Schattenfuchs

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Fischer, 2003, Titel: 'Skugga-Baldur', Originalausgabe

Couch-Wertung:

88

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Carsten Jaehner
Lohnenswertes Kleinod aus Island

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Mär 2011

Kurzgefasst:

Island im Winter 1883. Abba wird zu Grabe getragen, aber nicht sie, sondern Steine liegen im Sarg. Fridrik beerdigt die Leiche lieber im eigenen Garten, als sie Pastor Baldur zu überlassen. Denn der hütet ein dunkles Geheimnis.

 

Island, 1883. In einer Zeit, in der die Elektrizität erst langsam die Insel im Eismeer erobert, stirbt Abba, die Ziehtochter Friðriks, aber er möchte sie nicht vom Pfarrer begraben haben, und so tauscht er sie gegen Steine aus und begräbt sie selbst im eigenen Garten. Abba hatte das Down-Syndrom und so ihre eigene Sprache entwickelt, die nur Friðrik verstand.

Pfarrer Baldur indes jagt eine erdschwarze Füchsin und macht dabei seine eigenen Erfahrungen mit der Jagd und zugleich mit der Mythologie. Als er auf die Füchsin schießt und sich daraufhin eine Lawine löst, macht er ein paar seltsame Erfahrungen.

Kurz und hervorragend

Nur 126 Seiten lang ist der Roman des isländischen Autors Sjón, groß gedruckt und großzügig auf den Seiten des Hardcovers aus dem Fischer Verlag drapiert, daher ist auch nicht sehr viel Handlung vorhanden, aber auf diesen wenigen Seiten versteht es der Autor, den Leser an das Buch zu fesseln, bis er es ausgelesen wieder aus der Hand legt.

Die spärliche Charakterzeichnung der Personen reicht völlig aus, um den Leser mit wenigen Worten zu beeindrucken und ihm ein intensives Leseerlebnis zu bescheren. Dabei stechen vor allem die Naturbeschreibungen hervor, bei denen man sich direkt auf der Insel wähnt und den durch den Schnee stapfenden Pfarrer vor sich sieht. Wenn er sein Versteckspiel mit der Füchsin treibt, wird dieses aus seiner Perspektive und aus der der Füchsin beschrieben, was dem Leser einen spannenden und ungewöhnlichen Effekt beschert. Dennoch wirkt es nie lächerlich oder kindlich.

Ein Hauch Mythologie

Wenn der Roman kurzzeitig in die Mythologie abdriftet, nimmt der Leser dies wahr, als sei dies ganz natürlich und könne gar nicht anders sein. So bezaubert Sjón den Leser und schafft ein Atmosphäre, die sich eigentlich gar nicht genau beschreiben lässt, aber von der man gerne mehr als nur 126 Seiten gehabt hätte. Der Literaturpreis des Nordischen Rates 2005 für diesen Roman wurde zurecht vergeben.

 

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