Rembrandts Garten

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Piper, 2006, Titel: 'Rembrandts Garten', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Farbenfrohe Spannung dank gelungener Pinselführung

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Jan 2009

Kurzgefasst:

Eine verschwundene Zeichnung Rembrandts veranlasst 1628 einen jungen Holländer zu einer ereignisreichen und gefährlichen Suche, die ihn bis in die von Wallenstein belagerte Hansestadt Stralsund führt. Unversehens wird Flora, die Tochter der städtischen Hebamme, in das Geheimnis, das die Zeichnung umgibt, hineingezogen. Unerschrocken hilft sie, das Rätsel zu entwirren, trifft den jungen Rembrandt und entdeckt nicht nur die Kraft der Farben und des Wechselspiels des Lichts, sondern auch die Liebe.

 

Flora kann ihr Glück kaum fassen. Die Tochter der städtischen Hebamme in Stralsund hat das Herz des jungen Stadtrats Lucas von Wurffrath erobert. Dies just bevor das protestantische Stralsund von den kaiserlichen, katholischen Truppen belagert wird. Eine Ehe mit dem Stadtrat würde sie davor bewahren, in die Fussstapfen ihrer Mutter zu treten. Denn Flora ekelt sich vor den Körperflüssigkeiten bei einer Geburt. Zwar vermag sie es wie keine zweite, die Ereignisse mit geübter Hand in ihrem Hebammenbuch zu skizzieren, doch ist diese Kunst im Jahre 1628 wenig gefragt. Auf einem späten Heimweg wird Flora Zeugin eines Überfalls auf einen jungen Mann. Sie rettet ihn im letzten Moment vor seinen Peinigern und bringt ihn zu ihrer Mutter. Kaum genesen, will sich Marten wieder auf die Suche nach dem Holländischen Geschäftsmann machen, der aus Versehen das Testament in Rätselform von Martens Vater einsteckte. Um an sein Erbe zu gelangen, muss Marten wieder in den Besitz des Rätsels kommen. Doch die Belagerung der Stadt Stralsund bringt die Pläne aller tüchtig durcheinander.

Feine Feder

Die Autorin Katja von Glan führt bei diesem Roman eine feine Feder. Die frühe Einbindung des Malers Rembrandt in die Geschichte mag zwar zunächst etwas bemüht wirken, doch davon abgesehen arbeitet sie in ihrem Wortegemälde die einzelnen Passagen sicher und farbenfroh heraus. Ob es nun die verschiedenen Beweggründe sind, die die Menschen vorantreiben oder die geschichtlichen Abläufe rund um die Belagerung: Die Autorin zeigt, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht hat und sich intensiv mit den Sorgen und Nöten der Menschen in der belagerten Stadt beschäftigt hat. Sie vermag es auch, mit kleinen, feinen Wendungen in der Geschichte immer wieder zu überraschen und einem Erzählstrang, der bis dahin klar vor einem zu liegen schien, eine ganz andere Wendung zu geben.

Vielschichtige Charaktere

Gelungen sind Katja von Glan ihre Protagonisten. Diese zeigen menschliche Schwächen und Stärken, sind aber weder schillernde Überhelden noch tapfere Jungfern, die im letzten Moment vor Üblem gerettet werden. Es sind Personen, die in ihrem Tun Haken schlagen und gerade deshalb sehr wirklich scheinen. Durch das feine Zusammenspiel einer ganzen Reihe von Protagonisten, die auf einer ähnlich bedeutenden Ebene spielen, bekommt der Roman Tiefe.

Atemlose Spannung

Auch sprachlich lässt Katja von Glan keine Wünsche offen. Sie pflegt einen leicht gängigen, aber schön strukturierten Umgang mit der Sprache und bereitet damit viel Lesegenuss. Auf Längen im Plot stösst man in den ersten Zweidritteln des Romans nicht. Erst im letzten Drittel tauchen Stellen auf, die durchaus etwas hätten gerafft werden dürfen. Insgesamt tut dies aber dem Buch keinen Abbruch. Dank ihrer farbenprächtigen Schilderung schafft die Autorin über lange Strecken atemlose Spannung und viel Überraschung. Damit bietet sie den Lesern ein Buch, das zum kurzweiligen und doch geschichtlich einwandfreien Vergnügen wird. Der Griff zu diesem Roman lohnt sich nicht nur für Leute, die sich für die Belagerung von Stralsund interessieren, sondern vermag auch dem an Malerei interessierten Publikum einiges zu bieten.

 

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