Der Kainsmaler

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • , 2009, Titel: 'Der Kainsmaler', Originalausgabe

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Wir schreiben das Jahr 1909. Gustav Ginther ist ein Mann in den besten Jahren, nichts fehlt ihm: Seine Familie blüht, als Miterbe einer großen Schokoladenfabrik gehört er zum gehobenen Bürgertum der Stadt Würzburg und sein Renommee als einer der besten Pastellmaler seiner Zeit ist unangefochten.

Doch ihn quält ein unheimliches Rätsel aus seiner Kindheit. Als er zwei Jahre alt war, verschwand bei einem Spaziergang sein Zwillingsbruder und blieb unauffindbar. Das Thema fließt obsessiv in seine Bilder ein und verschafft ihm den Beinamen "Kainsmaler". Weitere mysteriöse Begebenheiten führen Ginter nach Gaildorf, Mergentheim, Stuttgart und darüber hinaus: Seine Bilder wurden von unbekannter Hand aufgekauft und mit gefälschter Signatur wieder auf den Markt gebracht. Durch Hinweise aus Künstlerkreisen kommt er einem unglaublichen Familiengeheimnis auf die Spur...

 

Der Kainsmaler

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Letzte Kommentare:
29.05.2009 13:07:20
Lebensphilosoph

Eine andere Melodie - schön!

Das ist keine Ratz-Fatz-Story aus Utopia, sondern eine langsame und detailgenaue Erzählung da, wo auch die Realität beschaulich ist - eine schnell und entschlossen wirkende Handlung da, wo es um Entscheidungen geht. Ein Buch zum Ausruhen und vor allem zum Nachdenken. Mir hat es sehr gefallen.

Gefallen haben mir vor allem auch die Hauptfiguren: der zaudernde und unsichere Maler aus Würzburg, der pfiffige und lebensfrohe Gewürzhändler aus Hamburg und der zwielichtige Schokoladenbaron. Friederich hat sie schön gemalt.

Von der Kunstgeschichte hatte ich vorher keine Ahnung. Aber dieser Roman entführt auch den blutigen Laien sanft und umsichtig in die Welt der Malerei. Herrlich!

19.05.2009 13:40:34
Geschichtsliebhaber

Ungewöhnlich, andersartig, aber sehr lesenswert

Erst beim zweiten Lesen habe ich die Tiefenwirkung dieses historischen Romans erkannt. Beim ersten Lesen haben mich die Schlagzeilen aus dem Jahr 1909 etwas gestört, die jedes der zwölf Kapitel einleiten. Nur ein Ereignis statt zehn, zwölf Hinweise hätte genügt, dachte ich zuerst. Aber dann merkte ich, dass so nur die immer gleichen politischen Schlagzeilen übrig geblieben wären, die in jedem Schulbuch stehen. Friederich will offensichtlich mehr: die Kulisse Monat für Monat dem Leser vor Augen genau führen, vor der seine Geschichte spielt und die seine Geschichte immer wieder aufnimmt: Natürlich die auf einen Krieg zusteuernde Politik; die einmalige technische Euphorie jenes Jahren mit dem noch unentschiedenen Wettstreit zwischen Luftschiff und Flugzeug und dem Rausch der Geschindigkeitsrekorde von Automobil und Motorrad; die kulturellen Highlights, die wirtschaftlichen Sorgen der Bevölkerung und der beginnende Kampf um die Emanzipation der Frau.

Die Sprache im Buch ist leicht verständlich; Fremdwörter und Fachbegriffe meidet der Autor. Deshalb liest sich der Roman flüssig. So merkt man nur beim genauen Hinsehen, dass da mehr als eine einfallsreiche Geschichte geboten wird. Wie Friederich das Auf und Ab eines depressiv gestimmten Menschen schildert, zeugt von großer beruflicher und menschlicher Erfahrung. Und die einfühlsame, kurz gefasste Darstellung der kunsthistorischen Weichenstellung des Jahres 1909 ist gekonnt.

Ich habe das Buch beim zweiten Lesen genossen.

04.05.2009 19:18:28
Magda Krapp

Ein perfektes Gemälde des Jahres 1909

Gerd Friederich erzählt eine packende, unglaubliche Geschichte, die vor genau einhundert Jahren spielt und mit realen Fakten und Persönlichkeiten jener Zeit verwoben ist. Die überaus spannende Handlung ist dabei gekonnt in die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Schlagzeilen des Jahres 1909 eingebettet, passt aber genau so gut ins Hier und Heute des Jahres 2009. Gerade das gibt diesem Roman seinen besonderen Reiz.

Historische Romane, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielen, gibt es - leider - nicht sehr viele. Umso schöner, wenn dann wie hier mit so viel Liebe zum Detail erzählt wird. Schon in seinem historischen Roman "Der Dorfschulmeister" hat Friederich eine farbige Handlung vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Spannungen der Jahre 1842 bis 1856 geschildert. Mit seinem neuen Roman ist ihm eine einfühlsam erzählte Geschichte gelungen, die ein völlig unerwartetes, überraschendes Ende nimmt. Ein wunderbares Buch zum Genießen und ein perfektes Gemälde des Jahres 1909; ein Muss für alle Geschichts- und Kunstfreunde.