Der Rosenmord

Erschienen: Januar 1991

Bibliographische Angaben

  • Heyne, 1986, Titel: 'The rose rent', Originalausgabe

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Christina Wohlgemuth
Der Fluch der Rosen

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Aug 2009

Shrewsburry, im Frühjahr 1142. Mit großen Schritten naht der Frühling und mit ihm der Jahrestag der Grablegung der Heiligen Winifred. An diesem Tag soll der Witwe Judith Perle, wie jedes Jahr, eine Rose übergeben werden. Eine Rose von einem Strauch, der bei dem Haus wächst, das die junge Witwe nach dem Tod von Mann und Kind der Abtei vermacht hat. Doch der ungewöhnliche Pachtzins steht in diesem Jahr unter keinem guten Stern - eine Spur von Gewalt zieht sich durch Shrewsburry. Bruder Cadfael muss sich beeilen, wenn er ein noch größeres Unglück verhindern und den Täter überführen will.

Der Tag, an dem die Gebeine der Heiligen Winifred - dem Vernehmen nach zumindest - in Shrewsburry zur letzten Ruhe gebettet wurden, ist für die Abtei der Benediktinermönche ein großer und bedeutsamer Tag. Umso entsetzlicher, dass sich im Vorfeld dieses Feiertags ein Schatten über die Gemeinde legt. Im Garten des Hauses, das die Witwe Judith Perle der Abtei vermacht hat, wird ein Bruder tot aufgefunden, der Rosenstock ist zerstört. Als dann noch eine Entführung die Gemüter aufschreckt, ist es einmal mehr an Bruder Cadfael, den Frieden wieder herzustellen.

Der dreizehnte Band einer beeindruckenden Reihe

Seinen dreizehnten Fall darf Bruder Cadfael in diesem Band lösen, ein dreizehntes Mal halten Mord und andere Verbrechen die kleine Gemeinde im Würgegriff. Das Konzept ist bewährt, etabliert und funktioniert wie am ersten Tag: Bruder Cadfael und sein Freund, der Sherrif Hugh Beringar, werden mit einem Verbrechen konfrontiert. Abseits von staatlicher Macht nutzt der Mönch seine Erfahrung und Menschenkenntnis, um dem Geheimnis um die Rosenmorde auf die Spur zu kommen.

Auf kriminalistischer Ebene präsentiert Ellis Peters den Lesern einen klassischen Whodunnit - die Suche nach dem Täter steht im Mittelpunkt. Doch Ellis Peters wäre nicht Ellis Peters, wenn sie nicht eine starke psychologische Komponente zu ihrem Krimi hinzufügen würde. Das Verhalten von Menschen in Ausnahmesituationen, ihre Wege, mit dem Schicksal umzugehen - all das sind Dinge, denen die Autorin in diesem rund 250 Seiten langen Krimi auf den Grund geht.

Alte Bekannte, die niemals langweilig werden

Wenn eine Autorin oder ein Autor eine Ermittlerfigur und ihr Umfeld immer und immer wieder verwenden, laufen sie schnell Gefahr, sich zu wiederholen und den Leser zu langweilen. Charaktere, die der Leser schon lange kennt, können nicht mehr unbedingt etwas Neues bieten. Es zeugt von den hohen Fähigkeiten der Autorin, dass sie es schafft, ihre Charaktere immer und immer wieder neu zum Leben zu erwecken und dem Leser trotzdem ein Gefühl von Vertrautheit zu geben.

Stilistisch bleibt sich die Autorin treu - eine Schreibe, die Aufmerksamkeit vom Leser fordert, ohne ihn zu überfordern. Eine spannende Geschichte, die den Leser fesselt und dennoch weit davon entfernt ist, banal zu wirken. Die Mönch-Krimis von Ellis Peters sind mittlerweile zurecht Klassiker ihres Genres und jedem Fan von Mittelalter-Krimis zu empfehlen.

Der Rosenmord

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Letzte Kommentare:
18.08.2009 14:38:02
tassieteufel

Shrewsbury im Sommer 1142: vor Jahren überließ die junge Witwe Judith Perle das Haus mit Grundstück, in dem sie mit ihrem Mann glücklich war, der Abtei. Sie erbat als Pacht lediglich alljährlich eine Rose vom Rosenstock aus dem Garten, fällig zum Fest der heiligen Winifred.
Doch in diesem Jahr steht das Ganze unter keinem guten Stern, ein Unbekannter zerhackt des Nachts den Rosenstrauch und ein junger Mönch aus der Abtei wird unter dem geschändeten Rosenstrauch aufgefunden. Die junge Witwe, immer noch unglücklich über den
Verlust ihres Mannes, wird von diversen Freiern immer heftiger bedrängt, und so spielt sie mit dem Gedanken ins Kloster einzutreten, doch plötzlich wird sie entführt und ein weiterer Mord geschieht, so daß wieder einmal Bruder Cadfaels ganzer Scharfsinn gefragt ist.
Bruder Cadfael ist eine unheimlich sympathische Figur, die einem immer mehr ans Herz wächst. Mit viel Gespür für die menschlichen Höhen und Tiefen gelingt es ihm auch hier wieder, den diesmal recht verzwickten Fall zu lösen.
Was anderen Autoren im ganzen Buch nicht gelingt, nämlich ihren Personen Tiefgang zu verleihen, das schafft Ellis Peters immer mit wenigen Worten. Mit wenigen "Pinselstrichen" zeichnet sie ihre Figuren und haucht ihnen Leben ein, so das man die einzelnen Protagonisten geradezu vor sich sieht. Auch die sich dezent anbahnende Liebesgeschichte kommt ohne Schmalz und ausufernde Schilderungen aus und trotzdem hofft man mit dem Paar auf einen glücklichen Ausgang.
Der Krimifall ist recht geschickt konstruiert, der versierte Krimileser mag ev. schon ahnen, wer der Bösewicht ist, doch es gibt einige Wendungen in der Geschichte, die einen unsicher werden lassen. Am Ende wird der Fall wieder einmal nur durch Cadfaels Scharfsinn gelöst.

Fazit: ein spannender Krimifall, viel mittelalterliches Flair und gelungen geschilderte Figuren bieten Lesegenuß pur! Und für Cadfael-Fans ist das Buch eh ein Muss!.