Die Königin der Gaukler

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Rowohlt, 2010, Titel: 'Die Königin der Gaukler', Originalausgabe

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Annalena Brix
Von Klostermauern zu Geige und Runen

Buch-Rezension von Annalena Brix Okt 2010

Im Jahr 1476 erhält eine Würzburger Bürgersfrau eine Prophezeiung. Ihr soll ein Kind geboren werden, ein Gauklerkind. Ihr jähzorniger Mann fasst Hoffnung auf einen Erben und so beginnt Reginas Geschichte.

Zwanzig Jahre später setzt sich die Geschichte im Kloster von St. Afra fort, wo die junge Regina erzogen wird. Nur selten ist sie im väterlichen Haushalt in der Stadt Würzburg. Regina ist das prophezeite Kind, welches der Leser nun genauer als hoffnungsvolle, neugierige und aufgeweckte junge Frau kennenlernt. Sie hat einen wachen Geist und wird auf eine Intrige innerhalb des Klosters aufmerksam, die ihr zum Verhängnis wird. Sie berichtet ihrem Vater, dem Stadtvogt davon, doch dieser schenkt ihr keinen Glauben, da Regina selbst in Verdacht gerät. So wird sie aus dem Kloster ausgeschlossen und vom Vater verstoßen.

Neue Figuren, neue Stationen

Einsam und allein schweift Regina durch Würzburg und weiß sich schon bald keinen Rat mehr. Schließlich trifft Sie auf ein Gauklerpaar, das sie aufnimmt und sich ihrer annimmt. Im Kreise der Gaukler wird sie Teil einer bunten und geselligen Gemeinschaft, lernt das Musizieren und den Umgang mit Runen. Die Erzählung springt weiter und gibt dem Leser ein neues Bild von Regina mit. Sie ist inzwischen eine begabte Geigerin und zieht die Menschen ebenfalls als Leserin der Runen in ihren Bann.

Mit der Geschichte Reginas begleiten den Leser immer mehr verschiedene Figuren. Einige von ihnen werden besser ausgestaltet, wie Rieke die Gauklerin, andere bleiben leider als Nebenfiguren eher blass. Das Figurenkabinett wirkt dadurch manchmal etwas unübersichtlich. Die Geschichte Reginas hält die Erzählung jedoch zusammen. Außerdem bringen die historischen Bezüge und Details zur lokalen Geschichte viel Charme in den Roman. So gelingt es dem Autor, ein farbenprächtiges Bild der Zeit zu zeichnen.

Heidnischer Kult und Mord

Dass eine Bürgerstochter unter den Gauklern lebt und die Fertigkeit besitzt, Runen zu lesen, bleibt in der Stadt nicht dauerhaft verborgen. So wird Regina nach einiger Zeit nach Creglingen geschickt, wo seltsame Ereignisse und mehrere Todesfälle mutmaßlich in Verbindung mit dem heidnischen Gott Wotan stehen. Als Runenleserin wird Regina in die Aufklärung der Vorfälle verstrickt. Dabei begegnet sie auch dem bekannten Bildhauer Tilman Riemenschneider.

Die Königin der Gaukler ist erneut ein Roman von Guido Dieckmann, der gut und gerne auch als historischer Krimi eingeordnet werden kann. Der angenehme Erzählstil schafft eine atmosphärisch ansprechende Verknüpfung der historischen und fiktiven Ereignisse und lässt lediglich ein wenig Figurentiefe vermissen. Die spannende Kriminalgeschichte und die lebendige Beschreibung der historischen Begebenheiten machen das Buch zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen.

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