber: Ein historischer Roman ist es nicht.
Laut Definition der Historical Novel Society kann man einen Roman als "historisch" bezeichnen, wenn die Zeit, über die geschrieben wird, mindestens fünfzig Jahre vor dem Veröffentlichungsdatum des Buches zurückliegt. Der Roman von Thomas Keneally ist erstmals 1982 erschienen. Die 1940er-Jahre, in denen die Handlung spielt, lagen damals nicht einmal vierzig Jahre zurück. Anfang der 1980er- Jahre konnte man das kaum als "historisch" bezeichnen.

27.01.2012 16:42:33
Dr. Bert-Thomas Lange

Ich lese dieses Buch nun (jetzt im 82. - in einer Bertelsmann-Ausgabe)bin wiederum außerordentlich bewegt: sah den Film und noch immer -jetzt schon noch mehr als vorher ! - von dieser Dokumentation ergriffen. Einziges Manko :gleich auf der ersten Seite steht “ Roman“ ( unter der Buch-überschrift - über “ C.Bertelsmann Verlag “ copy 1982 by  Hemisphere Publ. ) !
Es ist mehr als hervorragend - grad in unserer schnelllebigen Zeit unbedingt besonders an die nachfolgenden Generationen weiter-zuverbreiten!
Meinen Enkeln - wie allen Heranwachsenden ! - sollte es als “Innere Pflicht-lektüre " verschrieben werden!
Es ist sicher besser als ( der durchaus sehr gute ) Film! ( Warum ist es nicht möglich, auf der Skala die Bewertung auf 100% zu schieben -ich
versuchte es !)
Thomas Kenally hat mit dieser Dokumentation der Welt einen großen Dienst geleistet!
Ich danke ihm sehr { bin froh, dass ich's noch kann)

21.02.2010 17:31:10
Katarina

Ich habe den Film auf 3 verschiedenen Sprachen geschaut. Zurzeit lese ich auch das Buch. Ich muss sagen, dass mich die Zeit während des 2.Weltkrieges immer schon fasziniert hat, daher sind diese Bücher für mich hervoragend.Leider muss ich auch sagen, dass dieses Buch für mich zu genau beschrieben worden ist, da exakt alles drin steht was passiert ist. Ansonsten sehr gut.

28.05.2009 07:48:59
Exouzidou, Stawroula

Meiner Meinung nach sind Buch als auch Film ein "absolutes Muss", sowohl von der Sprache als auch von der Darbietung. Die Thematik ist immer noch aktuell, wenn man sieht, was in der Welt geschiet.
Ich denke, wenn Schüler mehr solche Bücher - ab einem gewissen Alter natürlich - lesen würden, wäre vielleicht der Drang zu Gewaltspiele oder Sonstigem gleichen Inhalts weniger vorhanden.

24.11.2008 20:30:31
Jana- Mareike Volbers

Ich halte diesen Roman für unbedingt lesenswert. Er beschreibt die Geschichte Schindlers und der von ihm geretteten Juden, gibt gleichzeitig aber auch einen tiefgehenden und umfassenden Einblick in die Verbrechen des III: Reiches.
Ganz ehrlich: Mir ist beim Lesen manchmal fast schlecht geworden, doch konnte ich nicht aufhören, musste unbedingt erfahren, was weiterhin passiert:
Und..ich finde das Buch eindrucksvoller als den Film (der absolut toll ist;)).
Lest dieses Buch und ihr werdet um einige Informationen und Eindrücke reicher sein!

26.02.2008 18:29:46
Philipp

Ich bin erst 15, und fand das Buch daher sehr anstrengend zu lesen. Es ist sehr aufschlussreich und lässt nichts aus was damals passierte. Es beschreibt die Geschichte Oskar Schindlers und die des Holocoust sehr genau bis ins kleinste Detail...
Unbedingt lesen

13.02.2008 00:16:04
vanessa kunze

ein geniales buch was man umbedingt lesen sollte wenn man sich für das drama von damals (zweite weltkrieg )interessiert!Mir hat es erstmal die augen geöffnet wie schlimm es damals war und was die armen jüdischen einwohner erleben mussten