Das silberne Zeichen

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Rowohlt, 2011, Titel: 'Das silberne Zeichen', Originalausgabe

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Annalena Brix
Falsche Reliquien, familiäre Verwicklungen und ein Kriminalfall - das Finale der Aachen-Trilogie

Buch-Rezension von Annalena Brix Apr 2011

Die Zeiten stehen gut für Reliquienhändlerin Marysa. Sie erwartet jeden Moment ihren Verlobten Christoph zurück, hat einen neuen Auftrag für die Werkstatt erhalten und ist guter Hoffnung. Alles könnte perfekt sein, wären da nicht ihr Vetter Hartwig, die Zunft und die Zweifel&

Das Finale ihrer Aachen-Trilogie beginnt Petra Schier mit einer misslichen Ausgangssituation für ihre Heldin, die den Leser direkt ins Geschehen katapultiert. Nachdem sich alles zu fügen schien, hat Marysa nun die Zunft im Nacken, da sie möglichst bald wieder heiraten muss, um die Werkstatt weiterführen zu dürfen. Auch ihre Lieben zweifeln an der Aufrichtigkeit ihres Verlobten und der neue Auftrag bringt Schwierigkeiten mit sich, denn das Silber der Pilgerzeichen ist gefälscht und ein Mord überschattet zusätzlich die Ereignisse.

Rasante Handlung, geheimnisvolle Gedanken

Schnell findet man sich beim Lesen in der Figurenwelt wieder. Die Sorgen und Nöte von Marysa und ihre rigorose Art Schwierigkeiten zu begegnen, ermöglichen das Eintauchen in die Geschichte. Die Charaktere, die Marysa umgeben, sind ebenfalls gut gewählt, um eine lebendige Erzählung zu erschaffen. Zudem überschlagen sich die Ereignisse: Nach Christophs Rückkehr wird dieser nämlich verhaftet und Marysa muss weiter bangen, bis sie selbst in Gefahr gerät. So bleibt die Geschichte anhaltend packend.

Wer einen Teil der Figuren bereits aus den vorangegangenen Teilen kennt, wird sich besonders über das "Wiedersehen" freuen, aber auch ohne Vorkenntnisse ist das Leseerlebnis nicht eingeschränkt.

Einen besonderen Kniff hat sich die Autorin diesmal damit einfallen lassen, zwischendurch Sequenzen einzufügen, die die Perspektive des Bösewichts abbilden. Dieser hängt seinen Gedanken nach und macht Pläne, um seinen Opfern, Marysa und Christoph, zu schaden. Die geheimnisvollen Einwürfe bringen zusätzliche Spannung und sorgen dafür, dass man beim Lesen immer neue Vermutungen anstellt. Geschickt gelingt es, den Leser hier und da auf die falsche Fährte zu locken.

Flüssige Fiktion und harte Fakte 

Der dritte Band der Aachen-Trilogie ist ein gelungenes Finale. Der Roman liest sich durch den angenehmen Schreibstil und die gut konstruierte Geschichte flüssig und auch sehr schnell durch. Zur handlungsreichen Fiktion bindet die Autorin historische Details wie konkrete Ortskenntnisse, historische Lieder oder die Streitigkeiten zwischen städtischer und kirchlicher Gerichtsbarkeit ein.

Der Kriminalfall wartet durchaus mit Wendungen und Überraschungen auf und die Geschichte um Marysa entwickelt sich bis zu einem Finale, das zugegebenermaßen schon zu erwarten war. Alles in allem ist Das silberne Zeichen ein abwechslungsreicher und vergnüglicher Abschluss der Geschichte um Marysa und die Historie der Stadt Aachen, der Freunden historischer Krimis Freude bereiten wird. Und die Kulisse Aachens sollte nicht erst nach diesem Roman reiseaffinen Lesern ein reizvolles Ziel bieten.

Das silberne Zeichen

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Letzte Kommentare:
05.05.2013 11:18:12
PMelittaM

Die Aachener Witwe und Reliquienhändlerin Marysa wartet sehnsüchtig auf ihren Verlobten Christoph Schreinemaker, der nach Frankfurt gereist ist, um vor der Hochzeit noch einige Angelegenheiten zu regeln. Doch er lässt auf sich warten und langsam wird die Zeit knapp, nicht nur die, in der sie ohne Mann die Werkstatt weiterführen darf, langsam sieht man auch ihre Schwangerschaft. Als sie dann auch noch des Betrugs verdächtigt wird und es in Aachen mehrere Todefälle gibt, einer davon in ihrem Haushalt, ist sie der Verzweiflung nahe.

Gewohnt gut recherchiert entführt der Roman in das Aachen des Jahres 1414. Man trifft die (mehr oder weniger) liebgewonnenen Charaktere der Vorgängerbände wieder. Diese sind, wie von der Autorin gewohnt, sehr gut gezeichnet, auch die Nebenfiguren werden dem Leser nahegebracht. Am Ende muss man sich verabschieden, gerne hätte ich noch ein bisschen mehr über das weitere Leben des Einen oder Anderen erfahren.

Die Trilogie um Marysa endet mit einem spannenden Fall, Petra Schier zieht hier wieder alle Register ihres Könnens, lässt die Leserschaft bis zum Schluss im Unklaren und wartet mit einigen Überraschungen auf. Am Ende erhält der Leser eine logische Lösung, für mich immer besonders wichtig.

Petra Schiers Schreibstil gefällt mir immer wieder sehr gut, er ist sehr bildhaft, die Dialoge wirken nie künstlich, die Figuren sind lebendig und das Ganze lässt sich sehr flüssig lesen, man fliegt nur so durch die Seiten.

Petra Schier verknüpft ihre Erzählung immer mit tatsächlichen historischen Gegebenheiten, auf die sie im Anhang näher eingeht, so auch hier in den historischen Nachbemerkungen, für mich, die ich aus historischen Romanen immer gern neue Erkenntnisse mitnehme, ist das ein zusätzlicher Pluspunkt. Außerdem findet man im Anhang, wie schon in den anderen Teilen der Trilogie, ein Glossar und das Rezept einer von Marysas Lieblingsspeisen. Weiterhin gibt es auch wieder eine Karte des historischen Aachen.

Petra Schier ist mit ihren historischen Romanen mittlerweile einer meiner Lieblingsschriftstellerinnen. Ich kann sie uneingeschränkt empfehlen. Meiner Meinung nach sollte man aber die Trilogie der Reihenfolge nach lesen, der Lesegenuss ist dann einfach größer.