Der geheimnisvolle Eremit

Erschienen: Januar 1991

Bibliographische Angaben

  • Heyne, 1987, Titel: 'The hermit of Eyton Forest', Originalausgabe

Couch-Wertung:

88

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Christina Wohlgemuth
 Wenn nichts ist, wie es scheint ...

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Aug 2009

England, nahe der Grenze zu Wales, im Jahre des Herrn 1142. Während sich im Bürgerkrieg, der das Land seit Jahren in anarchistische Zustände stürzt, das Blatt zu Gunsten des Königs zu wenden scheint, bleibt auch Shrewsbury von beunruhigenden Vorfällen nicht verschont. Einer der Klosterschüler, der jüngst geerbt hat, verschwindet spurlos. Und im Wald nahe der Abtei, in dem sich erst kürzlich ein Eremit mit seinem Helfer niedergelassen hat, wird die Leiche eines Mannes gefunden. Stehen die beiden Taten in Zusammenhang? Während der Sheriff verbissen nach einem Entführer und einem Mörder sucht, wirft Bruder Cadfael dank seiner Menschenkenntnis einen Blick hinter das Offensichtliche - auch wenn nicht einmal er ahnt, welche Überraschungen diese Angelegenheit noch bereithalten wird ...

In seinem nunmehr dreizehnten Fall muss Bruder Cadfael erneut an zwei Fronten ermitteln. Nicht nur die Entführung eines Klosterschülers fordert ihn, auch der Mord im Eyton Forrest verlangt seinem detektivischen Spürsinn einiges ab. Während hinter der Entführung die Gier nach einem Erbe zu stecken scheint, ist bei dem Mord der Begleiter des Eremiten der Hauptverdächtige. Doch während der Sheriff als offizielle Stelle auch die Interessen seines Königs wahren muss, kann sich Bruder Cadfael auch auf andere Pfade begeben.

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Wer sich an die chronologische Reihenfolge hält - was bei den Cadfael-Krimis sehr zu empfehlen ist, da der historische Hintergrund immer von Bedeutung ist - trifft Cadfael, Abt Radalfus, Bruder Jerome, Hugh Beringar und all die anderen nunmehr schon zum dreizehnten Mal wieder. Mittlerweile sind die Figuren alte Bekannte geworden, und dennoch schleicht sich niemals Langeweile ein, niemals wird man der Figuren überdrüssig.

Dies schafft die Autorin dadurch, dass sie die Figuren immer wieder in einem neuen Licht erscheinen lässt, den Leser immer neue Facetten erkennen lässt und trotzdem ein Gefühl der Behaglichkeit schafft. Und so ist es auch ohne weiteres zu verkraften, wenn der historische Hintergrund - wie in diesem Krimi - ein wenig in den Hintergrund und der eigentliche Kriminalroman mehr Spielraum bekommt.

Eine spannende Auflösung nach schwächerem Start

Zwar kommt der Krimi dieses Mal nur langsam in Gang - die Begleitumstände erhalten zunächst mehr Raum dennoch hält die Autorin eine konstante Spannung aufrecht. Es ist keine reißerische, actiongeladene oder gar blutrünstige Spannung, wie sie häufig in modernen Thrillern zu finden ist. Der Leser kann sich voll und ganz auf die Handlung und die Figuren konzentrieren - ohne durch irgendwas abgelenkt zu werden.

Daher hat der Leser voll und ganz Zeit, sich auf die Krimihandlung zu fokussieren - und kann daher dieses Mal den Tätern schneller auf die Spur kommen als der Detektiv in der Mönchskutte. Aufgrund der spannenden Umstände der Auflösung tut dies jedoch dem Krimi keinerlei Abbruch.

Wie auch seine Vorgänger ist Der geheimnisvolle Eremit für die Fans anspruchsvoller historischer Kriminalromane definitiv einen Blick wert!

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Letzte Kommentare:
20.08.2009 10:01:46
tassieteufel

Oktober 1142 in der Abtei Shrewsbruy, während ein Schüler des Klosters, der nach dem Tode seines Vaters in die Obhut von Abt Radulfus gegeben wurde, verschwindet und im Wald nahe der Abtei Sir Drogo Bosiet, der auf der Suche nach einem entflohenen Leibeigenen ist, ermordet aufgefunden wurde, erhält Hugh Beringar die Nachricht, das ein Gefolgsmann der Kaiserin aus dem belagerten Oxford entkommen ist. Es gibt also wieder jede Menge zu tun für
Bruder Cadfael und den Sheriff.
Wie in allen Cadfael Bänden sind die Personen wunderbar geschildert, Ellis Peters braucht dafür nur wenig Worte und kann den Figuren trotzdem Tiefgang und Profil verleihen. Die Handlung ist ganz gut konstruiert obwohl man als geübter Krimileser ahnt, daß die eine oder andere Person nicht die ist, die sie zu sein vorgibt, aber wer Cadfael kennt weiß auch, das Personen, über die der Bruder seine Hand hält, niemals Schurken sind. Am Ende gibt es noch eine interessante Wendung und typisch für Cadfael ist die Auflösung nicht immer konform mit dem Gesetz.

Fazit: historischer Hintergrund und Krimifall sind geschickt miteinander verbunden und Ellis Peters Erzähltalent bescheren wie immer pures Lesevergnügen auf der ganzen Linie.