Im Schatten des Doms

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Emons, 2008, Titel: 'Im Schatten des Doms', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Ein träger, vor sich hin dümpelnder Historischer Krimi

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Apr 2008

Kurzgefasst:

Paderborn im Jahr 1611. Bischof Dietrich von Fürstenberg rekatholisiert die Stadt, und dies mit nicht gerade zimperlichen Mitteln. Als ein Mord geschieht, gerät der junge Advokat Diether Meschede unter Verdacht. Um nicht als Ketzer ausgewiesen zu werden, versucht er, den wahren Mörder zu finden. Doch das ist nicht so leicht in der Domstadt, in der fast jeder "eine Leiche im Keller" hat. Bevor er ahnt, wer hinter allem steckt, muss noch ein Mensch sterben.

 

Den großen Wurf präsentiert Barbara Meyer mit diesem Histo-Krimi nicht. Dazu fehlt es nicht nur an Tempo, sondern auch an Spannung. Die Autorin, die sich einige Arbeit mit der Recherche zu den Verhältnissen in Paderborn um 1611 gemacht hat, lässt den Mord am alten Brabeck zur Nebensache werden. Wesentlich größeres Gewicht misst die Autorin den religiösen Verhältnissen in der Stadt zu. Doch diese werden in solch trockener Schilderung serviert, dass der Lesefluss immer wieder stockt und einer ermüdenden Länge Platz macht.

Verdächtiger klärt auf

Es scheint, als ob Barbara Meyer ihren eigenen Charakteren nicht so richtig traut und sie deshalb unangenehm schwammig bleiben lässt. Des Mordes an Brabeck verdächtigt wird zunächst der junge Advokat Diether Meschede, der sich ohnehin nicht so recht den religiösen Zwängen seiner Heimatstadt unterordnen mag und schon deshalb vielen ein Dorn im Auge ist. Dass er sich ausgerechnet mit der Bademutter Leonore anzufreunden scheint, die als Heilerin verbotenerweise ärztliche Behandlungen durchführt, schadet seinem Ruf zusätzlich. Und doch wird Diether Meschede nur halbherzig verdächtigt, kann also ungehindert nach dem wahren Mörder suchen. Immerhin ist mit dem Weinzapf Balthasar ein weiterer Verdächtiger gefunden. Doch Diether Meschede ist einer weit bedeutenderen Sache auf der Spur - wenn er nicht gerade an seinem neuen Haus baut.

Düstere Bigotterie

Während also die Sache mit dem Mord - es bleibt lange Zeit ungewiss, ob es überhaupt ein Mord oder ein Unfall war - nicht so richtig in die Gänge kommen will, erfährt der Leser viel über religiöse Auseinandersetzungen, über die straffe Herrschaft der Jesuiten, über religiöse Orden und über die stets betende und dabei recht resolute Mutter Meschede, die sich in düsterer Bigotterie übt. Dass ausgerechnet ihre beiden Kinder Diether und Johanna nicht so recht im Glauben verankert sind und auch die Magd des Hauses dem "falschen Glauben" anhängt, ist denn doch etwas zu viel des Guten. Und so vermögen viele Bilder, die in diesem Roman skizziert sind, nicht so richtig zu überzeugen.

Passendes Cover

Das in schwarz gehaltene Cover mit einem dunklen Bild passt ausgezeichnet zur Atmosphäre dieses Romans. Die träge vor sich hin dümpelnde Geschichte bleibt eine graue Maus ohne jedes helle Farbspektrum. Es braucht gehörig Biss und Durchhaltewillen, sich auf das politische Ränkespiel und die religiöse Machtfrage bis zum Ende einzulassen. Belohnt dafür wird man allerdings auch im letzten Teil des Buches nicht wirklich. Immerhin muss man der Autorin zugutehalten, dass sie umsichtig und sorgfältig recherchiert hat und durchaus in der Lage ist, einen geschichtlichen Hintergrund zu liefern. Und so ist dieser Historische Kriminalroman wirklich nur jenen Leserinnen und Lesern zu empfehlen, die sich ausdrücklich für die Paderborner Angelegenheiten in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts interessieren. Für alle anderen dürfte die Lektüre eher ermüdend sein.

 

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