Kriegswolf

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • , 2010, Titel: 'Kriegswolf', Originalausgabe

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Birgit Stöckel
Galopp, Seydlitz, Galopp!

Buch-Rezension von Birgit Stöckel Apr 2011

Kurzgefasst:

Friedrich Wilhelm von Seydlitz macht Furore: Als General unter Friedrich II. war er zeitlebens ein tollkühner Reiter und glänzender Stratege in drei Schlesischen Kriegen. Sein Traum vom perfekten Ritt frappiert seine Vorgesetzten und weckt das Interesse eines mysteriösen Wesens: Farkasember, der Kriegswolf, schlägt sich immer auf die Seite des Stärkeren, und gerade von Seydlitz erwartet er reiche Beute. Doch Seydlitz ist kein skrupelloser Schlächter: Seine Siege erringt er zuverlässig mit Witz, Tempo und dem sicheren Gespür für den richtigen Zeitpunkt.
Friedrich Wilhelm von Seydlitz : Ein begnadeter Mann, dessen Traum von dem einen Moment, dem einen Ritt und der beherzten Tat eines Einzelnen über das Schicksal von Tausenden entscheidet.

 

Friedrich Wilhelm von Seydlitz startet seine steile Karriere als Kornett in der Armee Friedrich des Großen und bewährt sich gleich im Ersten Schlesischen Krieg. Von da an folgt Beförderung auf Beförderung, obwohl, oder gerade weil, Seydlitz Befehle nicht sklavisch befolgt, sondern stets auf den "richtigen Augenblick" wartet, von dem er spürt wann er gekommen ist. Diese Eigenart bringt ihn ab und an vorübergehend in Schwierigkeiten, doch der Erfolg gibt ihm recht und er rettet einiges, wenn auch nicht alles, für seinen König auf dem Schlachtfeld.

Doch während seiner Kriegsgefangenschaft in Ungarn lernt er eine Frau kennen, die ihm nicht nur sein Herz stielt und die er sein Leben lang nicht vergessen wird, sondern die ihm auch die Tarotkarten legt und ihm von Farkasember, dem Kriegswolf erzählt, er sich dort wohlfühlt, wo die Schlacht tobt und der seinen Schatten auf Seydlitz geworfen hat...

Eine lebendig gewordene Legende

Birgit Fröhler erzählt selbst, dass sie mit elf Jahren beschloss, selbst einen Roman über Friedrich Wilhelm von Seydlitz zu schreiben, nachdem sie in einer Kurzgeschichte etwas über ihn gelesen hatte und mit ihrem Roman Kriegswolf, ihrem Debüt als Romanautorin, hat sie dieser Figur ein spannendes und fesselndes literarisches Denkmal gesetzt. Gekonnt verwebt sie die bekannten und belegten Fakten mit Fantasie und phantastischen Elementen und das so geschickt, dass ein spannendes Werk herausgekommen ist, in dem alle Teile sich nahtlos ineinander fügen und zu einem glaubhaften Ganzen verschmelzen. Die Fantasy-Elemente stehen nicht im Vordergrund und drängen sich dem Leser auch nicht auf, vielmehr kommt es einem vor, als läse man eine Sage bzw. eine wahr gewordene Sage.

Es gibt, wie die Autorin im Nachwort erwähnt, eine Vielzahl von Anekdoten über Seydlitz und um möglichst viele davon in dieser Geschichte unterzubringen, nimmt sich Birgit Fröhler ein paar Freiheiten in Bezug auf Personen und ihr Zusammentreffen an diversen Orten, ebenso dürfte sich Seydlitz in seinem Leben nicht so viele Freiheiten gegenüber seinem König herausgenommen haben bzw. damit ungestraft durchgekommen sein. Doch daran stören sich vermutlich wirklich nur Fakten-Fanatiker, denn viel zu rasant, spannend und immer wieder auch amüsant ist dieser Roman.

Ein Mann mit Gewissen und Charakter

Seydlitz ist ein interessanter Protagonist, der den Leser schnell für sich einnimmt und begeistert. Er ist wagemutig bis hin zum Leichtsinn, auch wenn er von seinen Männern nie etwas verlangt, das er nicht selber machen würde, hat ein außerordentliches taktisches Geschick und ein gutes Gespür für Pferde. In der Schlacht beweist er Mut und reitet fast immer an der Spitze seiner Untergebenen. Doch auch wenn er nicht zimperlich ist und in den Schlachten insgesamt Hunderte von Männern tötet, so besitzt er doch auch ein Gewissen und steht zu seinem Wort. Sinnloses Töten ist ihm zuwider und wenn er eine Situation mit List statt mit Gewalt lösen kann, so tut er es auch. Er bringt den Leser mit seinem Witz und seinem Talent, Frauen nicht wirklich zu verstehen, immer wieder zum schmunzeln.

Wer allerdings auf amouröse Verstrickungen oder die große Liebe hofft, der wird enttäuscht werden. Es gibt nur wenige Episoden, in denen Seydlitz sich Frauen annähert und diese werden - erfrischend im Gegensatz zu vielen anderen Romanen - nicht endlos ausgeschmückt. Im Mittelpunkt steht Seydlitz' eigentliches Leben und das war nun mal sein Dienst für Preußen, was heißt, dass die Schlachten und ihre Folgen einen Großteil des Buchs ausmachen und demzufolge auch einiges an Blut fließt.

Geschichtliche Vorkenntnisse über Preußen zur Zeit Friedrich II., den österreichischen Erbfolgekrieg und die ständig wechselnden Bündnisse sind nicht zwingend notwendig, allerdings erleichtern sie gerade den Einstieg in die Geschichte enorm, denn allzu ausführlich geht die Autorin nicht auf die politischen Umstände und Querelen ein, die zu den Kriegshandlungen führen.

Abgerundet wird der Roman durch Zitate aus Briefen Friedrich II., die den Kapiteln voran gestellt sind, einem Nachwort der Autorin und einer Literaturliste.

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