Der Hexenturm

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Goldmann, 2010, Titel: 'Der Hexenturm', Originalausgabe

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
1 50 100

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 91-100
1 x 81-90
0 x 71-80
0 x 61-70
0 x 51-60
0 x 41-50
0 x 31-40
0 x 21-30
0 x 11-20
0 x 1-10
B:92.5
V:1
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":1,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":1}

Seit ihrer Flucht ins Hessenland sind die fünf jungen Thüringer Johann, Franziska, Katharina, Clemens und Burghard auf der Suche nach einer Bleibe. Sie kommen auf dem Gestüt des Pferdehändlers Rehmringer unter, doch nicht jeder im Dorf ist ihnen wohlgesinnt. Auch in den Nachbarorten herrscht Unfrieden, denn hier überführt der Magier Barnabas als vermeintlicher "Hexenerkenner" Frauen der Zauberei. An seiner Seite befindet sich eine geheimnisvolle "Kinderhexe", und gemeinsam hinterlassen sie eine Spur des Grauens. So kommt es, dass bald auch die jungen Thüringer nicht mehr sicher sind...

 

Der Hexenturm

Der Hexenturm

Deine Meinung zu »Der Hexenturm«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
02.04.2017 19:20:12
inch

Teil 2 der Hexentrilogie

Die Geschichte um die fünf jungen Leute, die aus verschiedenen Gründen aus ihrer Heimat fliehen, geht weiter.
Es gibt wieder mehrere Handlungsstränge, aber wenn man die Protagonisten schon aus dem ersten Band kennt, kann man ihnen gut folgen.
Dieses Buch ist nicht ganz so spannend wie das erste. Aber da die Reise aller Beteiligten quer durch Deutschland geht, bekommt man einen guten Einblick in die vielen verschiedenen Verfahrensweisen der Hexenprozesse. Was in manchen Gegenden nach festen Regeln abläuft, liegt andernorts allein in der Willkür eines einzelnen Amtmannes.
Am Ende verläuft vieles anders als erwartet und doch manches wie erhofft. Aber mehr wird nicht verraten.

09.01.2011 14:38:13
Pandit

Na ja - sehr viel mehr fällt mir dazu nicht ein!
Thema ist schon arg strapaziert, und es gibt bessere Vorbilder, die mehr an Tiefe und vor allen an Spannung transportieren. Kann man notfalls lesen, wenn gar nichts anderes zur Hand ist, muss man aber nicht.
Ich konnte mit keinem der 5 "Helden" wirklich warm werden , alles ziemlich behauptet, so kam es mir, nicht gerade von echtem Leben erfüllt.
Schade- hatte mir angesichts der Rezis wirklich mehr erwartet.

09.01.2011 01:32:21
Alberich

Ich habe nur den Anfang des Romans gelesen und fand ihn ziemlich langweilig. Die Figuren waren für mich nicht lebendig, die Handlung nicht fesselnd, die Sprache nicht farbig genug. Es fehlte mir an Details (z.B. Beschreibungen von Kleidern, Gesichtern, Orten, Räumen...) und Originalität. So war ich nicht verleitet, weiterzulesen.

04.01.2011 18:23:17
Henriette

„Der Hexenturm“ ist die Fortsetzung von „Das Hexenmal“. Der Leser begleitet in diesem Band die fünf jungen Personen weiter auf ihrem Weg. Da sind Johann und Franziska, inzwischen verheirat. Sie flüchten vor Johanns Vater, der Franziska als Hexe denunziert hat. Katharina flüchtet vor ihrer Familie. Sie soll ihren Schwager heiraten. Dies war der Wunsch ihrer verstorbenen Schwester. Clemens flüchtet vor seinem Mörder. Der wurde von seinem Schwager angeheuert. Und Burghard, Mönch, wird von seinem Glaubensbruder des Stehlens bezichtigt. Sie alle finden gemeinsam eine Zuflucht auf einem Gestüt. Was ihnen allerdings nicht bekannt ist, sind die ganzen Geschehnisse, die ihren Widersachern widerfahren. Wendet sich doch noch alles zum Guten??

Deana Zinßmeister hat mich von Beginn an mit der Geschichte „Der Hexenturm“ in ihren Bann gezogen. Sie hat einen Roman geschrieben, wo die Personen im Vordergrund stehen. Natürlich hat sie auch geschichtliche Hintergründe mit einfließen lassen, aber sie haben die Geschichte nicht erdrückt.
Gut gefallen hat mir, dass die Autorin die Schicksale der einzelnen Charaktere als Rückblende angerissen hat. So hatte ich immer nochmals vor Augen, warum und weshalb etwas passierte.
Der Schreibstil war hervorragend, leicht zu lesen.
Das Nachwort und das Personenregister empfand ich als hilfreich. So erhielt ich Infos, die mir zwischen „Das Hexenmal“ und „Der Hexenturm“ verloren gegangen waren.

Fazit: Für diese wunderbare Unterhaltung und herrliches Kopfkino vergebe ich fünf von fünf Sternen.

19.12.2010 23:58:29
Zabou1964

Als großer Fan der Autorin war ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung ihres Romans „Das Hexenmal“. „Der Hexenturm“ steht seinem Vorgänger in nichts nach und ist genauso spannend und mitreißend.

Nachdem den Protagonisten im letzten Band die Flucht aus dem Eichsfeld geglückt war, begleiten wir sie diesmal auf ihrem Weg Richtung Saarland, wo Clemens hofft, auf einem Gestüt eine Anstellung zu finden. Ihnen auf den Fersen sind jedoch weiterhin ihre Verfolger: Caspar Bonner, Johanns Vater, der ihn und die vermeintliche Hexe Franziska einfangen will, Adam Hastenteufel, ein Meuchelmörder, und der Magier Barnabas mit dem Mönch Servatius und der Kinderhexe Maria. Und auch in Wellingen, dem Ziel der fünf Flüchtlinge, ist ihnen nicht jeder wohlgesinnt. Neid und Eifersucht bringen die Freunde in Gefahr.

An Deana Zinßmeisters Romanen fällt sofort auf, dass sie hervorragende Recherche betreibt. Auf äußerst unterhaltsame Art und Weise bringt sie dem Leser die Zeit der Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert näher. Es wird sehr schön deutlich, dass vor allem Aberglaube und Missgunst oft die Auslöser waren, eine Frau – oder auch einen Mann – der Hexerei zu bezichtigen.

Besonders interessant fand ich die Figur der Kinderhexe Maria. Nachdem sie zuerst ihre Ziehmutter als Hexe verleumdet hat, schließt sie sich dem Magier Barnabas an, um mit ihm Hexen zu erkennen und zu überführen. Im ausführlichen Nachwort beschreibt die Autorin, dass es solche Kinderhexen tatsächlich gegeben hat. Zudem hat sie viele Menschen in ihren Roman eingebaut, die wirklich gelebt haben. Geschickt verwebt sie dabei Fiktion und Wahrheit zu einer glaubwürdigen Geschichte.

Durch geschickte Rückblenden rief sie mir die Ereignisse aus dem ersten Band wieder in Erinnerung. Diese ermöglichen es sicher auch Lesern, die den ersten Teil nicht gelesen haben, in die Handlung einzusteigen. Ein Personenverzeichnis am Ende des Buches verschafft zusätzlich den nötigen Überblick.

Das Ende des Buches hat mich vollends zufrieden gestellt. Nach einem spannenden Showdown und einem Epilog, in dem alle Figuren und deren weiterer Werdegang nochmals behandelt werden, habe ich das Buch zufrieden zugeschlagen.

Fazit:
Genau so muss ein historischer Roman für mich sein: spannend und unterhaltsam erzählt, historisch fundiert und mitreißend.

30.11.2010 10:27:07
Jürgen Clees

Der Hexenturm, die Fortsetzung von "Das Hexenma" ist wieder ein genial recherchierter historischer Roman von Deana Zinßmeister. Die Geschichte beginnt im Hessenland aber der meiste Teil der Handlungen spielt später im Saarland. Es geht um fünf Prodagonisten die eine neue Heimat suchen in den Zeiten der Hexenverfolgung. Beginnt alles noch mit wenig Hexenwahn so wird es im Laufe des Romans immer mehr. In dem Moment wo man denkt jetzt reicht es mit den Erzählungen um die Hexenverbrennung nimmt die Geschichte teilweise Verläufe die man so nicht vorhersehen kann und man legt das Buch nicht mehr aus der Hand. Spätestens beim Epilog ist man mit der Handlung und dem Ausgang der Geschichte mehr als zufrieden und von Tränen gerührt. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen - auch wenn man das Hexenmal vorher nicht gelesen hat !

30.11.2010 10:20:01
KimVi

"Der Hexenturm" ist der Folgeband zu Deana Zinßmeisters historischem Roman "Das Hexenmal". Er knüpft zeitnah an die Erlebnisse aus dem ersten Teil an und erzählt die Geschichte der fünf jungen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ihr Heimatland verlassen mussten, weiter.

Die Flucht ins Hessenland ist den fünf Weggefährten gelungen. Sie rechnen jedoch ständig damit von ihren Verfolgern eingeholt zu werden. Johann und Franziska fürchten, dass Bonner niemals Ruhe geben wird, bevor Franziska als verurteilte Hexe auf dem Scheiterhaufen brennt. Katharina ist noch immer nicht dazu bereit, den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Schwester zu erfüllen. Ein Leben an der Seite ihres ehemaligen Schwagers kann und will sie sich nicht vorstellen. Clemens hofft, dass er auf seiner Flucht den auf ihn angesetzten Söldner Hastenteufel abschütteln kann und Burghard versucht weiterhin dem Magier Barnabas und seinem Begleiter Servatius aus dem Weg zu gehen.

Die Freunde finden auf dem Gestüt Rehmringer Arbeit und Unterkunft. Sie hoffen darauf, sich ein neues Leben aufzubauen. Für Franziska und Johann ist eine feste Bleibe besonders erstrebenswert, da die Geburt ihres ersten Kindes unaufhaltsam näher rückt. Doch die Fremden werden längst nicht von allen Bewohnern mit offenen Armen empfangen. Sie treffen auf Neid und Missgunst. Auch innerhalb der Freunde kommt es zum erbitterten Streit, da Clemens und Burghard Gefallen an der hübschen Katharina finden. Mittlerweile hat der Söldner Hastenteufel erste Spuren entdeckt und beginnt mit der intensiven Verfolgung von Clemens. Er rückt den Freunden dabei immer näher. Auch Bonner macht sich auf den Weg um die Hexe Franziska zu stellen.

Den Magier Barnabas und seinen Begleiter Servatius verschlägt das Schicksal ebenfalls in die Nähe der Flüchtigen. Barnabas bietet auch im Hessenland seine Dienste als Hexenerkenner an und hat Unterstützung durch ein junges Mädchen erhalten, welches ebenfalls in der Lage ist Frauen der Zauberei zu überführen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Flüchtigen ihren alten Widersachern erneut gegenüber stehen.


Meine Meinung


"Der Hexenturm" ist bereits der zweite Band um die fünf Weggefährten. Das Buch lässt sich jedoch problemlos ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Teil lesen. Zum besseren Verständnis der Handlung gibt es einige kurze Rückblicke in die Vergangenheit. Mit diesen Informationen kann man dem aktuellen Geschehen mühelos folgen. Es wird dabei auch nicht zu viel verraten, sodass man den ersten Teil durchaus nach dem eigentlichen zweiten Band lesen könnte, ohne sich dadurch die Lesefreude zu verderben. Bei Fortsetzungsromanen ist es sicher empfehlenswert die richtige Reihenfolge einzuhalten, doch bei diesen beiden Romanen ist es nicht zwingend notwendig, da sie unabhängig voneinander gelesen werden können.

Die Fortsetzung knüpft beinahe nahtlos an das Ende des vorangegangenen Bandes an. Dabei wird die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Zunächst verlaufen die Handlungsstränge nebeneinander, doch gelegentlich verknüpfen sich die Handlungsfäden locker miteinander, sodass man einige Szenen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Das Schicksal hält einige Überraschungen für die Flüchtenden und ihre Verfolger bereit. Sie ahnen dabei natürlich nicht, wie nah sie einander manchmal sind. Gelegentlich treffen die Widersacher der fünf Freunde aufeinander. Sie wissen allerdings nicht, dass ihre Suche ein gemeinsames Ziel hat. Der Perspektivenwechsel liefert einen umfassenden Überblick über das Geschehen und steigert die Spannung. Relativ kurze und geschickt endende Kapitel verstärken diesen Effekt noch.

Die fünf Hauptprotagonisten wachsen einem bei ihrer Flucht schnell ans Herz. Man nimmt Anteil an den unterschiedlichen Schicksalen und verfolgt gebannt den weiteren Verlauf der Erzählung. Die fünf Weggefährten wirken dabei sympathisch und lebendig. Obwohl sie natürlich die "Guten" in dieser Erzählung sind, haben die Akteure nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen und diesen geben sie auch gelegentlich nach. Aber genau das, füllt die Handlung mit Leben und lässt die Protagonisten und ihre Handlungen authentisch wirken. Deana Zinßmeister beschreibt ihre Figuren und die wechselnden Handlungsorte so detailliert, dass man sie vor Augen hat. Der Mönch Servatius zählt zu den Verfolgern. Seine mangelnde Körperhygiene wird so intensiv beschrieben, dass man schon versucht ist, selbst die Nase zu rümpfen. Seine übrige Verhaltensweise verstärkt noch den negativen Eindruck, den man von ihm gewinnt. Auch die anderen "Bösen" dieser Handlung werden facettenreich beschrieben. Man leidet mit den fünf Freunden und ist erleichtert, wenn das Schicksal es mal nicht so gut mit den Bösewichten meint.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann in die Handlung eintauchen und ihr, trotz unterschiedlicher Erzählstränge, mühelos folgen. Der historische Hintergrund des Romans ist gut recherchiert und fließt in die Handlung ein. Die Hexenprozesse haben sich tatsächlich so zugetragen und die Menschen glaubten fest an die Existenz dieser unheimlichen Wesen. In dieser Erzählung gibt es etliche Personen die damals gelebt haben. Im angefügten Personenregister sind ihre Namen gekennzeichnet. Am Ende des Buchs findet man außerdem ein interessantes Nachwort, in dem genau erklärt wird, wo sich historische Fakten mit der schriftstellerischen Freiheit der Autorin mischen.


Mein Fazit


Ich habe bereits den ersten Band mit Begeisterung gelesen. Auch der Folgeband konnte mich wieder durch lebendige Charaktere und eine fesselnde und spannungsreiche Erzählung überzeugen. Die Geschichte der fünf Hauptprotagonisten ist zwar insgesamt gesehen abgeschlossen, doch ein paar lose Handlungsfäden am Ende der Geschichte, wecken in mir die Hoffnung auf einen weiteren Teil.

24.11.2010 17:11:26
Gerhild Sommer

Endlich der Nachfolger vom Hexenmal. Spannend und sehr autentisch geht es weiter.
Jedes Schicksal der jungen Thüringer - die es ja vielleicht so
gegeben haben könnte - ist für
jeden Leser sehr spannend und man fiebert einem guten Ende für alle entgegen. Ein Lesevergnügen für alle Fans des
historischen Romans