Stalingrad

Erschienen: Januar 1954

Bibliographische Angaben

  • , 1946, Originalausgabe

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Viktor Nekrassows Roman von 1946 ist das erste Buch über die Schlacht von Stalingrad und gilt bis heute als lesenswertes Dokument. Sachlich, ohne Pathos und aus eigenem Erleben – aus dem Blickwinkel der im Schützengraben kämpfenden sowjetischen Soldaten – schildert der Autor das Kriegsgeschehen. Seine Helden haben nur den schmalen Abschnitt vor sich, die Verteidigungsgäben, den Unterstand im Keller.

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Letzte Kommentare:
26.11.2006 00:33:00
Sulser

Mindestens ebenso wichtig wie die Waffen ist der Spaten für den Ich-Erzähler Kershenzew, einen Leutnant, der in die Erde eingewühlt Stalingrad aus der Froschperspektive erlebt. Übersicht gibt es nicht, das Erzählpräsens lässt seinerseits keinen Panoramablick zu.
Im Inferno von Stalingrads Schützengräben hält sich der Leser an die Beobachtungsgabe des Protagonisten, der hinter der Kriegsmaschinerie Igor, Karnauchow und wie sie alle heissen mögen mit wenig Worten so skizziert, dass sich Einzigartiges und Charakteristisches gleichsam einbrennen. Schirjajews Unverständnis, dass sein Kamerad, der Mathematiker Farber, weder Wodka noch Schlägereien mag, wird austariert dadurch, dass Letzter Schirjajews Verlässlichkeit und Integrität erspürt und ihn beneidet. Nur schwer kann man sich Kershenzew ohne dessen Ordonnanz Walega, eine Mischung aus Ergebenheit und praktischer Gewieftheit, vorstellen: Trotz prekärster Lage ist es immer wieder ihm zu verdanken, dass ein Menschlichkeit überhaupt erst erlaubendes Minimum an Geborgenheit und Genuss da ist.
Dass sich im Mikrokosmos der Unterstände und Laufgräben, in die zwar Befehle, kaum aber Information, eindringen, die grosse historische Kriegswende abspielt, verblüfft nicht mehr als der Kontrast zwischen der alle Unterschiede nivellierenden schmutzig-blutigen Vernichtung und unvermittelt aufflackernder Individualität.
Unter Nekrassows scharfem Blick gibt es kein Pathos: Die vom alles verschlingenden Hier und Jetzt aufgeriebenen Kräfte erlauben nur in den seltensten Fälle Reflexionen und gelungene zwischenmenschliche Nähe. Wenn aber einer nachhaltig irritierenden Figur attestiert wird, Neugierde und Angst seien in ihr "einfach verkümmert", tut sich hinter der lakonischen Oberfläche eine komplexe Tiefe auf.