Die Rebellinnen von Mallorca

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • C. Bertelsmann, 2005, Titel: 'Die Rebellinnen von Mallorca', Originalausgabe

Couch-Wertung:

75

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
1 50 100

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91-100
0 x 81-90
0 x 71-80
0 x 61-70
1 x 51-60
0 x 41-50
0 x 31-40
0 x 21-30
0 x 11-20
0 x 1-10
B:60
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":1,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Annalena Brix
Ein historischer Ausflug auf die sonnige Insel Mallorca

Buch-Rezension von Annalena Brix Jun 2006

König Pere IV. macht mit einem schnellen Feldzug seinem Cousin Jaume III. das Inselreich Mallorca streitig. Pere reißt die Macht an sich und vertreibt Jaume ins entfernte Montpellier.
Während des Feldzugs werden systematisch die besonders treu zu Jaume stehenden Adligen angegriffen, so auch der Graf von Marranx. Ausgerechnet sein Erzfeind Domenèch Decluér führt den Trupp, der auf die Burg losstürmt, an. Vor Jahren hatte der Graf ihm die Braut geraubt und Decluér sieht seine Chance auf Rache gekommen. In Windeseile bringt der Graf seine Töchter dazu, mit Diener Antoni zu fliehen. Er selbst bezahlt die ehrenhafte Verteidigung seiner Burg mit dem Leben.

Bei Antonis Familie finden die Grafentöchter Miranda und Soledad Unterschlupf und leben vorerst als einfache Fischermädchen. Doch eines Tages taucht Decluér in dem Landstrich auf, begegnet einem der Mädchen und entführt es, ohne es zu erkennen.
Zur selben Zeit ist der uneheliche Sohn eines deutschen Ritters den Intrigen seines Halbbruders und dessen Mutter ausgesetzt. Nach seiner Ausbildung und einem weiteren Familienzwist verlässt er Deutschland schließlich, um in König Jaumes Dienste zu treten.

Temporeiche Geschichte, lebhafte Figuren

Zu Beginn des Buches überschlagen sich die Ereignisse und der Leser wird sofort in die Geschichte gerissen und möchte mehr über das Schicksal von Miranda und Soledad erfahren. Gerade in den Figuren der Schwestern legt Eric Maron (alias Iny und Elmar Lorentz) zwei gegensätzliche Figuren an, die beide auf ihre Weise sympathisch und lebhaft sind. Hinzu tritt der junge Deutsche Andreas von den Büschen, der sozusagen mit dem Leser als Ortsfremder durch die Lande reist. Generell kann man sich gut in die Perspektive der Figuren versetzen und mit ihnen in die Erlebnisse abtauchen.

Die Geschichte wechselt immer wieder ihren Lauf, durch Perspektiv- und Standortwechsel sowie plötzliche Wendungen. Auch wenn man manches erahnen kann, bleibt der Roman temporeich und spannend. Die Verortung der Geschichte auf Mallorca und in Montpellier ist zudem eine willkommene Abwechslung im Repertoire des Autorenduos, das den historischen Hintergrund und die fiktive Handlung routiniert harmonisch verflechtet. So hat man an der nicht unbedingt geläufigen Geschichte des Königreichs Mallorca also ganz nebenbei seine Freude.

Zwei Könige, der Machtkampf und die Pest

Nachdem die Schwestern getrennt wurden, bangen beide um das Leben der anderen. Auf Umwegen suchen sie ihren Weg zurück in Adelskreise. Währenddessen versuchen Jaume und Pere sich gegenseitig auszubooten. Miranda und Soledad geraten mitten ins höfische Durcheinander von Intrigen, Neid und Machtspielchen, die eine auf Seiten Jaumes, die andere am Hofe Peres. Ganz allein muss jede von ihnen die Herausforderungen meistern, bis sich vielleicht ein Wiedersehen ergibt. Doch gerade als die zwei Könige ihre Kräfte messen wollen, breitet sich die Pest im Land aus. Auch Andreas von den Büschen schlägt sich alleine durch und bemüht sich um königliche Gunst. Sein Weg kreuzt den der Grafentöchter und ihres alten Widersachers Decluér.

Schließlich münden die verschiedenen Handlungsstränge in einem gemeinsamen Szenario. Natürlich war dies bereits abzusehen, die Wege dorthin bleiben dennoch unterhaltsam. Manche Leser mögen dies bedauern und sich im Erzählverlauf wie in der manchmal sehr gleichförmigen Sprache mehr Überraschung wünschen. Auch die Figuren könnten hier und da etwas mehr Profil gebrauchen, was vielleicht den vielen Schauplätzen und den zahllosen Nebenfiguren geschuldet ist.

Insgesamt jedoch legen Iny und Elmar Lorentz mit Die Rebellinnen von Mallorca ein ansprechendes Buch vor, das vor allem durch das südländische Temperament besticht. Gerade der historische Ausflug in ein Urlaubsland macht den Roman zu einem passenden Reisebegleiter. Fazit: Eine solide Geschichte mit Unterhaltungswert, die als leichte Urlaubslektüre ausgezeichnet ist!

Die Rebellinnen von Mallorca

Die Rebellinnen von Mallorca

Deine Meinung zu »Die Rebellinnen von Mallorca«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
05.11.2008 12:23:35
dg9tm

Mallorca 1343. Es ist die Zeit der Mandelblüte, als der Turmwächter von Marranx mit einer Nachricht in den Burgsaal stürmt, die das friedliche Leben des Inselreiches jäh zerstört: Der Feldzug des Königs von Karalonien-Aragon hat auch dies entlegene Tal erreicht. Feindliche Ritter vom Festland stürmen die Burg.
Allen voran Ritter Domenech Decluer, der Erzfeind des Grafen von Marranx. Einst hat ihm der Graf die Braut und damit seine Ehre geraubt. Nun soll Blut fließen. Und Miranda und Soledad, die schönen Grafentöchter, sollen seine Rachegelüste stillen.

Eric Maron nimmt die Fäden der Handlung an zwei weit entfernten Punkten auf - vor dem Hintergrund der dramtischen Geschichte des mittelalterlichen Mallorca und im deutschen Kaiserreich. Mit großer Spannung spinnt er die Fäden weiter und läßt sie in der letzten Schlacht um das Königreich Mallorca zusammenweben, um erneut zwei neue Fäden weiter zu führen.
Die teilweise verwendeten katalanischen Begriffe gestalten die Geschichte nur noch lebendiger, man kann fast sagen, die ganze Handlung lebt und reißt den Leser mit. Wie schon im letzten Roman ist auch dieser hervorragend recherchiert und die im exakten geschichtlichen Rahmen laufende Handlung könnte sich tatsächlich so abgespielt haben. Ein Buch, das man wirklich

22.08.2008 21:53:43
melpomene

Ich habe shon weitaus bessere Romane gelesen als diesen hier... Zuerst dachte ich das es gut ist, aber habe mich wohl geirrt.... Zu den charakteren: Miranda war etwas (sry) ätzend...
Ich fand die Charaktereigenschaften waren eintönig...bloß Soledad hatte etwas spritzigeres...(wäre das Buch nicht so langweilig gewesen )

11.04.2008 15:38:57
Marianne-Therese

Kann mich meiner Vorrdenerin nur anschließen. Das war so billig und platt, dass es besser als Heftchenschund am Kios verkauft werden sollte. Finde es schade, wenn ein anerkanntes Autorenduo wie die Inys, die kommerzielle große Erfolge aufweisen können, sich derat unter Wert verkauft.
War für mich nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt war.

11.04.2008 14:57:28
uli

Verglichen mit dem Erstlingswerk ist dieser Roman sehr bescheiden. Vor allem sprachlich wird nur triviales geboten und auch die Handlung überzeugt nicht. Es werden hauptsächlich fette Klischees und plakative Bilder verwendet. Spannend ist das Buch zwar schon, aber etwas mehr Anspruch wäre schon gut gewesen.

28.01.2008 09:46:09
Eva-Maria

Ein Roman über Mallorca in der Zeit Jaume des III. Die Geschichte verläuft in zwei Handlungssträngen, ein deutscher Ritter, der bei der Schlacht um die Rückgewinnung Mallorcas im Dienste Jaume III steht und zwei Töchter eines mallorquinischen Grafen, die sich nach der Stürmung seiner Burg als Waisen durchschlagen.
Erzählt ist die Geschichte in einer anspruchslosen etwas historisierenden Sprache. Der an sich schöne Spannungsbogen wird stilistisch nicht unterstützt. Dennoch, ein Anlass für Mallorcaliebhaber sich im Jaume I-Jahr ein bisschen mit der Geschichte der Mallorquiner und die Spannungen mit dem Festland auseinanderzusetzen.