Das Hexenmal

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Goldmann, 2008, Titel: 'Das Hexenmal', Originalausgabe

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Thüringen 1617: Kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg vergiftet Missgunst die Herzen der Menschen, und Unschuldige werden der Hexerei bezichtigt. In dieser dunklen Zeit sind fünf junge Menschen vor ihrem Schicksal auf der Flucht: Katharina will der Ehe mit ihrem brutalen Schwager entgehen. Der reiche Erbe Johann flieht mit der Magd Franziska, die als Hexe angeklagt ist. Der Franziskanermönch Burghart will ein neues Leben beginnen. Und Clemens, beinahe Opfer eines Mordkomplotts, sucht Zuflucht im Wald. Doch die Häscher sind ihnen dicht auf den Fersen ...

Das Hexenmal

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Letzte Kommentare:
02.04.2017 19:26:23
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Teil 1 der Hexentrilogie

Das Buch zu lesen hat großen Spaß gemacht. Es ist sehr lebendig geschrieben.
In dem Roman kann man sehr schön den Wandel beobachten, der diese Zeit (Anfang 17. Jh.) prägt. Das Mittelalter ist vorbei, es gibt keine Inquisition mehr, die Hexenprozesse sind Aufgabe weltlicher Gerichte. Es gibt immer mehr aufgeklärte Menschen, die den Sinn von Hexenverfolgung und Folter in Frage stellen, aber die meisten sind immernoch sehr abergläubisch und halten an den alten Traditionen fest.
Hier sehe ich, wie auch in anderen Büchern zu Hexen- und Judenverfolgung, leider immer wieder Parallelen zur heutigen Zeit. Offenbar wird es immer die Sorte Menschen geben, die Sündenböcke suchen, um sie für die eigenen Probleme verantwortlich zu machen. Ebenso wie die Sorte Menschen, die die Ängste nutzen um Hass zu schüren und die eigene Macht zu stärken.
Was ich bei Deana Zinßmeister besonders mag, ist, dass ihre Figuren "normale" Menschen sind. Viele historische Romane spielen entweder ganz oben (beim Adel) oder ganz unten (Henker, Huren, etc.). Die Protagonisten von DZ stammen meist aus dem Bürgertum. In diesem Buch sind es die zwei Erben eines Großbauern und eines Pferdezüchters, eine Handwerkstochter und ein junger Mönch.
Anders als in der Beschreibung dargestellt, wird in diesem Band hauptsächlich die Vorgeschichte der fünf jungen Leute erzählt, die Flucht beginnt erst gegen Ende des Buches.
Daher kann ich den Roman auch nur mit einer Einschränkung empfehlen: man sollte ihn nicht lesen, wenn man wenig Zeit hat. Es gibt vier Handlungsstränge und diese werden erst kurz vor Schluss zusammengeführt. Ich hatte Glück: ich bin im Urlaub und das Wetter war schlecht, daher konnte ich das Buch in zwei Tagen durchlesen. So ließ es sich flüssig lesen und war sehr spannend. Hätte ich weniger Zeit gehabt, wäre es vielleicht schwieriger gewesen, bei den vielen Strängen den roten Faden zu behalten.

24.02.2011 14:42:35
JED

Kurzinhalt:

Wieder mal ein Buch, dessen Klappentext man nicht lesen wollte, denn es wird fast alles vorweggenommen, was in dem Buch passiert. Keine Sorge, ich verrate nichts:
Tatsächlich beginnt das Buch mit mehreren, scheinbar nebeneinander laufenden Handlungssträngen. Hierbei lernt man folgende Figuren kennen:

- Katharina, deren Schwester im Kindbett stirbt und dessen Mann sie nun heiraten soll. Dabei wollte sie nie etwas anderes, als der Heiligen Elisabeth nacheifern.

- Burghard, ein junger Franziskanermönch, der mit seinem Mit-Bruder Servatius unterwegs ist. Leider lebt Servatius nichts von dem, was die Lehre des Heiligen Franz von Assisi beinhaltet.

- Johann, Sohn eines reichen Bauern, der sich in die Magd Franziska verliebt - obwohl er genau weiß, dass niemand in seiner Familie diese Liebe billigen würde.

- Anna, die einst einen Mann heiratete, der sie über den Tod ihrer Eltern hinwegtröstete, sich nun aber als Tyrann und Erbschleicher herausstellt.


Die Figuren leben in unterschiedlichen Orten in Thüringen 1617, kurz vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Mal verfolgt der Leser die Entwicklungen bei dem einen, mal bei dem anderen - erst zum Ende des Buches hin laufen alle Handlungsstränge zusammen.


Meine Meinung:

Wer ein Buch über Hexenverbrennungen erwartet, lässt sich vom Titel täuschen. Keine Ahnung, wer den wieder verkaufswirksam auf das Buch gepappt hat. Tatsächlich ist die Geschichte um die Verfolgung von Hexen nur ein Handlungsstrang von vielen.

Zinßmeister reißt mit ihren unterschiedlichen Figueren ganz verschiedene Probleme der Zeit an: Reformation, Rolle der Frau, Standesunterschiede, Aberglaube und beginnende Aufklärung.

Gerade letzteres ist mir sehr possitiv aufgefallen: Mal nicht ein Buch, auf dem sich sofort alle auf eine vermeintliche Hexe stürzen, sondern es auch Menschen gibt, die nachdenken, hinterfragen, Einhalt gebieten. Das macht das Buch für mich sehr glaubwürdig und komplex. Auch wenn mal wieder auf den paradoxen Umstand hingewiesen wird, dass jeder, der eine Hexe verteidigte, nur von ihr verhext sein konnte. Eine scheinbar auswegslose Situation in dieser Zeit, die automatisch die Frage impliziert: Wie hätte ich gehandelt?

Interessant fand ich auch, wie sich die Geschichten von einem zum anderen bewegen, in einem regelrechten Kreis, der sich buchstäblich immer enger zieht, bis alle aufeinandertreffen.

Zinßmeister geht manchmal in ihren Beschreibungen auch nochmal eine Minute zurück, um das Geschehen aus einer anderen Perspektive zu beleuchten, was ich so noch nicht gelesen habe, aber eine interessante Variante fand.

Einen Punkt Abzug musste ich allerdings für die z.T. hölzerne Sprache geben, die manchmal seltsam emotionslos gewirkt hat. Hier werden Dialoge geführt, die manchmal sehr aufgesetzt schienen. Oder kommt mir das nur so vor?

Inzwischen ist auch ein Nachfolgeband erschienen: Der Hexenturm, den ich mir auf jeden Fall auch noch holen werde.


Fazit:

Komplexes, gut recherchiertes Bild vom Vorabend des Dreißigjährigen Krieges. Hat mir wieder Lust auf mehr Historisches gemacht.

04.11.2010 19:59:53
Jürgen Hoops von Scheeßel

Dieser historischen Roman von Deana Zinßmeister beschreibt für den Leser sehr autentisch das Schicksal von fünf Menschen in einer der schwersten Zeiten der Menschen in Europa.
Ich finde ihn sehr gelungen, denn beim Lesen bekommt man das Gefühl, einen Tatsachenbericht aus alter Zeit zu lesen. Die Karte des Eichsfeldes war Orientierung und ein wichtige Hilfsmittel zugleich. Den Roman las ich in drei Etappen und wollte ihn eigentlich gar nicht aus der Hand legen, weil ich ihn als sehr spannend empfand.
Ein empfehlenswerter Roman.
gez. Jürgen Hoops von Scheeßel

15.06.2009 16:53:06
Henriette

„Das Hexenmal“ spielt Anfang des 17. Jahrhunderts. Es berichtet über verschieden junge Menschen, mit denen das Schicksal hadert. Fünf junge Menschen werden begleitet in ihrem Alltag bis sich alle treffen.
Was ich persönlich sehr bewundernswert finde, ist die ausführliche Recherche in dem Landstrich in dem Jahrhundert.
Gut gefallen hat mir die Geschichte, weil ich mir die Personen sehr gut vorstellen konnte. Ich konnte ebenso in die Geschichte eintauchen. Sie war gut unterhalten wie auch mit etwas Spannung gespickt.
Das Ende war mir allerdings etwas zu früh. Ich hätte gern die Protagonisten noch länger begleitet. So sind mir noch einige Fragen offen.

Der Schreibstil war leicht verständlich, ohne Fremdwörter.

Alles in allem ein gutes Buch mit etwas höherem Unterhaltungswert.

12.06.2009 23:41:28
Netha

Meine Meinung

Das Hexenmal war für mich das dritte Buch von Deana Zinßmeister. Da ich von den ersten beiden Büchern begeistert war, war meine Erwartungshaltung recht hoch.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Hat sich Deana Zinßmeister doch eine schwierige ja fast schon grausame Zeit ausgesucht für ihre Geschichte um das Hexenmal. Die Menschen waren unzufrieden und voller Aberglaube, Hexenprozesse an der Tagesordnung, keiner war mehr sicher vor einer Anklage wegen Hexerei, aber zumeist waren dies Frauen. Sehr oft spielte wohl Neid oder Eifersucht eine tragende Rolle.
In dieser Geschichte war es purer Hass. Die Selbstsucht eines Großbauern sollte einer jungen Frau das Leben kosten. Aber da spielten die Frau und auch der Sohn des Großbauern nicht mit.
Der Leser bekommt zu Anfang Einblick in fünf Schicksale, die allein für sich schon recht tragisch sind. Und je weiter die Geschichte voran schreitet, desto weiter nähern sich diese Schicksale aneinander an. Ebenso bekommt der Leser einen sehr schön ausgearbeiteten Einblick in die Zeit, Detailtreue ist hier das Stichwort, der Landstrich des Eichsfeldes wird einem im laufe der Geschichte immer vertrauter. Eine schöne Landkarte zu Beginn des Buches erläutert einem sehr schön wo man sich gerade aufhält in der Geschichte.
Diese fesselnde und flüssig zu lesende Geschichte ist mit viel Liebe geschrieben worden, dass es sich schon fast plastisch anfühlte. Das Kopfkino war auf vollen Touren bei mir. Der berühmte Rote Faden fand keine Ecken um hängen zu bleiben.
Immer mehr lernte ich die Protagonisten kennen im laufe der Geschichte, das es mir leid tat nach 510 Seiten Abschied nehmen zu müssen.
Hätte mich Deana Zinßmeister nicht schon mit den ersten beiden Büchern überzeugt, so hätte sie es mit diesem Buch ganz bestimmt geschafft.

Eine klare Empfehlung von mir!

Dieses Buch bekommt von mir 5 sterne

12.06.2009 17:46:51
Zabou1964

Deana Zinßmeister stellt in ihrem historischen Roman „Das Hexenmal“ dem Leser fünf Figuren vor, die aus verschiedenen Gründen in Gefahr sind. Die Magd Franziska liebt den Sohn ihres Herrn und soll deshalb als Hexe angeklagt werden. Katharina soll den Mann ihrer verstorbenen Schwester heiraten, möchte aber lieber den Armen helfen wie ihr Vorbild die Heilige Elisabeth. Der junge Mönch Burghard wird von seinem Bruder Servatius des Diebstahls bezichtigt. Clemens flieht vor seinem Schwager, der über Leichen geht, um an den Besitz der Familie Arnold zu kommen.

Trotz der Vielzahl an Figuren ist es der Autorin hervorragend gelungen, alle gut zu beschreiben und ich habe niemals den Überblick verloren. Auch die Landschaft des Eichsfeldes und die Städte konnte ich förmlich vor meinem inneren Auge sehen. Die historischen Fakten sind sehr genau recherchiert. Deana Zinßmeister lässt ihr Wissen um die Ereignisse dieser Zeit immer wieder geschickt in die Geschichte einfließen.

Auch an Spannung mangelt es diesem Werk nicht. Die fünf Menschen waren mir schnell ans Herz gewachsen und ich wollte wissen, ob ihnen die Flucht vor ihren Verfolgern gelingt. Gegen Ende konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Fazit: Ein spannender und hervorragend recherchierter historischer Roman, der wie ein Film vor meinem inneren Auge ablief.

23.03.2009 18:51:17
Elke Prußat

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen, vor allem wenn sie so wie hier, in meiner Thüringer Heimat angesiedelt sind. Ich habe einige Jahre in Mühlhausen gelebt und das Eichsfeld ist mir bekannt. Nun habe ich es noch ein bisschen besser von der historischen Seite kennengelernt. Wunderbar !!
Das "Hexenmal " verlangt nach einer Fortsetzung !!

29.10.2008 09:09:49
Natalia

Ich habe das Buch in einem Lesezirkel mit großer Begeisterung gelesen.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Buch lies sich leicht und flüssig lesen.
Ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen und habe mich vor allem sehr gewundert, wie schnell man damals der Hexerei bezichtigt wurde.
Ich möchte nicht zuviel verraten, damit für andere der Lesegenuß nicht geschmälert wird.
Ich möchte dieses Buch nur jedem ans Herz legen, es ist ein Muß für Fans des historischen Genres.

28.09.2008 14:52:07
Ansgar

Ich lese eher selten Historien-Romane, aber dieser hier hat mich sehr begeistert. Die Geschichte um die fünf Hauptprotagonisten fließt wie von selbst; ich hatte nicht einmal das Gefühl als könnte eine Zerfahrenheit aufkommen. Selbst die Nebendarsteller sind voller Leben, und bereichern die Geschichte ungemein.
Drohende Klischees (wie sie ja bei solchen Themen in anderen Büchern zur Genüge vorkommen) werden von der Autorin clever umschifft, oder gar nicht erst angefaßt. Gefühl - und Landschaftsbeschreibungen vermitteln einem das Empfinden, sich mitten in der Geschichte zu empfinden.
Übersichtlich, trotz der Komplexität, schafft es Deana Zinßmeister einen mühelos in diese Epoche zu katapultieren.
Ein Buch wie aus einem Guß. Hat mir sehr gefallen.

27.09.2008 16:38:06
luckygirl461

Zusammenfassung:

Das Buch spielt im Jahre 1617 im Eichsfeld. Das ist die Zeit kurz vor Ausbruch des dreißigjährigen Krieges. Es ist aber auch die Zeit der Hexenverfolgung durch die Kirche. Viele Menschen leben in Armut. Das Buch handelt vom Schicksal fünf junger Leute, die durch verschiedene widrige Umstände gezwungen werden ihre Heimat, ihre vertraute Umgebung und Menschen, die ihnen viel bedeuten zu verlassen und ein neues Leben fern vom Ort ihrer Kinderheit zu beginnen.

Zu Beginn der Geschichte stirbt Silvia, eine junge Mutter von drei Kindern. Auf Wunsch ihres Ehemannes zwingt sie ihre jüngere Schwester ihren Schwager zu heiraten. Im Jahre 1617 muss der letzte Wunsch eines Sterbenden erfüllt werden. Katharina, die sich lieber um die Armen kümmert und in der Heiligen Elisabeth ihr großes Vorbild sieht, kann den letzten Wunsch ihrer Schwester nicht verstehen. Ihr Schwager und zukünftiger Mann Otto verbietet ihr die sonntäglichen Ausflüge ins Armenhaus, denn sie soll sich als seine zukünftige Frau um seine Kinder kümmern.

Johann ist der Sohn eines reichen Bauern. Er verliebt sich in die Markt Franziska, doch diese ist nicht standesgemäß. Sein Vater schreckt nicht davor zurück, Franziska als Hexe anzuklagen, um dieses Ehe zu verhindern. Seine Mutter, die ein großes Geheimnis mit sich trägt und ihr Bruder, versuchen den beiden zu helfen.

Burghard, ein Franziskanermönch, ist mit einem seiner Brüder auf Wanderschaft. Die beiden wohnen mehreren Hexenverbrennungen bei. Bei seiner Wanderschaft lernt er einen Theologen kennen, der ihn davon überzeugen kann, dass diese Hexenverbrennungen Unrecht sind.

Clemens, der Sohn eines Pferdezüchters, der nach dem gewaltsamen Tod seiner Eltern, nicht wie angenommen den Hof geerbt hat, sondern seine Schwester. Diese hat den Testamentvollstrecker geheiratet, der eigentlich nur auf ihr Geld aus ist, und kein Interesse an der Familie hat, im Gegenteil...


Mein Fazit:

Die Autorin, Deana Zinßmeister, stammt aus dem Saarland. Dies ist ihr dritter Roman. Der erste Roman "Fliegen wie ein Vogel" und ebenso der zweite Teil "Der Duft der Erinnerung", erzählen eine Familiengeschichte. Dieser Roman ist ganz anders. Er führt in einen andere Zeit, in eine andere Gegend - nämlich Thüringen.

Es gibt fünf verschiedene Handlungsstrenge, die anfangs nichts gemeinsam haben und am Ende sehr gut zusammengeführt werden. Der Beginn des Buches ist extrem spannend gestaltet. Die Atmosphäre ist düster und Unheil drohend. Dunkle Wolken ziehen sich über den Protagonisten des Romanes zusammen. Man kann diese Atmosphäre als Leser sehr gut fühlen und nachempfinden. Die einzelnen Figuren und Charaktere sind sehr lebendig und gut ausgearbeitet. Als Leser hat man schnell seine Sympathien verteilt. Aber auch die Nebenrollen sind gut gestallt, im besonderen der Magier Barnabas ist eine herausragende Persönlichkeit.

Die Hintergrundgeschichte wurde sehr gut recheriert. Man merkt, dass sich die Autorin sehr intensiv mit der Hexenverfolgung beschäftigt hat. Auch über den Ort der Handlung weiss sie sehr gut bescheid. Eichsfeld erwacht zum Leben und man hat als Leser das Gefühl selbst dort gewesen zu sein.

Als besonders postiv möchte ich auf das Literaturverzeichnis und die Übersicht am Ende des Buches hinweisen. Dies war sehr hilfreich für mich.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch sehr gut gelungen und wie ich mittlerweile gelesen habe, soll es sogar eine Fortsetzung geben, die ich schon gespannt erwarte.

23.09.2008 10:26:12
Sansa

Das Hexenmal war mein erster Roman von Deana Zinßmeister. Ich liebe historische Romane und da mich das Thema der Hexenverfolgung sehr interessiert, passte dieses Buch super in mein Beuteschema. Einen ganz besonderen Reiz hatte für mich natürlich die Ansiedlung der Handlung im Eichsfeld, meiner Heimat. Die Erwartungen waren hoch - und wurden nicht enttäuscht. Deana ist es gelungen, mich gleich von Anfang an mitzuziehen. Schon die erste Szene mit der Hexenverbrennung ist dramatisch und hinterlässt ein beklemmendes Gefühl, eine dumpfe Vorahnung auf das, was noch kommen wird. Über 5 Handlungsstränge treibt uns Deana immer weiter vorwärts, bis am Ende alle Fäden zusammenlaufen. Obwohl diese 5 Geschichten sehr unterschiedlich sind hatte ich niemals das Gefühl, den Überblick zu verlieren oder dass Spannung verloren geht. Jedes Schicksal spiegelte die damaligen Verhältnisse und Umstände des alltäglichen als auch adligen Lebens lebendig wieder und jede Geschichte war für sich spannend. Schnell hatte man unter den Protagonisten seine Lieblingscharaktere gefunden, aber auch ebenso schnell seine Hassfiguren. Besonders gefallen hat mir aber darüber hinaus, dass ich wieder mal eine Menge über diese Zeit, insbesondere über die Hexenverfolgung, dazu gelernt habe. Das wertet ein Buch für mich immer auf, wenn man so ganz nebenbei sein Wissen erweitern kann. Ich kann abschließend nur sagen, dass dieses Buch mit zu den besten historischen Romanen gehört, die ich bisher gelesen habe (und das sind nicht wenige) und ich jetzt natürlich auch die anderen Bücher von Deana lesen muss.

18.09.2008 05:41:36
Stefanie Wolf

Es ist der dritte Roman von Deana Zinßmeister der in der Zeit kurz vor dem dreißigjährigen Krieges spielt. Grundlage ist das Thüringen um 1617 in dem alle 5 Hauptcharaktere aus unterschiedlichen Gründen auf der Flucht aus ihrer Heimat sind. Alle 5 Charaktere, wobei jeder ein anders Schicksal trägt, sind gut beschrieben sowie die Handlungsorten an denen der Roman spielt.
Das Buch ist in Kapitel eingeteilt, wodurch man die Schicksale oder Leidensgeschichten erzählt bekommt.

Die 5 Hauptcharaktere:
Katharina; deren Schwester sich auf dem Totenbett wünscht, dass Katharina Otto, den Mann ihrer Schwester heiraten soll und für die Kinder sorgen soll. Katharina möchte aber lieber den Armen helfen und Gutes tun. In Heirat und Ehe sieht sie eher nicht ihre Erfüllung. Was soll sie nun tun, wie wird sie sich entscheiden? Alle bestehen auf diesen letzten Wunsch der Schwester.

Johann; der Sohn eines reichen Großbauern, ist in die Magd Franziska verliebt. Was Johanns Vater sehr stört. Ist es doch nicht standesgemäß eine Magd zu heiraten. Somit verbreitet er das Gerücht, dass Franziska eine Hexe sei und verbrannt werden müsste. Johann und Franziska bleibt nur die Flucht. Werden Sie es schaffen?

Nachdem Clemens und Annas Eltern gestorben sind, heiratet Anna sehr schnell wieder. Schon kurz nach der Ehe reißt ihr Mann Wilhelm alles an sich und Clemens wird um sein Erbrecht betrogen. Nachdem Clemens beinahe Opfer eines Mordkomplotts wurde verlässt er den heimischen Hof.

Und dann gibt es noch Burghard, den jungen Franziskanermönch. Der bei Hexenprozessen zusammen mit seinem Bruder Servatius beiwohnt und sich somit eine große Schuld auf lud. Er beschließt ein neues Leben zu beginnen.

Zum Schluss gibt es eine gut gelungene Zusammenführung der Charaktere.

Mein Fazit: Deana Zinßmeister hat meiner Ansicht nach, einen wirklich gut und sehr intensiv recherchierten historischen Roman geliefert. Der das Leben der normalen Leute aufzeigt und somit einen guten Einblick schafft wie das Leben Anfang des 17. Jh. Gewesen war.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig dadurch ist das Buch sehr spannend erzählt.

Für mich ein total klasse Buch, welches ich gerne weiter empfehle.

18.09.2008 05:40:57
Ascharel

Das Hexenmal ist mein erster Roman von der Autorin Deana Zinßmeister und ich muss gestehen ich bin ja eher weniger ein Fan des Genres der Historischen Romane, dennoch hat sie es geschafft mich von der ersten bis zu letzten Seite des Buches zu fesseln und in mir die Lust auf weitere Romane dieses Genres zu wecken.

In diesem Roman gibt es fünf Hauptcharaktere die uns durch ihr Schicksal näher gebracht werden. Faszinierend dabei fand ich vor allem, dass die Autorin es geschafft hat jeden einzelnen dem Leser wirklich nahe zu bringen, man liebt und leidet mit den Figuren mit und betet von der ersten bis zur Letzten Seite das auch wirklich alles gut geht und die richtigen Entscheidungen getroffen haben.

Obwohl es fünf parallele Handlungsstränge sind, die gleichzeitig vor den Augen des Lesers ablaufen verliert man doch nie die Übersicht, was ich persönlich sehr überraschend finde, denn bei manch anderen Werken kommt man schon bei 2 Hauptfiguren ins Schleudern. Wunderbar war auch die Zusammenführung der Handlungsstränge am Schluss des Buches.

Ich fand das Buch sehr gut recherchiert und es hat einem das Leben des normalen Bürgers näher gebracht, ihre Nöte und Ängste und nicht wie so manch anderes Historisches Werk, das seine Leser in die Welt des Adels einführt, von denen es nun wirklich schon genug gibt.

Mein Fazit: Dieses Buch hat mir definitiv Lust auf mehr von dieser Autorin gemacht, es ist spannend und vor allem sehr flüssig geschrieben, sodass es einen sofort in seinen Bann zieht und man es nicht mehr aus den Händen geben mag. Ich kann es sowohl Fans des Historischen Romans sowie auch Neulingen - wie ich selbst einer bin/war - empfehlen.

15.09.2008 19:25:37
Imlammenien

Deana Zinßmeisters dritter Roman führt seine Leser nach Thüringen im Jahr 1617, in die Epoche kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg. In den Wirren dieser düsteren Zeit vergiften Misstrauen und Missgunst die Herzen vieler Menschen und sorgen für eine Anzahl grausamer Prozesse gegen sogenannte ‚Böse Frauen’ – gegen angebliche Hexen.
Auch die junge Magd Franziska gerät in den Strudel der Hexenverfolgung, als sie ihrem Herzenswunsch nachgibt und dem Bauernsohn Johann ihre Liebe gesteht.
Katharina hingegen will der ungeliebten Ehe mit dem Mann ihrer verstorbenen Schwester entgehen.
Clemens versucht seine Schwester Anna und das Erbe seiner Eltern vor den gierigen Händen seines Schwagers zu bewahren und gerät in ein tödliches Komplott.
Burghard, ein junger Mönch, gerät in die Fänge zweier Schurken und, als er sich zur Wehr setzen will, in große Gefahr...

Die Wege der fünf Hauptpersonen innerhalb des Romans sind sehr verschieden und führen doch schließlich zusammen.
Deana Zinßmeister versteht es nicht nur interessante und facettenreiche Charaktere zu erschaffen, sondern die Spannung des Lesers über fortwährende Wechsel der Handlungsstränge zu erhalten. Hier wechseln sich ausgesprochen spannende Szenen mit gut dosierten Portionen an Liebes- und Krimi-Romanelementen ab.
Deana Zinßmeisters Sprache ist klar und angenehm lesbar.
Besonders erfreulich ist die zum Teil vor Ort vollzogene und sehr detaillierte Recherche der historischen Fakten.

Insgesamt hat Deana Zinßmeister mit „Das Hexenmal“ einen spannenden historischen Roman vorgelegt, der den Leser bis zur letzten Seite mit den Protagonisten und ihrem Schicksal bangen und mitfiebern lässt.
Eine absolut zu empfehlende Lektüre für verregnete Herbstnachmittage!

28.08.2008 21:59:31
Elisabeth S.

Ich habe dieses Buch gerade eben beendet und ich bin total begeistert. Es hat mir so viel Freude bereitet, das Buch zu lesen und nun bin ich traurig, dass ich es schon durch habe. Ich bin immer noch total berauscht von der Geschichte.

Ein wunderbarer Roman, der von fünf jungen Menschen handelt. Fünf verschiedene Charaktere, fünf verschiedene Schicksalsschläge…

Ein Roman den man nicht mehr aus der Hand legen kann.
Ein Roman der einen zum weinen, zum mitfiebern und schmunzeln bringt.
Ein Roman voller Liebe, Poesie, Freundschaft und Hoffnung.

So würde ich dieses Werk von Deana Zinßmeister beschreiben. Ein wunderschönes Buch! Es wird nicht mein letztes der Autorin sein. Das steht definitiv fest.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Mehr brauche ich dazu wohl nicht mehr zu sagen, oder?

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, und man kann sich dadurch alles sehr gut bildlich vorstellen.

Das ist einer der besten historischen Romane, den ich jemals gelesen habe.

PS: Über einen zweiten Teil würde ich mich sehr freuen!

12.08.2008 20:53:13
Harald Huber

Ein sehr gutes Buch, das sich sehr flüssig lesen lässt. Das Thema Hexenverfolgung im Mittelalter ist das Vehikel für ein recht authentisch anmutendes Porträt der damaligen Zeit. Anhand von fünf Protagonisten werden fünf unterschiedliche Schicksale beschrieben. Jedes Schicksal ein Spiegelbild der damaligen Zeit. Gekonnt und souverän versteht es Frau Zinssmeister, die Wege der Protagonisten am Ende zu bündeln.
Wer eine spannende und sehr unterhaltsame Lektüre sucht, die sich flüssig lesen lässt, ist beim HEXENMAL genau richtig. Unbedingt zugreifen.