Die irische Rebellin

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Fischer, 2008, Titel: 'Die irische Rebellin', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Ansprechendes, aber noch nicht ausgereiftes Debüt

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Mär 2009

Kurzgefasst:

Im Irland des ausgehenden 18. Jahrhunderts kämpfen die Aufständischen der United Irishman für die Unabhängigkeit von der britischen Krone. Die junge Waise Sharon schließt sich den Rebellen an. Zuerst erscheint ihr das Leben zwischen Lagerfeuern und nächtlichen Scharmützeln wie ein Abenteuer. Sie verliebt sich in den Captain der Aufständischen, Connell O'Leary. Aber dann wird Connell bei einem Angriff der englischen Truppen schwer verletzt. Sharon kann sich mit ihm und mit seinem Bruder Cyril in die entlegene Jerpoint Abbey retten. Während sie um Connells Leben kämpft, zieht der verschlossene, mysteriöse Cyril Sharon in seinen Bann. Unvermittelt gerät ihre ganze Welt aus den Fugen. Sharon muss entscheiden, ob sie in Irland bleiben oder die Flucht nach Frankreich wagen soll.

 

Wenig ist bisher über die französische Verbundenheit mit den irischen Rebellen, die sich gegen die englische Besetzung wehrten, geschrieben worden. Inez Corbi hat sich diesem Thema angenommen und daraus einen ansprechenden historischen Roman gemacht. Obwohl im Mittelpunkt der Geschichte die Waise Sharon und ihre Liebe zum Rebellen-Führer Connell steht, bekommen der Aufstand der Iren und ihre Hoffnung auf ihre französischen Helfer viel Raum. Genügend, um die - an sich seichte und wenig überzeugende -Liebesgeschichte genießbar zu machen.

Während die irischen Rebellen zum Kampf gegen die „Rotröcke" aus England aufrufen und für ein freies Irland kämpfen, lernt Sharon den attraktiven Rebellen-Captain Connell kennen. Ihre Liebe wird vom Frauenschwarm Connell erwidert und sie wähnt sich im siebten Himmel. Doch dann wird Conell verwundet. Zusammen mit dem charismatischen, aber etwas düsteren Cyril, dem älteren Bruder Connells, gelingt es Sharon, den Verwundeten aus dem Kampfgebiet zu retten. Doch Conells Leben hängt an einem seidenen Faden. In ihrer Verzweiflung sucht Sharon Halt bei Cyril. An einem trunkenen Abend erliegt sie Cyrils Charme, was nicht ohne Folgen bleibt. So muss Sharon die Sache dem genesenden Connell beichten.

Ich-Perspektive und Charakter „Sharon"
überzeugen nicht

Inez Corbi versucht den Spannungsbogen mittels wechselnder Perspektive zu steigern. Dies will ihr jedoch nicht ganz gelingen. Der Wechsel von Sharons Ich-Form zur Drittperson-Erzählform und wieder zurück ist nicht ganz überzeugend und bringt dem Buch in dessen Gesamtheit wenig. Im Gegenteil, es scheint da und dort, als sei die Autorin mit der Ich-Erzählform etwas an Grenzen gekommen und hätte deshalb den Ausweg über die unpersönliche Erzählweise gewählt.

Einfach hat es sich Inez Corbi auch mit der Protagonistin Sharon nicht gemacht. Doch das Bild der irischen Rebellin will nicht so recht überzeugen. Die junge Frau bleibt farblos und recht unsympathisch, da und dort erscheint sie für eine „Heldin" etwas weinerlich und durch die ganze Geschichte hindurch bleibt sie unreif und badet im Selbstmitleid. Sehr gelungen sind hingegen Connell und vor allem Cyril. Sie verhalten sich stimmig und schlüssig, werden zu Sympathieträgern. Sie sind auch der Beweis dafür, dass in Inez Corbi durchaus Potenzial steckt und die verschiedenen Schwächen ihres Erstlings zu vernachlässigen sind.

Gut lesbarer Schmöker

„Die irische Rebellin" ist ein gut lesbarer Schmöker, der viel Wissenswertes über die Zeit der irischen Revolution beinhaltet. Allerdings muss der Leser Liebesgeschichten mögen, sonst wird ihm der Roman zu seicht. Hier hätte es gut getan, das Gewicht noch etwas von der Liebesgeschichte weg und zum Kampf der Rebellen hin zu verschieben. Denn gerade die Schilderungen der Unterdrückung durch die Engländer und die Lebensumstände sind die eigentlichen Pluspunkte des Buches.

Auf ein weiteres Buch von Inez Corbi darf man durchaus gespannt sein, jedoch ist zu hoffen, dass es sich nicht um die Fortsetzung ihres Erstlings handelt, auch wenn dessen Schluss diese Befürchtung nährt.

Die irische Rebellin

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Letzte Kommentare:
17.11.2009 19:50:29
Tabaluga

Dieses Buch zeichnet ein anfängliches Bild der irischen und französischen Verbundenheit während der irischen Freiheitskämpfe. "Anfänglich" für mich deshalb, da ich gerne mehr über den irischen Freiheitskampf und die Verbundenheit der Franzosen sowie den Widerstand gegen die englische Besatzung erfahren hätte.
Im Vergleich zu den facettenreich beschriebenen Protagonisten, Connell und Cyril, verblasst die weibliche Hauptperson, Sharon, und hinterläßt ein fades Gefühl. Dieses Buch hat meinen Hunger geweckt, mehr über diese Zeit und die Zusammenhänge zu erfahren.