Frevel im Beinhaus

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Rowohlt, 2010, Titel: 'Frevel im Beinhaus', Originalausgabe

Couch-Wertung:

80

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Annalena Brix
Mord, Knochenklau und eine Frau mit Spürnase

Buch-Rezension von Annalena Brix Aug 2010

Kurzgefasst:

Ein gottloser Frevel empört die Kölner Bürger: Aus einem Beinhaus wurden Schädel und Knochen entwendet. Kurz darauf wird im Hinterhof der Apothekerin Adelina eine schwangere Frau ermordet. Sogleich gerät Medicus Neklas Burka, Adelinas Gemahl, in Verdacht, die Frau für seine Experimente missbraucht zu haben. Adelina ist entschlossen, seine Unschuld zu beweisen. Doch selbst ihr kommen Zweifel, als sie wenig später in ihrem Keller einen geheimen Raum mit menschlichen Schädeln und Knochen findet...

 

Ende des 14. Jahrhunderts: Als aus einem Beinhaus Knochen verschwinden, geraten die Kölner Bürger in Aufruhr. Wenig später taucht eine Leiche auf. Die Leiche einer schwangeren Frau, der das Kind aus dem Leib geschnitten wurde. Der Fundort ist ausgerechnet die Abortgrube im Hinterhof der Apothekerin Adelina, die selbst schwanger ist. Schnell fällt der Verdacht auf ihren Mann Neklas, der Medicus ist. Darüber hinaus könnten beide Vorfälle sogar in Zusammenhang stehen. Adelina setzt umgehend alles daran, Neklas Unschuld zu beweisen.

Vielen Lesern ist die sympathische Spürnase Adelina bereits aus den vorangegangenen Bänden der Reihe bekannt. Doch auch wer "Frevel im Beinhaus" unabhängig von der Vorgeschichte liest, wird keine Probleme haben. Der Autorin gelingt es, den Leser schnell in ihre Geschichte zu verwickeln, ohne dass er die Orientierung verliert. Besonders Adelina gewinnt in Windeseile das Herz der Leser. Doch auch die anderen Figuren werden durch Tiefe und eigene kleine Handlungsstränge wunderbar eingebettet.

Alte Feinde, neue Gesichter

Während Adelina versucht Neklas zu entlasten, macht man ihr das Leben schwer. Nicht genug, dass ihr alter Widersacher Bruder Tomasius auftaucht, wird sie auch noch unter Hausarrest gestellt und muss die Anwesenheit einiger Stadtsoldaten sowie Hauptmann Greverode erdulden. Natürlich gelingt es ihr mit etwas Hilfe dennoch zu ermitteln und sie macht erschreckende Entdeckungen. Ihre Nachforschungen führen sie über schwarze Magie und Alchemie bis in die Katakomben der Stadt und das ist nicht immer ungefährlich. Ganz nebenbei fordert auch ein neues Gesicht, Lehrmädchen Mira, Adelinas Aufmerksamkeit.

Alte wie neue Figuren und ihre Geschichten werden geschickt verflochten und halten ein paar Überraschungen bereit. So wird im Laufe des Buches nicht nur der Kriminalfall gelöst, sondern auch einige Geheimnisse gelüftet. Besonders Mira, Tomasius und Greverode bereiten dem Leser auf ihre jeweilige Art Freude. Hintergrunddetails am Rande wie Kräuterkunde oder Alltagsgewohnheiten erfreuen zusätzlich. Die unterschiedlichen Figuren, die temporeichen Ereignisse und die historische Kulisse verlocken dazu, das Buch nicht zu schnell aus der Hand zu legen.

Spannende Lektüre und lockere Unterhaltung

Petra Schier gelingt es erneut, einen Roman zu schreiben, der kriminalistische Spannung, die richtige Prise Charme und leichtfüßige Familiengeschichte in historischem Kleid verbindet. Zwar sind die Wendungen im Kriminalfall sicher nicht immer überraschend und der Anteil der Figurengeschichte rund herum mag manchem Leser ein wenig zu viel Raum einnehmen, aber insgesamt - und gerade für Fans der Reihe - ist das Buch eine sehr angenehme, gelungene und unterhaltsame Lektüre!

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Letzte Kommentare:
24.07.2016 22:17:59
allegra

Heiligt der Zweck wirklich alle Mittel?
Diese Frage kann sich der Leser am Ende von „Frevel im Beinhaus“ stellen. Im Hause Burka wird es bald Nachwuchs geben. Adelina ist mit ihrem zweiten Kind hochschwanger. Das Lehrmädchen Mira und Griet, die Tochter von Neklas Burka haben zueinander gefungen und unterstützen Adelina bei ihrer täglichen Arbeit in der Apotheke und beim Fertigen von Heilmitteln. Alles könnte schön und heiter sein, wenn nicht ein schrecklicher Mord seine Schatten über die Familie werfen würde. Ausgerechnet Neklas gerät unter Mordverdacht. Adelina versucht mit ihren Mitteln die Unschuld von Neklas zu beweisen und ihn aus dem Gefängnis zu befreien.
Da ich die Adelina Bände schon sehr lange kenne, waren mir die Figuren von Anfang an sehr vertraut und ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen. Aber auch wer die Vorgängerbände nicht kennt, kann dieses Buch genießen, weil vorne ein ausführliches Personenverzeichnis den Einstieg erleichtert und die Kriminalfälle in sich abgeschlossen sind.
Ich empfand den Kriminalfall in diesem Band etwas gemächlicher als in den Vorgängern. Aber Langeweile kommt nicht auf, weil sich natürlich auch die Familie Burka weiter entwickelt. Am Ende wird es dann nochmal richtig spannend, so dass ich die letzten 50 Seiten in einem Rutsch lesen musste.
Ich vergebe diesem Buch 4 Sterne mit einer Empfehlung für Liebhaber mittelalterlicher Krimis. Für Adelina Fans ist das Buch natürlich ein Muss.

15.12.2015 00:51:29
odins kind

hallo liebe interessenten und begeisterte,

für mich war es durch die neuen und deutlicher werdenden beziehungen, die geschichte und handlung,wieder sehr interessant.
ich habe das hörbuch,ich glaube nun zum 3-4x durchgehört und kann mich immer kaum losreisen, denn man wird so in die zeit hinein katapultiert und möchte am liebsten mit allen am tisch sitzten und dazu gehören und es ist am ende immer schade sich trennen zu müssen.
es hört/liest sich sehr gut und als mittelalter freund ein muss, da auch die hintergründe gut passen. danke frau schier.

09.09.2013 15:40:04
LettersFromJuliet

Inhalt

Köln ist mal wieder in Aufruhr, denn aus einem Beinhaus wurden Schädel und Knochen gestochen. Ein paar Tage später wird eine ermordete schwangere Frau in Adelinas Hinterhof gefunden. Von dem Baby fehlt jede Spur.
Ihr Mann, der Medicus Neklas Burka, wird zum Hauptverdächtigen. Er soll die Frau für medizinische Experimente missbraucht haben.
Natürlich ist Adelina überzeugt davon, dass das nicht sein kann. Sie versucht den wahren Mörder ausfindig zu machen. Dabei macht sie eine erstaunliche Entdeckung und bringt sich selbst in Gefahr.

Meine Meinung

Eigentlich habe ich ja nur darauf gewartet, dass ich mal von einem Buch von Petra Schier nicht so begeistert. Es ist ja schließlich etwas ungewöhnlich, dass alle Bücher einer Autorin 4-5 Herzchen/Sterne erhalten. Leider ist es jetzt wirklich eingetroffen, denn dieser Band war deutlich schwächer. Irgendwie drehte sich die Geschichte im Kreis, die Handlung ging nicht vorran und insgesamt war es eher langweilig.
Ich mag die Charaktere wirklich sehr und vor allem Hauptmann Greverode gefällt mir jetzt viel besser, allerdings ging mir Adelina etwas auf die Nerven. Dass sie am Liebsten alles selber machen möchte ist ja nichts neues, aber in diesem Band wird es zu häufig hervor gehoben. Sie will doch dieses machen und jenes und dann muss sie sich noch darum kümmern. Irgendwann wurde das ziemlich anstrengend.
Der Schreibstil ist wie gewohnt super, genau richtig für einen historischen Roman.
So ca. das letzte Viertel wird dann aber doch noch richtig spannend. Nachdem Adelina eine gewisse Entdeckung macht nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf und ich wollte das Buch nicht mehr zur Seite legen.
Normalerweise weiß ich bis zum Schluss nicht wer der Mörder ist, hier hatte ich aber schon vorher einen Verdacht und ich lag richtig. Das finde ich allerdings nicht so schlimm, bei vielen Thrillern weiß man fast von Anfang an wer der Böse ist.
Mittlerweile habe ich auch schon den 5. Band gelesen und ich kann jeden beruhigen, der den 4. Teil auch nicht soooo toll fand: Es wird wieder besser!

Fazit

Leider konnte mich der 4. Adelina Band nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte drehte sich im Kreis, erst zum Ende hin wird es richtig spannend.

23.12.2012 20:24:16
PMelittaM

Drei Jahre sind seit den Ereignissen im letzten Adelina-Buch vergangen. Adelina ist wieder schwanger und freut sich auf ihr Kind. Doch dann wird in ihrer Abortgrube die Leiche einer Schwangeren gefunden –und erschreckenderweise hat man dieser das Kind aus dem Leib geschnitten.Adelinas Ehemann Neklas wird verdächtigt und bald auch verhaftet, weil er schon früher Sektionen gemacht hat und weil Thomasius, sein alter Feind, gegen ihn aussagt. Adelina will ihrem Mann helfen – und ist bald selbst in großer Gefahr.

Man ist sofort wieder mittendrin in Adelinas Familienleben, es ist, als gehörte man selbst dazu, dafür gebürt Petra Schier ein großes Lob. Im Laufe des Buches gibt es einige erstaunliche Enthüllungen und Entdeckungen in Adelinas Umfeld zu bewältigen, mir ist das fast ein bisschen zu viel, andererseits ist man umso gespannter darauf, wie sich das alles auf Adelina und ihre Familie auswirkt. Auch dieses Buch ist wieder ein richtiger Pageturner, fängt man einmal an zu lesen, kann man kaum aufhören.

Die Adelina-Bücher von Petra Schier sind für mich mittlerweile ein Muss. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band, der 2013 erscheinen wird.

23.10.2011 15:42:10
Histro-Fan

Ich bin wie immer voll auf begeistert von Adelina und Ihrer Familie und hoffe auf eine Fortsetzung. Das Buch war wie immer spannend zu lesen und im Gegensatz zu meinen Vorkommentator finde ich das die Reihe von Buch zu Buch besser wird und die Personen sprich Familie und Freunde immer vielschichtiger dargestellt werden. Bitte Frau Schier schreiben Sie bald eine Fortsetzung. Es gäbe noch viel zu erzählen. Leider kann ich jetzt nicht schreiben über wem oder was ich gern noch was erfahren möchte, da ich sonst zuviel vom Inhalt preisgeben müsste.

14.09.2010 23:31:49
Caro117

Leider kann ich die anderen Meinungen nicht teilen. Ich habe bisher alle Romane von Petra Schier gelesen, aber ich muss leider feststellen, dass die Bücher immer mehr nachlassen. Wo ist die Handlung, wo die Spannung? Ich bin über Petra Schier überhaupt zu den Histo-Krimis gekommen. Ich mag ihre Bücher, aber schon im "Der gläserne Schrein" und nun jetzt im 4. Teil der Adelina-Serie wird über viele Seiten nur unwichtige Details beschrieben. Zum Ende hin wird es etwas "spannender"... Leider nicht wirklich lesenswert :-(

05.09.2010 18:31:17
M-L. Bakhaus

Als ich mir das Buch gekauft hatte, stellte ich fest, dass es Band 4 einer Reihe ist. Ich habe es dann trotzdem gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Mit viel Liebe werden die Personen beschrieben, sie wachsen einem sofort ans Herz. Auch sonst hat die Autorin gut recherchiert und läßt das Köln dieser zeit im kopfkino entstehen. Natürlich werde ich mir jetzt die anderen Bände der Adelina - Reihe besorgen müssen. schließlich will ich ja wissen , wie alles begann.

24.08.2010 08:46:45
lesemoni

ich habe gerade den 4. Band fertig gelesen ( 00.11 Uhr ) und war wie schon von den ersten 3 Bänden wieder hellauf begeistert.Ich kann einfach nicht genug von Adelina und Co bekommen.Von mir aus könnte es noch sehr viele Folgen aus dieser Reihe geben, genug Kinder für eine neue Generation mit spannenden Geschichten sind ja vorhanden :-))))Auch ich werde nichts vom Inhalt verraten nur soviel, jaja der Herr Greverode läßt noch eine Bombe platzen :-))oder auch zwei ???!!!! Petra Schier hat mit Adelina,ihrer Familie und Freunden Protagonisten zum Leben erweckt die man einfach lieb gewinnt.Ich bin nun schon gespannt welches Abenteuer mich im 5. Band erwarten wird der wohl im nächsten Jahr erscheinen wird ( hoffe ich zumindest)Ich traue mich gar nicht die Marysa-Reihe anzufangen denn dann habe ich keine Histo-Romane mehr von Petra Schier im Regal stehen.In mir hat die Autorin jedenfalls einen treuen Fan solange es Bücher aus ihrer Feder geben wird.Demnächst werde ich auch ihre Hunde-Weihnachtsbücher beginnen die ganz bestimmt genauso schön wie ihre Histokrimis sind sein werden.Wer gerne Histo-Krimis liest wird an den Büchern von Petra Schier nicht vorbeikommen !!!!! Von mir eine absolute Leseempfehlung und 100 Punkte für vergnügliche und spannende Lesestunden ....