Die Kupferhändlerin

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Piper, 2009, Titel: 'Befriad', Originalausgabe

Couch-Wertung:

80

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Annalena Brix
Auf ungewisser Reise mit Freunden und Piraten

Buch-Rezension von Annalena Brix Mai 2010

Kurzgefasst:

1395: Die Handelsherrin Anne Persdotter muss nach dem Einzug der Hanse ihre Geschäfte in Stockholm aufgeben. Als sie dem Kupferhändler Leonardo begegnet, ergeben sich jedoch neue Möglichkeiten. Anne und der attraktive Venezianer, die sich seit ihrem ersten Treffen unwiderstehlich voneinander angezogen fühlen, beschließen zusammenzuarbeiten. Gemeinsam brechen sie auf einem Schiff in Richtung Konstantinopel auf, um dort schwedisches Kupfer zu verkaufen. Doch unterwegs wird die Kogge von Piraten gekapert. Anne gerät in die Gewalt Klaus Störtebekers, der von der schönen Handelsherrin überaus fasziniert ist...

 

Belagerung, Bedrohung und Machtkämpfe zwischen Hanse, Vitalienbrüdern und Adel erlebt Stockholm seit Jahren. Nun, im Jahr 1395, hatte die Hanse die Macht in der Stadt und die Einwohner hofften endlich auf Frieden.

Die Handelsherrin Anne Persdotter lebt mit ihren beiden Kindern in ihrem Handelshaus und bemüht sich redlich darum, dass das Geschäft floriert, um ihre kleine Familie ernähren zu können. Doch die Hanse kommt der Witwe auf die Schliche, denn sie hat keine hanseatische Ausbildung oder eine Genehmigung vorzuweisen. Anne ist verzweifelt und sucht Rat bei ihren Freunden Valborg und Mattis. Beide reden ihr gut zu, die Stadt vorläufig zu verlassen und in den Bergen Handel zu treiben. Schweren Herzens folgt Anne dem Rat und reist - nicht zum ersten Mal - notgedrungen ab. Das Handelshaus lässt sie in der Obhut ihrer Freunde und auch ihre Kinder bleiben vorerst zurück, sollen ihr aber so bald wie möglich folgen.

Charakterstarke Figuren, abenteuerliche Reisen

Anne, die schon in den ersten zwei Romanen der Trilogie immer wieder vor neuen Herausforderungen stand, hat es auch diesmal nicht leicht. Doch sie stellt sich den Abenteuern, die das Leben ihr bietet. Die Autorin hat mit Anne eine starke Figur gezeichnet, welcher man vor allem hinsichtlich der gesamten Trilogie anmerkt, dass sie an ihren Erlebnissen gewachsen ist. Dasselbe gilt auch für ihre Freunde Mattis und Valborg, die den Leser ebenfalls seit dem ersten Teil begleiten. Außerdem treten weitere bekannte und natürlich neue Figuren auf. Besonders beeindruckend und sehr sorgfältig angelegt ist die historische Figur Klaus Störtebeker. Auch der Auftritt von Königin Margareta ist gut beschrieben. Der etwas geheimnisvolle venezianische Händler Leonardo ergänzt das abwechslungsreiche Figurenkabinett, das den Leser auf so manche Reise und an unterschiedlichste Orte mitnimmt.

Annes erste Reise, auf der Sie auch Leonardo kennen lernt und Magnus wiedertrifft, führt nach Bergslagen, wo sie das erste Mal ein Kupferbergwerk von innen sieht. Später nach tragischen Ereignissen verbündet sich Anne mit Leonardo und geht mit ihm auf lange Handelsfahrt Richtung Mittelmeer. Unterwegs wird ihr Schiff allerdings von Störtebeker gekapert und Anne gerät in seine Gewalt und wird zu einer Gefangenen in seiner Festung.
Mattis wiederum zieht es von Stockholm nach Visby, doch er findet dort nicht, was er erwartet hatte. Die Perspektivwechsel ermöglichen es erneut, die historischen Ereignisse von ganz verschiedenen Seiten zu betrachten und die gesamte Geschichte breit zu fächern. Die Reisen und fremden Orte faszinieren und unterstreichen zudem die Dynamik des Romans.

Freundschaft, Heimkehr und Historie

Neben den wieder gut integrierten historischen Ereignissen hat man fast das Gefühl, als sei der Roman außerdem eine Liebeserklärung an die Freundschaft. Unabhängig davon, ob man alle drei Bücher oder nur dieses liest, hat man am Ende auch eine Geschichte über eine tiefe Freundschaft gelesen, die eindrucksvoll wie wünschenswert ist. Hinter Anne liegen aufregende Zeiten und ihre Rückkehr nach Stockholm ist eine Heimkehr zu ihren Freunden, die überzeugt, berührt und eine Überraschung bereithält. Catharina Sundberg vermag es aufs Neue viele spannende Charaktere zu versammeln, fremde Orte wunderbar zu beschreiben, von historischen Ereignissen zu berichten und eine spannende, vielseitige Geschichte zu erzählen! Ein absolut lesenswerter Roman!

 

Die Kupferhändlerin

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Letzte Kommentare:
25.03.2012 17:21:04
kai Wolters

Obwohl die Autorin am Ende des Buches behauptet die historischen Hintergründe recherchiert zu haben, springt sie doch heftig in der Zeit. Konstntinopel gehörte zu Störtebeckers (+1401) Zeit noch zum oströmischen Reich (bis 1453). Eine Frau musste sich nicht verschleiern. Auch Sultan Ahmed I war nicht präsent, das war rd. 200 Jahre später.