Die Druidin

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2008, Titel: 'Die Druidin', Originalausgabe

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Volker Faßnacht
Von Kelten und Germanen zur Zeit der Völkerwanderung

Buch-Rezension von Volker Faßnacht Feb 2008

Kurzgefasst:

Talia kann Seelen sehen - eine besondere Gabe, die andere Druiden nur zu gerne nutzen würden. Im Haus des Stammesfürsten Caran sucht die junge Frau Zuflucht. Unerkannt - denn sie ist die Tochter, die er einst zu töten befahl ...

Für ihren Vater empfindet Talia tiefen Hass - und trotzdem nimmt sie eine Anstellung bei ihm an. Schnell findet sie sich in seinem geschäftigen Haushalt in Alte-Stadt zurecht und wird von allen geschätzt, auch von Caran. Doch obwohl Talia es bald genießt, zu seiner wohlhabenden Sippe zu gehören, ist der germanische Söldner Atharic der Einzige, für den sie mehr empfindet. Lange weiß nur er um ihre besonderen Fähigkeiten. Bis die junge Druidin begreift, dass ihr Vater in Lebensgefahr schwebt. Talia muss sich entscheiden: Will sie ihre Rache - oder nutzt sie ihre Gabe, um ihn zu retten?

 

Birgit Jaeckel versetzt die Leserschaft mit ihrem Erstlingswerk ";Die Druidin" in die Anfangszeit der europäischen Völkerwanderung um das Jahr 120 v. Chr. Die Kimbern und Teutonen der heutigen Küstenregion Dänemarks wussten von ihren Handelspartnern, die aus dem Süden und Osten Europas kamen, von den für ihre Verhältnisse unbeschreiblich fruchtbaren Ländern. Dies mag wohl der Hauptgrund für einen unvorstellbar großen Siedlerzug gewesen sein. Hinzu kamen aber auch die Klimaverschlechterung und der enorme Bevölkerungszuwachs zu der damaligen Zeit. Vor allem die jungen Kimbern und Teutonen wollten ein besseres Leben haben und nahmen die Wagnisse der Wanderschaft auf sich. Die lange Zeit aufrecht erhaltene These, dass eine einzelne Flutkatastrophe für die Landflucht verantwortlich gewesen sein soll, gilt heute als eher unwahrscheinlich.

Von Druiden, Keltenmythologie und Seelenwanderschaft

Die Autorin wählt einen Prolog im Stile einer Kurzgeschichte, der die Leser sofort in die Handlung hineinzieht. Man erfährt, dass Talia, die Hauptfigur des Romans, zufällig auf ihre Fähigkeit, Seelen sehen zu können, aufmerksam wird. Von den Druiden, den spirituellen Führern der Kelten, wird sie daraufhin als Außenseiterin behandelt. Sie sehen diese Gabe als einen Fluch, da nicht einmal sie diese Gabe haben. Auch wird ihr verboten weiterhin bei den Druiden zu lernen und selbst ihre Fähigkeiten weiter zu erforschen. Dass die Beweggründe der Druiden, im Besonderen ihres Führer Ientus, ganz anderer Natur sind, erfährt Talia zufällig und so muss sie nach Alte-Stadt fliehen...


Dort muss sie als Sippenlose im Haushalt des vindelikischen Oberhauptes, ihres verhassten Vaters, der sie nach ihrer Geburt hatte töten lassen wollen, eine Anstellung annehmen und so lernt sie unerkannt ihre eigentliche Familie kennen. Aber sie erhält auch Einblicke in die gefährliche Welt des Sippenführers - Gewalt und Intrigen, Neid und Missgunst. Als sie begreift, welche hinterhältigen Pläne gegen ihren Vater und ihre eigene Familie erdacht wurden, steht sie vor der Entscheidung, ihrer Rache freien Lauf zu lassen oder den Untergang ihrer Familie zu verhindern...

Von ungewöhnlichen Namen, unbekannten Volksgruppen und lückenhafter Geschichtsüberlieferung

Tatsächlich ist anzunehmen, dass die Kimbern und Teutonen keine kriegerischen Auseinandersetzungen mit ihren Nachbarvölkern, sondern in Einvernehmlichkeit einen Platz auf der europäischen Landkarte suchten. Da die Kimbern und Teutonen jedoch keine schriftlichen Aufzeichnungen ihrer Wanderung machten, muss sich die Nachwelt vor allem auf die Geschichtserzählung der Römer stützen. Dies dürfte beispielsweise im Fall der Größe des Siedlerzuges stark übertrieben sein, obwohl sich in der Zwischenzeit viele weitere Volksgruppen angeschlossen hatten.


Die Autorin Birgit Jaeckel musste sich daher oft auf lückenhafte Informationen oder auf Erkenntnisse von Ausgrabungen stützen. Dass dabei trotzdem ein jederzeit kurzweiliger Roman entstand, ist der Fachkenntnis der Autorin zu verdanken. Die beschriebenen Ereignisse der Geschichte sind nach heutigem Wissensstand korrekt und wurden, da wo die historischen Kenntnisse Lücken aufweisen, mit einer kleinen Prise mystisch-fantastischer oder intrigant-spannender Erzählung aufgefüllt.
Die Namen der Protagonisten, Volksgruppen und Stätten sind natürlich manchmal etwas verwirrend und nicht so leicht eingängig, gleichwohl wird mit einer schön gestalteten Landkarte und Verzeichnissen am Ende des Buchs versucht, dieses etwas abzumildern.


Die Leser des Buchs werden auf alle Fälle mit einem etwas ungewöhnlichen Roman belohnt, der sich thematisch wohltuend von der Massenware der Mittelalterromane über die Heinrichs, Ludwigs und Richards der damaligen Zeit abhebt.


Ein Glossar über den geschichtlichen Hintergrund und vielleicht auch noch ein bisschen mehr über die Fantasy-Elemente ";Seelen sehen" und ";Seelenwanderung" hätten dem Buch sicherlich aber nicht geschadet.

 

Die Druidin

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Letzte Kommentare:
19.01.2016 17:13:34
Jacqueline Irene Gast

Das Buch ist mega super Hammer ich Liebe das Buch im ernst ich wurde richtig in denn Bann des Buches gezogen ich habe viele Bücher gelesen aber es ist kein buch an das ran gekommen ich werde das buch echt niemals vergessen es ist egal wie oft ich das Buch lesen ich kann es einfach nicht aus der Hand legen ich werde das Buch an meine kinder geben damit sie das lesen können und ich werde echt jedem denn ich kenne und der genauso gerne wie ich bücher liest von dem buch erzählen ich liebe dieses buch einfach über alles.

17.08.2011 22:43:41
anath

Ein wirklich fesselndes Buch über eine junge Frau, die hart um ihren Platz im Leben und in der Gesellschaft kämpfen muß. Immer wieder wird ihr genommen, was sie sich erkämpft hat, immer wieder muß sie sich gegen Widersacher durchsetzen. Dazu kommt, daß das Buch in der Zeit der Völkerwanderung spielt, eine Zeit, über die ich bisher nur sehr wenig wußte. Das macht es für mich zusätzlich interesant.
Birgit Jaeckel braucht keine langen Anläufe um den Leser in ihren Bann zu ziehen. Die Geschichte beginnt rasant und setzt sich auch so fort. Nirgends fand ich Längen oder Weitschweifigkeit. Der Autorin reichen meist wenige prägnante Sätze um eine Figur zu charakterisieren. Sehr angenehm, denn alle Protagonisten wirken auf mich vielschichtig und lebendig.
Ich kann nicht einschätzen, ob das Umfeld, das die Autorin für ihre Geschichte wählte , gut recherchiert ist, ob dem neuesten wissenschaftlichen Forschungsstand zum Thema Völkerwanderung Rechnung getragen wird , ob es in einer Stadt zu dieser Zeit tatsächlich so aussah etc.. Möglicherweise ist das bei diesem Buch auch nicht das Wichtigste. Ich kann aber sagen, daß mir das Lesen großen Spaß gemacht hat und ich mich auf ein wiederlesen mit Talias Tochter im zweiten Band freue.

02.10.2010 22:42:57
Bibiana

Ich habe dieses Buch dieses Jahr zu meinem 16. Geburstag bekommen und war erstmal Skeptisch,eigentlich Liebe ich Fantasy Romane, aber einen Historischen Roman hatte ich bis jetz noch nie gelesen.Trotzdem kann ich ihm jedem empfehlen der auf Fantasy Bücher steht,den dieses Buch ist Einzigartig,Grandios und geht bis unter die Haut.
Ich habe noch nie ein Fantasy Roman gelesen,der wirklich so meine Erwartungem von "einem Roman" so ausfüllt hat wie dieses Buch.
Die Liebes Geschichte von Talia und Atharic ist die beste die ich bis jetzt gelesen habe, ich wage zu sagen das sie besser als Twilight,besser als Sonea oder sonst etwas was ist,das ich gelesen habe.
Was nicht heißt,das ich Twilight oder Sonea nicht mag,ich mag diese Bücher sogar sehr,aber sie erfüllen nicht ganz meine voestellungen von einem Roman.
Wem dieses Buch nicht gefällt sollte die Finger von Fantasy lassen.
Ich hoffe Birgit Jaeckel wird in Zukunft noch mehr solcher Grandiosen Geschichten verfassen,und hoffe das viele ihre unscheinbaren Bücher lesen und genauso viel Lust daran haben wie ich.

26.10.2009 13:25:41
maria

durch einen zufall kam ich an das buch. ich hatte bei einem buchhandel vergessen mir ein buch zu bestellen und so wurde mir dieses optional zugeschickt. ich war von der ersten sekunde an begeistert und habe danach sofort im internet nach einer fortsetzung gesucht! ein paar monate später war ich wohl eine der ersten die den zweiten teil bestellt haben... ;-)
einfach nur weiter zu empfehlen!!! von der ersten zur letzen sekunde spannend!!!
ich warte auf weitere bücher der autorin!!!

08.03.2009 19:47:50
Kim

Ich habe das Buch von einer Freundin empfohlen bekommen. Ich war zunächst skeptisch und den Namen der Autorin hatte ich auch noch nie gehört. Nach den ersten paar Seiten wollte ich "Die Druidin" schon fast wieder beiseite legen. Mir gefiel es nicht, dass der Leser mitten in der Geschichte landet, ohne das man vorher eine Übersicht über Talia und ihr Leben bekommt.

Aber nach den ersten Kapiteln wurde das Buch überraschend gut. Man merkte, wie sich langsam eine Spannung aufbaute und bei der man auch Lust bekam, das Buch weiterzulesen. Wenn es mich auch störte, dass oft neue Namen ohne weitere Erklärungen genannt wurden, sodass man selbst im Anhang nachschauen musste, finde ich doch, dass es ein sehr gelungenes Buch ist. Birgit Jaeckel verbindet historisches und fantastisches so miteinander, dass man das Buch gerne liest und Lust auf weiteres bekommt.

Vielleicht werden wir in Zukunft mehr von ihr lesen können; mich würde es freuen.

30.01.2009 00:12:52
Olga

Das Buch ist das beste, was ich je gelesen habe. Es ist selten, dass ich ein Buch zu Ende lese, weil es meine Fantasie nicht mitnimmt, aber "Die Druidin" hat mich von der ersten Seite an gepackt und in in eine andere Welt versetzt. Ich habe oft alles um mich vergessen und auch vergessen an der richtigen Haltestelle auszusteigen, als ich mit der Bahn gefahren bin.
Die Beschreibung der Figuren und der Umgebung hat ein genaues Bild in meinem Kopf entstehen lassen. Das ist das erste Mal, dass ein Buch so einen Effekt auf mich hat, denn normalerweise stell ich mir die Figuren nur wage und schattenhaft vor und die Umgebung ist meistens sehr verwirrend für mich, nicht so in diesem Roman. Ich sah jede Person wie lebendig vor mir stehen und die Handlung lief ab, als ob ich selbst life dabei bin.
Die mystische Armosphäre hat sich auch sofort auf mich übertragen und wirkte noch lange, nach dem ich das Buch fertig gelesen hatte.
Das Buch ist voller Überraschungen, spannend, blutig, erotisch. Es ist so, als ob die Zeilen eine eigene Aura hätten, sie lassen dich nicht mehr los.
Ich habe es schon im September gelesen und doch denke ich oft daran.

15.01.2009 15:21:31
Marina

Zunächst war ich skeptisch als man mir das Buch anbot, da ich eigentlich ungerne solche Romane lese, doch dann las ich worum es geht und dachte, ok, schauste mal. Schließlich sind das Sachen die dich interesieren, wie das übernatürliche und vielleicht is das mal anders als die Typischen historien Romane. Ich sollte belohnt werden. Am Anfang konnte es mich nicht so richtig packen, doch dann... Ich habe das Buch noch nicht durch, aber jede Minute die ich aufbringen kann, lese ich weiter, fiebere mit Talia mit und hoffe das es ein gutes Ende nehmen mag. Auh ich freue mich sehr auf einen weiteren Roman von Birgit Jaeckel.
Ich kann diese Buch wirklich nur weiter empfehlen trotzdem ich noch nicht einmal durch bin.

06.01.2009 23:47:18
Mara

Ich habe diese Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen. Ich liebe alles, was sich mit Übernatürlichem beschäftigt, aber genauso liebe ich historische Romane.
Die Druidin hat für mich beides perfekt zusammen geführt.
Die Liebe von Talia zu Atharic hat mich sehr bewegt. Talia´s Freuden und Leiden insgesammt.
Man wünscht sich manchmal ihr unter die Arme greifen zu wollen.
Am Ende wünschte ich mir eine Fortsetzung des Buches. Ich wollte mehr über Talias Zukunft nach all den Strapazen wissen.
Ich freue mich schon sehr auf einen weiteren Roman von Birgit Jaeckel.

03.12.2008 20:17:27
Maria

Das Buch ist das Beste, das ich dieses Jahr gelesen habe. Soeben habe ich es beendet... Selten habe ich den Menschen um mich herum so häufig den Tipp gegeben ein Buch zu lesen. Mir ist die geschichtliche Kritik egal, denn für mich war einzig die Handlung von Bedeutung. Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen, besonders schön fand ich viele Passagen, da sie mit so viel Gefühl niedergeschrieben sind und mit denen ich etwas verbinden kann! Ich freue mich darauf weitere Bücher von Jaeckel zu verschlingen.

26.09.2008 13:02:13
Carlos0512

Historische Romane sind mir ein Greuel. Ich lasse von den meisten die Finger, weil ich nicht weiß, was ist jetzt historisch richtig, was ist Fiktion? Bei Birgit Jaeckels Buch hatte ich diese Sorge auch, aber ich wollte unbedingt mehr über die Kelten und ihre Zeit erfahren. Der Hintergrund von Frau Jaeckel hat mich motiviert, es einmal zu versuchen.
Ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch war und ist faszinierend. Auch die Vielzahl von Namen und Begriffen bleibt in dem Rahmen, in dem man die Struktur der Handlung selbst dann nicht verliert, wenn man mal einen vergessen hat. Talia habe ich als Hauptfigur schnell ins Herz geschlossen. Sie ist in einem für einen solchen Roman völlig ausreichenden Verhältnis als Person umrissen, um den Leser zu fesseln. Und ich darf mich Vorrednern anschließen, die die "Unsülzigkeit" der Liebesgeschichte lobten. Auf diese Weise erleidet der Stil des Romans keinen Bruch und man spürt, das die Geschichte der Personen trotz ihrer Dichte nur ein Transportmittel ist, dem Leser ein Gefühl für die damalige Zeit zu vermitteln. Ich für meinen Teil bin froh, zu den später geborenen zu zählen.
Auf den nächsten Roman von Frau Jaeckel freue ich mich schon heute.

13.07.2008 11:07:32
ximox04

Ich hatte meine Erwartungen nicht sehr hoch angesetzt, da hier ja unterschiedliche Meinungen herrschten.
Aber ich bin doch ganz angetan von der Geschichte rund um Talia.

Für mich war es auch etwas neues, soviel Fantasy vermischt mit historischem Hintergund zu lesen (abgesehen von der Zeitreise bei D. Gabaldon).
Ich finde, Birgit Jäckel hat diese beiden Elemente sehr gut miteinander vereint und vorallem Talia sehr toll gezeichnet. Sie wächst einem von Anfang an ans Herz und man ist durchweg gespannt darauf, wie sich Ihr Schicksal entwickelt.

Auch die Liebesgeschichte mit Atharic fand ich wunderschön. Zumal es nicht zu "sülzig" wurde und es somit nicht in einen Liebesroman ausgeartet ist.

Ich kann das Buch nur empfehlen und bin froh, daß ich es als Wanderbuch bekommen habe.
Von selbst hätte ich es mir sicher nicht gekauft.

12.05.2008 10:53:28
Henriette

Ich habe das Buch jetzt endlich zu Ende gelesen. Leider ist es mir etwas schwer gefallen. Die Geschichte zieht sich meines Erachtens zu sehr in die Länge. Die Protagonistin Talia lerne ich zu wenig kennen. Dafür gibt es zuviel drum herum. Manchmal ist weniger mehr. Ich habe auch so manchesmal gedacht: Gab es so etwas schon in der Zeit???
Der Schreibstil hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Es war auch mehr die langgezogenen Passagen, die mich am lesen gehindert haben. Schade, ich hatte eigentlich mehr von dem Buch erwartet.

10.04.2008 10:10:29
Mali

Habe mich regelrecht durch dieses Buch gequält, weil der Funken einfach nicht zünden wollte. Die Autorin beansprucht zwar für sich, "echte" Wissenschaftlerin zu sein, doch, was sie uns hier erzählen möchte, wage ich doch sehr in Frage zu stellen. Seelenwanderung? Bei den Kelten??? Woher will sie das wissen bei einer Kultur, die keinerlei schriftliche Aufzeichnungen hinterlassen hat???
Mutete mich reichlich fantasy-lastig an - und ich hasse leider nun mal Fantasy.
Von mir leider nur 30 Punkte.

07.04.2008 14:10:54
Cait

Normalerweise lese ich eher historische Romane über das Mittelalter und die Neuzeit, daher brauchte ich doch ein wenig mehr Zeit, um mich in dieser Epoche zurecht zu finden. Ich hatte Schwierigkeiten mit den gewöhnungsbedürftigen Namen und auch mit der doch sehr langsam anlaufenden Handlung. Ich mag es, wenn es gleich im ersten Kapitel rasant beginnt. Darauf muss man in „Die Druidin“ verzichten. Hier nimmt die Handlung erst im Laufe einiger Kapitel richtig Fahrt auf. Aber nach einer Eingewöhnungszeit konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich glaube, ich habe es in zwei Zügen verschlungen. Ich konnte einfach beim besten Willen nicht aufhören zu lesen.

Der Stil ist flüssig und angenehm, wenn mich auch die ab und an zu moderne Sprache ein wenig gestört hat. Meistens ist sie mir aber gar nicht richtig aufgefallen, da ich so in der Handlung gefangen war. Gefehlt haben mir allerdings ein wenig die Details zum Leben in dieser Zeit. Historischer Hintergrund, Alltag, Kleidung und Bräuche hätten gerne mehr beachtet werden können. Eine altertümliche Atmosphäre kommt so gut wie nie auf. Sehr oft hätte die Handlung eigentlich auch in einer ganz anderen Zeit angesiedelt sein können. Gerade die Vorboten der Völkerwanderung hätten mehr Raum einnehmen dürfen. Es wäre wirklich interessant gewesen, darüber deutlich mehr zu erfahren. Nur selten merkt man wirklich, dass man sich im 2. Jahrhundert vor Christus befindet, was ich ein wenig schade finde und auch mein größter Kritikpunkt ist.

Obwohl ich um Bücher, die auf Hokuspokus in einem historischen Roman setzen normalerweise einen großen Bogen mache, hat es mich hier nicht im geringsten gestört, dass die Hauptfigur übersinnliche Fähigkeiten besitzt. Hier, zur Zeit der Druiden, hat es gepasst und da Birgit Jaeckel den Anteil an Magie nicht ausgeschlachtet hat und auch der religiöse Anteil in einem sehr gut verträglichen Maß geblieben ist, hat es mir sogar gefallen. Es gehörte einfach zu Talia dazu und wirkte nie störend.

Besonders begeistert war ich von der sehr greifbaren. Das Buch hat mich oft berührt und bewegt. Ich konnte mitleiden, mitfiebern, mich mit freuen, was nicht zuletzt an den wirklich wunderbar sympathischen Figuren lag. Den Protagonisten kam ich äußerst nahe und sie sind mir im Laufe der Handlung doch sehr ans Herz gewachsen. Besonders interessant ist die Entwicklung Talias. Man lernt sie zunächst als junge Frau kennen, begleitet sie ein Stück ihres Weges, um dann nach einem Zeitsprung eine reifere, erwachsenere Talia wieder zu treffen, die sich in den Jahren doch sehr verändert hat. Mir gefällt, dass die Figuren nicht starr in einen Rahmen gepresst wurden, sondern Raum haben sich zu verändern. Und ich finde, dass ist der Autorin sehr gut gelungen.

Allerdings muss ich im Zusammenhang mit dem Zeitsprung auch ein wenig Kritik üben. In dieser Zeit, in der der Leser nicht „live“ dabei sein durfte, geschieht so viel interessantes und spannendes in Talias Leben, dass es mir ein Leid tat, darüber nur in Nebensätzen zu erfahren. Gerne hätte ich gerade über diese Zeit der Veränderungen in Talias Leben mehr gelesen. Schade, dass hier gekürzt wurde. Zweihundert Seiten mehr hätten dem Buch nicht weh getan, im Gegenteil, mir hätte der Roman nicht lang genug sein können. Aber ich muss der Autorin auch noch ein großes Lob zu ihrem Ende machen. Ich hatte befürchtet, dass es mir schwer fallen würde, mich von dieser Geschichte zu lösen, aber Dank des wunderbaren und runden Finales, habe ich Talia ohne Bedauern, aber tief zufrieden ziehen lassen.

Insgesamt war ich äußerst begeistert von Birgit Jaeckels Debüt und freue mich schon sehr auf weitere Romane der Autorin. „Die Druidin“ hat mir zwei volle Tage lang wunderbar spannende und berührende Stunde geschenkt und ich kann es jedem ans Herz legen, der gut und gerne auch einmal auf einen ausgefeilten historischen Hintergrund verzichten kann.

10.03.2008 15:29:40
Kerstin C.

Hab ich alles anderswo schon besser und spannender gelesen - sorry! Schade, dass das Besondere der Kelten unter einem Schwall von Kitsch und allseits bekannten Bildern begraben wurde, anstatt einmal richtig hervor gehoben zu werden. Wer es einmal richtig lesen möchte, dem sei Keller: "Und sie entzündeten sas Licht" (Sachbuch, alt, aber gut) zu empfehlen, das kommt der undurchsichtigen Sache schon ein ganzes Stück näher.
So war es leider für mich gar nichts!

05.03.2008 07:04:05
adhara

Die Druidin hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Birgit Jaeckel hat mit einem flüssigen Schreibstil und facettenreichen Charakteren überzeugt. Besonders angetan war ich von den vielen unerwarteten Wendungen des Buches. Immer, wenn ich glaubte, den weiteren Verlauf erahnen zu können, passierte etwas, das der Geschichte einen völlig neuen Drall gab. So habe ich mich bis zur letzten Seite gut unterhalten gefühlt, wenn ich dieses Buch auch eher dem Fantasy-Genre zuschreiben würde, denn den historischen Romanen, so kann ich es doch weiter empfehlen.