Rungholts Ehre

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • , 2006, Titel: 'Rungholts Ehre', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
In jeder Hinsicht ein grandioses Buch!

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jul 2006

Mittelalter-Krimis gibt es viele, aber selten führte ein Debütroman derart intensiv in die vergangene Zeit. Doch der Reihe nach…

Lübeck 1390: Der angesehene Patrizier Rungholt steht mitten in den Vorbereitungen für die Verlobung seiner 13-jährigen Tochter Mirke mit dem angesehenen Kaufmann Sebalt von Attendorn. In Wirklichkeit liebt Mirke aber Rungholts Lehrling Daniel, mit dem sie heimlich verstecken spielt. Daniel will sich dabei im Schilf der Trave verstecken und entdeckt dort einen Toten, der sich an dem Ruderbalken einer Kogge verfangen hat. Daniel erkennt in dem Mann jenen Fremden, mit dem er am Abend zuvor in einem Wirtshaus gespielt und der ihm nach seiner Niederlage nicht die Spielschulden gezahlt hat. Daraufhin kam es zu Handgreiflichkeiten vor den Augen der anderen Gäste und so ergreift Daniel panikartig die Flucht.

Rungholts Ehre

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Letzte Kommentare:
28.12.2017 15:39:17
tassieteufel

Lübeck 1390, der reiche Patrizier Runghold ist dabei seine jüngste Tochter Mirke zu verheiraten, doch die 13jährige ist wenig davon begeistert, einen Mann zu ehelichen, der mehr als doppelt so alt ist wie sie selbst, zumal sie Daniel, den Lehrling ihres Vaters liebt. Doch sowohl Mikes als auch Rungholds Leben gerät aus den Fugen, als man einen unbekannten Toten aus dem Wasser zieht und Daniel des Mordes verdächtigt wird. Wurde er doch als letzter mit dem Toten gesehen, als sie sich wegen Spielschulden prügelten. Daniel wird verhaftet und soll schon bald für die Tat hingerichtet werden. Richter Kerkring gewährt Runghold, der nicht an die Schuld seines Lehrlings glaubt, nur wenige Tage um das Verbrechen aufzuklären. Dem mürrischen Patrizier läuft die Zeit davon, hat er doch alle Hände voll zu tun, um die Verlobung seiner Tochter auszurichten und je mehr er durch seine Ermittlungen erfährt, um so gefährlicher wird es für ihn.

Ich muß zugeben, dass ich am Anfang doch ein paar Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Das lag aber weniger an dem recht sperrigen Hauptcharakter, der übergewichtig, cholerisch, dickschädelig und jähzornig, gutem Essen und alkoholischen Getränken zugeneigt und körperliche Hygiene dafür eher abgeneigt ist und so braucht es einige Zeit, bis man den dicken Lübecker Pfeffersack als Leser doch schätzen lernt.
Was mich am Anfang ein wenig irritiert hat, war die doch etwas "ruckartige" Erzählweise des Autors. Blitzartige Rückblenden in Rungholds Leben mit denen man aber gerade am Anfang nur wenig anfangen kann, weil man nur kleine Bruchstücke vorgesetzt bekommt, die wenig Sinn ergeben, andere Begebenheiten werden dafür sehr weitschweifig beschrieben, hier fehlte mir insgesamt ein wenig die Ausgewogenheit! Mit dem Fortschreiten der Geschichte kommt aber doch Spannung in das Buch und je mehr Gestalt der komplexe Krimifall annimmt und um so besser man den bärbeißigen Runghold kennen lernt, um so besser gefällt auch das Buch.
Sehr gut gefallen hat mir auch das authentische Bild vom Leben in Lübeck Ende des 14. Jahrhunderts. Der Autor hat hier mit viel Liebe zum Detail das Alltagsleben, Sitten und Gebräuche und Schauplätze geschildert, die beim Lesen als bunter Bilderbogen vor den Augen des Lesers erscheinen. Ein umfangreiches Glossar erklärt die vielen mittelalterlichen Begriffe die im Lauf der Geschichte verwendet werden und manchmal ein wenig den Lesefluß hemmen.
Neben seinem querköpfigen Hauptcharakter, der wahrlich reichlich Ecken und Kanten hat und auch nicht immer sympathisch ist, sind auch alle anderen Figuren sehr authentisch und lebensnah gezeichnet, einzig Runhgolds Tochter Mirke war mir ein wenig anachronistisch.
Der Krimifall, der perfekt in die dichte Kulisse des historischen Lübecks eingebettet ist, ist ziemlich komplex, die einzelnen Zusammenhänge erschließen sich nur langsam. Zudem wurde der Krimifall vom Autor geschickt mit einer größeren Verschwörung verknüpft und man kann den armen Runghold schon bemitleiden, denn ihm werden bei der Aufklärung des Falles reichlich Knüppel zwischen die Beine geworfen. Alle Zusammenhänge erschließen sich erst ziemlich am Ende, auch wenn ich den Drahtzieher hinter allem doch schon recht früh entlarvt hatte.
Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten läßt sich das Buch insgesamt recht flüssig lesen, der Spannungsbogen bleibt durchweg erhalten und der cholerische Rungholdt, der oft wie ein Elefant durch den Porzellanladen poltert sorgt dafür, dass man das ein oder andere Mal auch schmunzeln kann.

Fazit: der Auftakt zur Krimireihe um den dickschädeligen Patrizier Runghold überzeugt mit einer dichten Atmosphäre und einer plastischen Schilderung des mittelalterlichen Lübecks. Der komplexe Krimifall, der am Ende zwar ein wenig vorhersehbar ist, wird gelungen mit dem historischen Hintergrund verknüpft und bringt dem Leser auch die größeren politischen Zusammenhänge der damaligen zeit nahe. Eine etwas weitschweifige Erzählweise am Anfang sorgt allerdings dafür, dass man sich hier erst einlesen muß.

23.01.2013 13:57:23
Nikki

Anfänglich hatte ich etwas Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen. Es gab wenig Dialoge und war mehr erzählerisch, dann die Sprache war zuerst sperrig - alte Begriffe und Latein. Doch dann ging es los.

Rungholt erinnert mich an einen rumpelnde, zischende und dampfende Lok und z. T. auch an meinen ehemaligen Chef - der war cholerisch uns seeehr dick.

Soweit ich es beurteilen kann fand ich das Buch von Derek Meister sehr authentisch - die Sprache, es wurde z. B. nicht geschönt, dass Züchtigungen damals ganz selbstverständnis war, die Beschreibung der Kleidung etc.

Der Autor lässt uns im Dunkeln - was sich nun mit Irena zugetragen hat... immer wieder gibt es kryptische Andeutungen, dass in Rungholt's Vergangheite ein Schatten liegt. Er will uns wohl nur animieren den Nachfolgeband "Rungholt's Sünde" zu lesen... ;-)

26.03.2009 18:30:07
MyLady

Ich fand "Rungholts Ehre" einen klasse Roman. Vor allem die Persönlichkeiten der Darsteller haben es mir angetan. Rungholt als beleibter, grummeliger Vater und Lehrmeister mit seinem überaus sarkastischen Auftreten der doch ein weiches Herz beweist; Alhyde als baldige liebenswerte Schwiegermutter allein die Vorstellung dieses Paares bringt mich schon zum Schmunzeln. Dann natürlich Mirke als (nicht ganz so braves) Nesthäkchen und Daniel mit seiner aufmüpfigen Schnauze. Und nicht zu vergessen Marek der Kapitän mit seinem trockenem Humor.

Herr Meister hat es hervorragend verstanden seinen Darstellern leben einzuhauchen.
Auch die Handlung fand ich sehr gelungen, auch wenn es anfangs etwas verwirrend begann, umso besser wurde es dann. Ich fand es ein Vergnügen diesen Roman zu lesen und freue mich schon auf die nächsten Teile die bereits im Regal stehen!

10.12.2008 20:19:45
Aurea

Der Plot ist sicherlich nicht schlecht, und auch der bezug auf die heute noch an manchen Stellen schöne stadt Lübeck, aber ich frage mich, wie jemand Schriftsteller weden kann, wenn er so wenig ahnung von Grammatik hat, nicht in der Lage ist, das Plusquamperfekt richtig zu gebrauchen und so weiter...

02.06.2008 23:22:19
Ute Bühner

Es gibt so wenig wirklich gute, historische Krimis. Dies ist einer davon! Eigentlich müsste Derek Meister schon lange auf der Bestsellerliste landen.
Gute Charaktere, toller Schreibstil, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Rungholt muss man einfach mögen! Man fühlt sich wie von Zauberhand ins Lübeck des Mittelalters versetzt. Mehr davon!

19.10.2007 16:26:45
anath

Ein Buch wie ein Lübecker Pfeffersack,dick und behäbig.Die Geschichte fängt langsam an,treibt so dahin,scheint sich zu zerfasern und wieder zusammen zu gleiten. Und unversehens ist der Leser gefangen und dem gewieften Händler auf den Leim gegangen.Was da so behäbig begann entpuppt sich nach und nach als gut und detailreich recherchierter Histo-Krimi mit einem ausgesprochen sympathischen Haupthelden und interessant gezeichneten Nebenfiguren in den unterschiedlichsten Schattierungen.Davon hätte ich gerne einen Nachschlag.

11.04.2007 23:01:34
Antje

Genial, genial, genial!!! Das Buch ist absolut fesselnd, die Charaktere interessant und anschaulich beschrieben, und das Lokalkolorit von Lübeck - man meint förmlich, durch die Stadt zu schlendern. Mit Rungholt ist eine wirklich interessante Person auf der Bühne der Histo-Krimis erschienen. Spannend bis zum Schluss - uneingeschränkt empfehlenswert (wie übrigens auch Band 2 - Rungholts Sünde - wobei es hier, im Gegensatz zu Rungholts Ehre, ordentlich zur Sache geht; ist also nichts für zarte Gemüter...)!

25.10.2006 09:24:20
R. van Ham

Ein absoluter Leckerbissen, der historischen Romane. Lebendig taucht man in Lübeck ein, wo der Ort und das Geschehen sehr lebhaft und detailliert beschrieben sind. Dieses Buch fesselt von der ersten bis zur letzten Seite und macht neugierig auf mehr. Sicher wird Derek Meister seinem Namen auf dem Gebiet der historischen Romane noch alle Ehre machen!
Absolut empfehlenswert.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

Wir schauen auf einen Zeitpunkte unserer Weltgeschichte und nennen Euch passende historische Romane.

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