Helena, genannt die Schöne

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2006, Titel: 'Helen of Troy', Originalausgabe

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Sie gehört zu den aufregendsten Frauengestalten der Mythologie und inspirierte Legionen von Künstlern: die schöne Helena. Margaret George haucht ihr Leben ein, indem sie die griechische Prinzessin selbst erzählen lässt. Schon als Kind wird ihr prophezeit, sie werde den Untergang Asiens und Europas herbeiführen, ein Schicksal, das sich nicht abwenden lässt, obwohl Helena wie eine Gefangene aufwächst. Ihre überwältigende Schönheit schlägt den trojanischen Prinzen Paris in den Bann. Hin und her gerissen zwischen ihren Pflichten als Mutter und Herrscherin und ihren persönlichen Leidenschaften, entscheidet sich Helena für die Liebe und setzt damit Ereignisse in Gang, die den berühmten Trojanischen Krieg unausweichlich machen.

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Letzte Kommentare:
07.01.2013 21:05:59
claudia franck

ich habe vor Jahren diese Buch für die Blindenbibliothek des ABSV einsprechen dürfen, und ich kannte die Autorin vorher nicht - also hatte ich keine Erwartungen, die enttäuscht werden könnten. Ich war glücklich, ein so gut geschriebenes, spannendes und anrührendes Buch aufzusprechen und habe es immer noch in sehr guter Erinnerung

06.05.2008 09:52:30
Cait

„Kleopatra“ und „Maria Stuart“ habe ich bereits von Margaret George gelesen und ich frage mich nun, ob das nun von Vorteil oder von Nachteil ist, wenn man „Helena, genannt die Schöne“ lesen möchte. Gut ist es vielleicht, weil ich durch die anderen Romane weiß, dass Margaret George viel besser erzählen kann als sie es in „Helena“ zeigt und ich daher in Zukunft auch keinen Bogen um die Autorin machen werde; schlecht, weil ich wesentlich mehr von diesem Roman erwartet habe und letztendlich ganz schön enttäuscht bin. Das zeigt auch, das eine Autorin, von der man Qualität gewohnt ist, auch mal schwächeln kann, bleibt nur zu hoffen, dass Margaret George zu ihrer alten Form zurück findet. Vielleicht liegt es daran, dass sich die Autorin an einer mythologischen Figur versucht hat, denn ihre historisch belegten Romanbiographien haben mir bisher außerordentlich gut gefallen.

Sprachlich hatte ich anfangs leichte Schwierigkeiten. Mir kam die Erzählung zu kindlich rüber, aber nach einigen Seiten hatte ich mich gut eingelesen und störte mich nicht mehr daran. Nur leider unterlief dem Übersetzer so mancher, sehr störender Patzer. Dank einer Leserunde, in der eine Teilnehmerin das Buch im Original las, konnten wir sprachliche Mängel abgleichen und dabei wurde schnell deutlich, dass Margaret George sehr auf ihre Sprache geachtet hat und zu moderne oder umgangssprachliche Begriffe vermieden hat. In der deutschen Übersetzung häuften sich diese im Laufe der Handlung allerdings erheblich. Durch sprachliche Ausrutscher wie z.B. „…vom Leder ziehen…“ oder „… mit allen Wassern gewaschen…“, entglitt mir die Atmosphäre recht häufig.

Die Handlung ist an sich schön aufgebaut. Margaret George beginnt mit Helenas Kindheit, was mir wirklich gut gefallen hat. Ich mag es, wenn ich auch das Kind in der Figur kennen lernen darf. Dann geht es weiter über ihre Jugend zu ihrer Heirat mit Menelaos. Diese Ereignisse erfolgen zwar ohne großen Spannungsbogen, sind aber gut in Szene gesetzt und lassen sich angenehm und zügig lesen. Erst mit Paris‘ Auftritt kommt langsam etwas Fahrt und Spannung in die Geschichte. Nur leider kann Margaret George das Tempo nicht dauerhaft halten, was ich vor allem darauf zurück führe, dass die gesamte Geschichte nur aus Helenas Perspektive erzählt wird. Der Leser erfährt von Ereignissen und Kämpfen nur durch Helenas Augen und Ohren, wodurch gerade bei der Belagerung Trojas und den Kämpfen zwischen den Kriegern äußerst viel Atmosphäre verloren geht, bzw. gar nicht erst aufkommt. Eine zweite Erzählperspektive hätte dem Roman gut getan, da dadurch vielleicht ein differenziertes Bild vom Trojanischen Krieg entstanden wäre. In dieser Fassung ist die Handlung äußerst einseitig und leider manchmal auch recht eintönig. Da man als Leser die ganze Zeit an Helenas Seite bleibt und sie weder an Kämpfen teil nimmt, noch eine wichtige Funktion im Kriegsrat inne hat, begleitet man sie oft in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Gerade wenn es im Trojanischen Krieg spannend würde, empfand ich dies als lästig und hinderlich. Die berühmten Zweikämpfe erfährt man als Leser oftmals nur aus zweiter Hand, was schließlich als langweilige Nacherzählung bei mir ankam. Emotionen kamen dabei keine auf. Auch haben sich in der Handlung so manche Logik- und Sinnfehler eingeschlichen, die bei mir einen schalen Nachgeschmack hinterlassen haben. Erst zum Ende hin findet Margaret George zu ihrem wirklichen Erzähltalent und ihrer alten Form zurück. Der Untergang Trojas ist wunderbar beschrieben. Die Atmosphäre ist derart dicht, dass man sich ihr nicht entziehen kann. Man wird nach Troja hinein gesogen, riecht den Rauch, hört die Schreie, fühlt die Hitze, sieht die fliehenden, panischen Menschen. Trojas Zerstörung hat mich tief bewegt und erschüttert. Hier erzählt eine Margaret George, die ich kenne und schätze. Fazit: Der Anfang ist gut, der Mittelteil schwach, das Ende großartig.

Natürlich fehlen die Götter in der Handlung nicht. Sie nehmen in der Mythologie großen Raum ein und das hat Margaret George respektiert. Zwar versucht sie, Zeus, Athene, Aphrodite & Co. dosiert einzusetzen, aber stellenweise ist es dann doch ein wenig zu viel geworden, vor allem weil die göttliche Magie ab und an etwas ausuferte und kaum noch nachzuvollziehen blieb. Leider hatten die Götter wenig Kontur, so dass sie für mich undeutliche Schemen blieben. Aber vielleicht war das auch durchaus beabsichtigt, Götter sind ja nicht unbedingt greifbar.
Auch nimmt die Mythologie der einzelnen Figuren viel Raum ein, dabei setzt die Autorin aber bedauerlicherweise zu viel eigenes Hintergrundwissen über den Trojanischen Krieg und seine Teilnehmer voraus. Viele „Biographien“ werden nur angerissen oder angedeutet, so dass durchaus Fragen offen bleiben könnten, wenn man sich nicht so gut in diesem Thema auskennt.

Da Margaret George mit Helenas Kindheit beginnt, hatte ich große Hoffnungen, eine enge Beziehung zur Protagonistin aufbauen zu können. Leider wurde spätestens nach ihrer Ankunft in Troja deutlich, dass ich mich geirrt hatte. Ich konnte Helenas Denken und Handeln nicht im Entferntesten nachvollziehen. Ihre Gedanken sind sprunghaft und widersprüchlich. Nur selten konnte ich eine vernünftige, erwachsene Frau erkennen, die auch Verantwortung übernehmen kann. Paris ist noch schlimmer. Über diesen Mann habe ich mich die meiste Zeit nur geärgert. Er ist naiv, oberflächlich, verwöhnt, selbstsüchtig und überheblich. Beide Figuren mag ich nicht als facettenreich bezeichnen (auch wenn Margaret George dies wohl mit ihren Charaktereigenschaften bezwecken wollte), wankelmütig würde einfach besser passen. Vielleicht urteile ich so hart, weil ich weder Paris noch Helena wirklich mochte. Und was ihre großartige Liebe ausmachte, habe ich bis zum Schluss nicht herausfinden können. Ihrer Beziehung fehlt es an Aufrichtigkeit und Vertrauen und sie wird in meinen Augen auf die körperliche Liebe reduziert. Am ehesten gefielen mir noch die Nebenfiguren wie z.B. die bewundernswerte, starke Andromache, Paris‘ Brüder oder der betrogene Menelaos, der mich mit am ehesten überzeugen konnte. Nur eine Figur konnte ich richtig ins Herz schließen: Helenas Berater Gelanor. Achille(u)s kommt in diesem Roman ganz schlecht weg und das ist noch untertrieben. Ich bin von dieser Figur der griechischen Mythologie schon immer fasziniert gewesen und war von seiner Darstellung in diesem Roman mehr als enttäuscht.

Das Buch ist keineswegs so schlecht, wie die Rezension vermuten lässt. Nur lassen sich die negative Aspekte bedauerlicherweise oft besser ausführen als die positiven. Ich hatte durchaus angenehme, wenn auch manchmal etwas langatmige, Lesestunden. Das Buch lässt sich wunderbar lesen und ermöglicht einen etwas anderen Einblick in den Trojanischen Krieg. Ich hatte tiefe emotionale Momente und auch eine Lieblingsfigur, eine Karte und ein Nachwort runden das Buch schön ab.