Das Rätsel der Templer

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Rütten und Loening, 2007, Titel: 'Das Rätsel der Templer', Originalausgabe

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Volker Faßnacht
Eine spannende Geschichte zwischen Mittelalter und dem 3. Jahrtausend

Buch-Rezension von Volker Faßnacht Dez 2007

";Das Rätsel der Templer", der zweite Roman von Martina André, befasst sich mit dem Untergang des Templerordens im 14. Jahrhundert durch eine Intrige des französischen Königs Philipp IV, genannt ";der Schöne". Dabei nimmt sie sich auch der Spekulationen um das Haupt der Weisheit an, das die Templer verwaltet haben sollen...

Das Geheimnis des Templerordens

Der Orden der Tempelritter ist für viele Menschen schon immer ein faszinierendes Thema gewesen, handelt es sich doch um christliche Ordensbrüder, gleichzeitig aber auch um verwegene und furchterregende Krieger, um die sich seit jeher Geheimnisse ranken. Erklärt sich das Mysterium um die Templer einzig durch die Errungenschaften, die die Ritter von den Sarazenen mitgebracht haben - und die sicherlich für die Menschen im mittelalterlichen Europa futuristisch anmuteten?

So haben die Kreuzritter beispielsweise die Navigation mit dem Kompass von den Moslems erlernt, sodass sie angeblich Amerika viele Jahre vor der offiziellen Entdeckung erreicht haben sollen. Christoph Kolumbus schließlich soll nach altem Kartenmaterial des Templerordens, die dann im Christusorden aufgegangen waren, gesegelt sein. Ebenso ist der ungeklärte Verbleib des Templer-Schatzes, welcher das eigentliche Ansinnen von Philipp IV war, um seine leeren Staatskassen zu füllen, ein Rätsel. Woher haben die Templer gewusst, dass eine Verhaftungswelle am 13. Oktober 1307 über sie hereinbrechen würde? Haben sie es tatsächlich gewusst?

Zudem gibt es viele Anhaltspunkte für die Existenz eines Kopfes im Besitz des Ordens. Es entwickelten sich Legenden vom ";Heiligen Gral", ";Stein der Weisen", ";Baphomet", was immer nur in die Existenz dieser goldenen Figur mündet. Viele Entdecker werden demnach mit diesem Kopf und den Templern in Verbindung gebracht: Papst Silvester II (Besitzer einer Maschine, die jede an sie gestellte Frage mit ";ja" oder ";nein" beantworten konnte), der Franziskaner Roger Bacon (Erfinder des Schießpulvers), Albertus Magnus, Magier und Lehrer von Thomas von Aquin, schließlich noch Sir Isaac Newton, Vasco da Gama und wie schon gesagt auch Christoph Kolumbus.

Losgelöst von dem esoterischen Gehalt des Themas, bleibt zugleich die Erkenntnis, dass der Templerorden sehr viele Errungenschaften nach Europa gebracht hat, die auch heute noch wichtig sind: das arabische Zahlensystem, das Bankwesen mit Erfindung des Scheck- und Wechselbriefsystems, Kontoführung und Überweisungen für Kaufleute, Handelsstraßen und ein weit verzweigtes Netz an Unterkünften für die Reisenden sowie weitreichende Erkenntnisse der Medizin.

Über Staatsgrenzen hinaus und über deren Herrscher gestellt, nur dem Papst verpflichtet, unermesslich reich und Geldgeber von vielen Königshäusern, entstand eine Machtposition, die den Herrschern ein Dorn im Auge sein musste. Wie gut für den französischen König, dass das einfache Volk durch die mysteriös anmutenden Dinge der Tempelritter sehr leicht zur Vermutung der Ketzerei und des Hexentums zu führen waren. Somit ist die Ursache für den steilen Ausstieg des Ordens als auch für dessen Vernichtung darin selbst zu finden.

Gelungener Genre-Mix

Martina André verbindet die geheimnisvolle Geschichte des Templerordens, der angeblich von seinem Untergang bereits seit Jahrhunderten gewusst haben soll, mit Science-Fiction-Elementen des 3. Jahrtausends. Mit dem auch im Umfang (749 Seiten) gehaltvollen Roman gelingt es André eine jederzeit spannende Geschichte auf diesen beiden Zeitebenen zu entwickeln. 

Dabei gibt sich das Buch zunächst nicht als SciFi-Roman zu erkennen, da es die ersten 180 Seiten einzig um die Zerstörung der Komturen (Niederlassungen des Templerordens) in Frankreich, durch die Soldaten des französischen Königs und die Flucht der Hauptprotagonisten Richtung Deutschland geht. Dann aber geschieht Merkwürdiges und der bis dahin schon spannende historische Roman bekommt seine ebenso angeregte wie auch völlig überraschende Wendung ins Fantastische. 

Geschmacksache dürfte die Ausführlichkeit des folgenden Abschnitts über die Technik der Zeitmaschine und des Kernfusionsreaktors sein, jedoch bedarf es schon einigen Erklärungen, um dieses Thema überzeugend darzustellen, damit der Leser eben nicht ins Schmunzeln gerät. 

Unheimlich interessant ist zudem, wie es die Autorin schafft, die verschiedenen Genres miteinander zu verbinden. So sind humorvolle Elemente, wenn Ritter und Knappe sich mit den Errungenschaften des Jahres 2004 arrangieren müssen, ohne ";Hollywood"-Effekte. Das Spannungsfeld, dass die mittelalterlichen Protagonisten nur die mittelhochdeutsche und altfranzösische Sprache beherrschen, hat die Autorin souverän gelöst, indem die beiden Zeitreisenden bei einer ehemaligen Studentin der mittelhochdeutschen Sprache unterkommen (diese kann dann die Sprache auch nur recht mittelmäßig) und in einem Sachverständigen für das Altertum und Mittelalter-Fan einen Freund finden. 

Auch das Ende der Geschichte ist nicht eitel Sonnenschein, da ein paar Figuren auf der Strecke bleiben. Mehr soll an dieser Stelle jedoch nicht verraten werden. 

Angemessene Sprache und historische Schönheitsfehler

Die Sprache ist schnörkellos und passt gut zum Roman. Die Protagonisten sind farbig, liebevoll, also einfach lebendig und überzeugend geraten. Der Beginn des Aufeinandertreffens der Protagonisten aus den verschiedenen Zeiten ist sprachlich sehr spannend, aber natürlich nicht einfach zu lesen, da die Autorin mittelhochdeutsche Sätze einbaut, eine hochdeutsche Übersetzung zwar sofort hinterher schiebt, aber die Leserschaft bis dahin schon leicht ins Stocken gerät, wenn sie nicht gerade diese Teile überliest. Die Übergänge zum Hochdeutsch sind dann fließend, so dass diese Unsicherheiten nicht lange anhalten und die Geschwindigkeit der Erzählung wieder an Fahrt gewinnt. 

Die historischen Fakten sind umfangreich recherchiert worden. Vor allem das Umfeld und die vielfältigen - sich teilweise auch widersprechenden - Gerüchte, die sich um die Templer ranken, sind sehr gut strukturiert und wurden auf fantastische Weise in den Roman eingebunden.

So ist eigentlich verwunderlich, dass die Benennung des Bertrand de Blanchefort als 4. Großmeister des Ordens in Nebensätzen (im Prolog und auf S.194/195) unrichtig ist und auch der Deutschorden nach 1302 keine Kreuzzüge mehr ins wendische Land unternommen hat. Beides aber ist, ob der Nebensächlichkeit für das Gesamtbild des Romans, eher etwas für die Wahrheits-Puristen und Historiker unter der Leserschaft. Und dafür hat es schon wesentlich schlimmere geschichtliche Schnitzer in historischen Romanen gegeben. 

Gefallen kann auch die Aufmachung des vorliegenden Buchs (broschiertes Taschenbuch), da das ";Croix Pattée", das Ordenskreuz auf der Deckseite, leicht erhaben ist und eine gewisse Wertanmutung entsteht. Umfangreiches Kartenmaterial und Erklärungen der Autorin zum Thema ";Historisches und Erfundenes", Danksagung und ein erklärendes Vorwort runden das Buch ab.

Das Rätsel der Templer

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Letzte Kommentare:
17.04.2016 20:46:19
Silke Graube

Glückwunsch, Frau Andre! Zeitreisen - welch faszinierende und aufregende Vorstellung! Eine fesselnde Geschichte und eine sehr gelungene Mischung der Genre! Ich hatte das Glück die Vorgeschichte zuerst zu entdecken und konnte den Anschluss-Roman "Das Rätsel der Templer" gleich "nahtlos" weiterlesen . Ich habe das Buch "verschlungen", konnte kaum unterbrechen! Jetzt werde ich den Folgeroman noch dranhängen. Beste und historisch korrekte ( für mich SEHR wichtig!!!) Unterhaltung. Ich vergebe mit Begeisterung ***** fünf Sterne!

18.09.2015 13:34:26
Maddin90

Dies ist mein erster Roman der Autorin gewesen und ich fand ihn ganz ok. Ich bin nicht der Freund von Romanen, die zwischen dem Mittelalter und der Gegenwart hin- und herspringen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man kommt gut in die Geschichte hinein. Ich bin auf jeden Fall, auf die anderen Romane der Autorin gespannt.

04.01.2014 20:07:26
Lisa Martensen

Ich hab das Buch gelesen und es ist sehr gut und ausführlich geschrieben. Mir viel es nicht schwer mich in die Geschichte hinein zu versetzen. Manche Passagen sind vielleicht etwas zu sehr umschrieben jedoch ist der geschichtliche Hintergrund sehr gut recherchiert und einwandfrei.
Man erfährt viel über die Templer und ihre Aufgaben.
Mir viel es schwer das Buch bei Seite zu legen, es ist unglaublich spannend und fesselnd geschrieben

03.05.2012 15:07:29
Volkmar Brückner

Ich bin absolut begeistert vom ersten Roman, seiner unglaublichen Tiefgründigkeit und der tollen geschichtlichen Hintergründe und Recherchen. Für mich war es schon immer sehr interessant, den Hintergründen des Templer-Ordens auf die Spur zu kommen. Vorallem interessierte mich dabei die unglaubliche Macht die dieser Ritterorden hatte, im Vergleich zu anderen Organistaionen dieser Zeit. Martina Andre versteht es sehr gut, diese Zeit lebendig werden zu lassen und ihre Schlüsse, daß die Templer eine Art Völkerbund anstrebten und die Welt Heute, hätte man den Orden nicht zerschlagen, anders aussehen würde, sind absolut überzeugend und pasen auch zu meinen Erkenntnissen. Was ich toll finde ist die Verbindung zwei unterschiedlicher Zeitebenen im ersten Roman. In der Zwischenzeit habe ich das Buch bereits zum vierten Mal gelesen und habe mir, sofort nach dem Erscheinen, auch den zweiten Band gekauft, der ebenso hervorragend geschrieben ist. Schade ist, daß Martina Andre offensichtlich keine Webseite hat und auf Facebook auch nicht vertreten ist. Gern hätte ich ihr meine Meinung zu ihren wunderbaren Büchern selbst geschrieben.

19.02.2011 22:48:49
M.Reinsch

750 Seiten...
Die ersten 200 Seiten waren einfach nur wunderbar! Historie in eine so schöne und interessante Geschichte zu verpacken war einfach klasse.
Der zweite Teil war schon fast überlagert von dem Spaß und dem Schalk, den Fr.André hatte - zwei so unterschiedliche Zeiten aufeinander prallen zu lassen. Sehr schön hat Sie es geschafft, die Situation nicht ins Lächerliche abdriften zu lassen, wie man es z.B. in "Die Besucher" erlebt. Trotzdem ist hier an zu merken, das die "Art der Story" schon häufiger "genutzt" wurde (Timeline, Zeitreise in Technicolor, Die Besucher).
Der dritte Teil rundete die ganze Geschicht gut ab, nur das Ende ist extrem gerafft (fehlen dort die 200 Seiten, die der Verlag nicht haben wollte, weil Sie den Rahmen sprengen würden ? - org.Ausage von Fr.André).
Schwachpunkte gibt es nicht viele, meist erkläre ich Sie mir damit, das es sich Fr.André einfach leichter machen wollte den Storyfluss laufen zu lassen (z.B. im Jahr 2004 spricht Jemand fließend Altfranzösisch und Mittelhochdeutsch ?) . Grundlegend tun Sie der Story keinen Abbruch, fallen aber auf!
Mehrere Karten und ein Nachwort der Autorin schließen ein sehr gutes Buch ab!
Ich werde mit viel Freude weitere Bücher von Martina André lesen!
93°
Micha

22.10.2010 12:14:03
Silke

Alles was mit dem Orden der Templer zu tun hat intressiert mich sehr. Also musste ich das Buch von Martina Andre lesen was ich auch auf keinen Fall bereue. Die ersten ca. 180 Seiten, die im Jahre 1307 spielen, habe ich verschlungen. Obwohl mir vieles bekannt war fand ich keine Zeile langweilig. Dann kam der Sprung ins Jahr 2004: Die Erklärungen über die Technik der Zeitmaschine und des Kernkraftwerks fand ich sehr langatmig. Doch das Zusammentreffen der Protagonisten von damals und heute war super beschrieben und man war wieder voll in der Geschichte drin. Auch die historischen Fakten waren gut in den Roman eingebunden.

13.02.2010 12:46:59
anna191

Das ist das erste Buch von Martina André, das ich gelesen habe. Die ersten 50 Seiten waren zügig durchgelesen und ich befand mich schnell mittendrin im Geschehen. Das Buch ist in drei Teile unterteilt, wobei im dritten Teil die Handlungsstränge zusammen laufen. Im Buch befinden sich etliche Karten der Gegend sowie die Karte der ehemaligen Zisterzienserabtei in Heisterbach.
Die Geschichte der Templer durfte vielen aus anderen Büchern bekannt sein. Martina André beleuchtet die Geschichte der Templer, hier im Schwerpunkt den Untergang des Templerordens, von einer anderen Seite. Die historischen Fakten sind sehr gut recherchiert und fügen sich einwandfrei mit den Fantasy-Elementen zusammen. Das Buch ist mit allen seinen Elementen sehr stimmig und interessant. Die Spannung wird langsam aufgebaut und lässt keineswegs zum Schluss nach. Das Buch beinhaltet ebenfalls keine Längen.
Es hebt sich deutlich von anderen Zeitreise-Romanen ab. Dafür sind nicht nur die Fantasy-Elemente verantwortlich, sondern auch die detaillierte Darstellung der Personen, der Orte und der Geschichte im 14 Jahrhundert. Martina André schildert das fiktive Leben der Protagonisten im Jahr 1307 sehr realistisch. Die Protagonisten lieben, hassen und leiden. Wenn sie allerdings in Schwierigkeiten geraten, kommt keiner und „rettet“ sie, wie in den üblichen Romanen, sondern sie tragen dafür die vollen Konsequenzen. Das macht sie sehr menschlich und verleiht ihnen klare Konturen.
Besonders das Aufeinandertreffen der verschiedenen Zeitepochen hat mir sehr gut gefallen und war bis ins kleinste Detail sehr gut ausgearbeitet. Ich habe viel gelacht und mit den Protagonisten gefiebert.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und verleiht zum schnellen Durchlesen des Buches und bereitet schlaflose Nächte. Obwohl ich fast nur historische Romane lese, bin ich von der Idee und ihrer fantastischen Umsetzung begeistert.
Nach vier Tagen war das schöne Buch leider zu Ende, dafür aber die Vorfreude auf die nächsten Bücher der Autorin. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen.

21.08.2009 12:05:58
Martin

Hier hat Martina sehr gute Arbeit geleistet.Ich war so fasziniert von der Geschichte,auch im doppeldeutigen Sinne,daß es mir immer schwer fiel das Buch erst mal wieder weg legen zu müssen,um meine Aufgaben im Jahr 2009 erledigen zu müssen.Die Schilderungen der Historie um die Templer und deren Welt ist sehr glaubwürdig gelungen.Ebenso überzeugend war deren Erscheinen in unserer Zeitebene mit allen Konsequenzen in Bezug auf "Kulturschock"aller Betroffenen und die Reaktionen der "Oberen".Gut hat mir auch die glaubwürdeige Integration der modernen -und zukünftigen Wissenschaft/Errungenschaften gefallen.Ob es uns passt oder nicht,Zeitreisen erscheinen durch die moderne Wissenschaft möglich.Eins habe ich da allerdings zu bemängeln und zwar Zeitparadoxa.Dh.was passiert,ich reise in die Vergangenheit und erschiesse mich selbst.Wie geht es dann weiter?Wenn ich als kleines Kind von mir selbst,oder auch von Jemanden anders(aus der Zukunft) ermordet werde,gibt es mich in der Zukunft gar nicht mehr!Also kann ich gar nicht mehr in der Zukunft extistieren.Folglich kann ich aber nicht in die Vergangenheit reisen und mich umbringen.Daraus folgt,niemand hat mich umgebracht und mich gibt es wieder,kann also in der Zukunft wieder in die Vergangenheit reisen...Eine Endlos-Scleife-Ein Zeitparadoxum!Ähnlich dem Versuch sich selbst hochzuheben,wie es Till Eulenspiegel gemacht hat.Aber niemand weiss,ob es Zeitparadoxa wirklich gibt oder nicht.Beunruhigend die Prognose für die Zukunft in,wann war es 2156AD,glaube ich,erschreckend realistisch.Wenn wir usere Welt korrupten,wahnsinnigen Egoisten überlassen und der Megatrend der Überwachung des Bürgers und Aushöhlung seiner Rechte so weitergeht und aus Wahrheit Lüge und umgekehrt wird.So ist diese Buch auch für mich eine Warnung,daß längst uberwunden geglaubtes (der Absolutismus,oder Schlimmeres)wiederkommen kann und in der Zukunft ein durchgeknallter Diktator PhilippXY, oder wer auch immer herrscht.
Bin auf die Fortsetztung,die ja kommen soll gespannt.

16.04.2009 22:07:01
cherimole

meine Vorredner haben eigentlich schon alles gesagt....mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Figuren waren durchweg glaubhaft und sehr sympathisch (ausser Guy ;-)), eine äußerst genau recherchierte Geschichte. Ich konnte die Abtei geradezu bildlich vor mir sehen (mit singenden Mönchen). Das ist ganz bestimmt nicht das letzte Buch von Martina :-))).

11.03.2009 22:56:00
Zabou1964

Martina André hat in diesem Buch zwei Genre vereint: Zum einen ist das Rätsel der Templer ein historischer Roman, der bis ins kleinste Detail recherchiert wurde und mir das Mittelalter und vor allem die Templer sehr nahe brachte. Zum anderen ist dies ein Zeitreise- und somit Fantasy-Roman. Die verschiedenen Zeiten und die Sprünge zwischen Mittelalter und Gegenwart sind gekonnt beschrieben. Die Art und Weise, wie die Gäste aus der Vergangenheit mit unseren Errungenschaft konfrontiert werden, hat die Autorin pointiert und witzig dargestellt. Gleichzeitig werden aber auch die Probleme, die eine solche Zeitreise mit sich bringt, nicht vernachlässigt. Die Spannung kommt an keiner Stelle des immerhin 759 Seiten starken Buches zu kurz.

Die verschiedenen Zeitebenen werden am Anfang jedes Kapitels benannt, so dass ich immer wusste, wo und in welcher Zeit ich mich befand. Die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind immer an der richtigen Stelle, ich verlor nie den Faden durch unlogische oder unpassende Sprünge.

Was ich an Martina Andrés Büchern besonders mag, ist ihre Genauigkeit und ihre Liebe zum Detail. Sie recherchiert gründlich und hat in diesem Buch sogar z.B. die Mondphasen in den verschiedenen Zeiten und die Essensgewohnheiten der Templer im Mittelalter beachtet.

Ich hatte das Glück, das Buch mit ihr gemeinsam in einer Leserunde zu lesen.

Fazit: Dieser Roman vereint historische mit phantastischen Elementen. Er hat mich zum Lachen, Weinen und Mitfiebern gebracht. Ich empfehle „Das Rätsel der Templer“ uneingeschränkt. Ein fesselnder Roman, den ich kaum aus der Hand legen konnte.

03.09.2008 11:26:11
Markus Köbler

Was ist dieses Buch? Ein Historienroman? Ein Wissenschaftsthriller? Ein Religionsthriller?
Wahrscheinlich eine Mischung aus allem, aber eines ist dieses Buch auf jeden Fall: spitzenmäßig!
Zugegeben, der Start war etwas schwierig, aber danach ließ es sich super runterlesen.
Ich weiß nicht mehr, von wem dieses Zitat ist, aber es passt genau auf dieses Buch: "Religion ohne Wissenschaft ist blind, aber Wissenschaft ohne Religion ist gar nichts."

01.07.2008 13:41:09
Rixa

Obwohl die Templer eigentlich so gar nicht mein Ding sind, habe ich dieses Buch an einem Stueck durchgelesen und mich zu keiner Zeit damit gelangweilt. Starke Sympathietraeger, interessante Figuren, ein bisschen Klischee und eine Erzaehlmelodie und -rhythmus, die genau auf meiner Wellenlaenge liegen! Freue mich auf mehr!

11.04.2008 18:34:58
Marianne-Therese

Nette, anspruchslose Lektüre, die einen ganz gut unterhält, geeignet, um sich auf dem Balkon die Nägel zu lackieren oder im Zug die Zeit schneller verstreichen zu lassen. Flott geschrieben, mit branchenüblichen Versatzstücken geschickt versetzt, die LeserInnen anziehen sollen.
Bei mir hat es leider nur bedingt funktioniert.
Um dem "Rätsel" der Templer wirklich auf die Spur zu kommen, muss man tiefer mit dem Spaten ansetzen.
Für mich leider nur 30 Punkte.

25.03.2008 13:13:27
Larna

Auch mich hat dieses Buch sehr fasziniert. Es ist innovativ und erfrischend anders.

Gekonnt werden Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt und die Zeitreise von der Vergangenheit in die Gegenwart ist zum einen eine sehr schöne, neue Idee und zum anderen führt sie zu einigen witzigen Szenen, die den Leser schmunzeln lassen.

Die Figuren wachsen einem rasch ans Herz und man fiebert mit ihnen mit. Besonders das Aufeinandertreffen eines Tempelritters aus dem vierzehnten Jahrhundert und einer Frau aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert bietet einiges an Spannung und Witz.
Allerdings muss ich hinzufügen, dass die Protagonisten ein bischen zu gut geraten sind. Ein paar Schwächen hätten sie noch lebendiger und menschlicher erscheinen lassen. Auch dass ein Mittelalterexperte aus der Neuzeit mit so vielen Vorurteilen behaftet sein soll, hat mich überrascht.

Doch alles in allem ist es wirklich eine abwechslungsreiche Geschichte, die wohltuend aus allen Mittelalterromanen heraus sticht (vorausgesetzt, man hat nichts gegen Fantasyelemente) und die Idee, was das geheimnisvolle Haupt sein könnte ist wirklich sehr kreativ und innovativ.
Das Ende war für meinen Geschmack allerdings ein bischen dick aufgetragen.

Von mir gibt es 80°

15.03.2008 22:28:17
Zandi

Korrektur wegen letzten Satz....
Ich hatte mich vor diesem Buch noch nie wirklich mit der Geschichte der Templer beschäftigt.Ich bin total begeistert und konnte teilweise gar nicht so schnell lesen , wie ich es gewollt hätte.Es hat einen gewissen Suchtfaktor.Obwohl Bücher über Zeitreisen nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehören , muß ich doch sagen , daß Martina André es super verstanden hat die Vergangenheit und die Gegenwart zu vereinen. Gero und seine Freunde wachsen einem ziemlich schnell ans Herz .Interessant (wenn auch nachvollziebar) finde ich, daß sich Menschen aus der Gegenwart besser in der Vergangenheit zurechtfinden als andersherum.
Also, ein absolut lesenswertes Buch.Ich hoffe auf eine Fortsetzung.

15.03.2008 17:56:09
Zandi

Ich hatte mich vor diesem Buch noch nie wirklich mit der Geschichte der Templer beschäftigt.Ich bin total begeistert und konnte teilweise gar nicht so schnell lesen , wie ich es gewollt hätte.Es hat einen gewissen Suchtfaktor.Obwohl Bücher über Zeitreisen nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehören , muß ich doch sagen , daß Martina André es super verstanden hat die Vergangenheit und die Gegenwart zu vereinen. Gero und seine Freunde wachsen einem ziemlich schnell ans Herz .Interessant (wenn auch nachvollziebar) finde ich, daß sich Menschen aus der Gegenwart besser in der Vergangenheit zurechtfinden als andersherum.
Also, ein absolut lesenswertes Buch.Ich hoffe eine Vortsetzung.

12.03.2008 13:24:15
olympia

Einmal etwas ganz anderes. Ein Buch gemixt aus gut recherchierter History und SciFi.
Einmal sind da die tapferen Tempelritter aus dem Mittelalter und auf der anderen Seite die Welt von heute mit der neuesten Technik und noch mehr.

Gut verwoben ist die Geschichte von Gero, der das Ende der Tempelritter miterleben muss und noch versucht zu retten was zu retten ist. Auf der anderen Seite der Zeit ist Hannah, eine junge emanzipierte Frau die mit beiden Beinen im Leben steht.
Durch einen vermeintlichen technischen Fehler, wird Gero mit seinem Knappen ins Jahr 2004 transferiert.
Und damit beginnt die Jagd nach dem Ritter, der Zeit, der Rettung der Tempelritter und dem "Haupt der Weisen".

Die Autorin hat es bravurös verstanden, den Spannungsbogen von Beginn bis zum Schluss des Buches durchzuhalten. Mit viel Liebe zum Detail haucht sie ihren Gestalten aus der fernen vergangenen Zeit Leben ein und erweckt damit beim Leser den Eindruck, mitten im Geschehen zu stehen. Man fühlt und fiebert mit den Protagonisten mit und entwickelt für jeden einzelnen nicht nur Sympathie, sondern lebt viele Szenen empathisch mit. Mit viel Feingefühl und einer Prise Humor führt einem die Autorin durch das Mittelalter und die Neuzeit. Nie wirken die Zeitsprünge unglaubwürdig oder kitschig. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und beendet man das Buch, so fehlen einem die liebgewonnenen Figuren.

Liebhaber historischer Bücher die einmal etwas Abwechslung suchen, sind mit diesem Buch bestens bedient. Absolut zu empfehlen!

10.03.2008 19:16:47
PATTI

Ich muss mich meinem Vorrednern anschließen. Das Buch ist von der ersten bis zur letze Seite fesselnd und flüssig geschrieben. Man kann sich sehr gut in die einzelnen Zeitzonen hineinversetzen. Nach jedem gelesenen Kapitel möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich finde das Buch ist ein sehr gelungener Genre-Mix, der weder die Historische noch die Phantasieelemente zu kurz kommen läßt. Ich hoffe Frau Andre schreibt noch eine Fortsetzung der Templer.

10.03.2008 14:45:35
Roland

Ein tolles Buch und für Leser historischer- und Sci-Fi Romane zu empfehlen. Von der ersten Seite an ist man von der Geschichte fasziniert. Etwas gewöhnungsbedürftig für histo-Fans sind die Zeitreisen. Das ist etwas für Freunde von Fantasy-Büchern. Die Spannung hält sich von Anfang bis Ende und es fällt schwer das Buch zur Seite zu legen. Der Schluss schreit gerade nach einer Fortsetzung. Ich würde mich freuen wieder mit Bruder Gero und seinen Freunden auf Zeitreise zu geben.

12.02.2008 09:14:28
tassieteufel

Es gibt viele gute Bücher, aber solche die restlos begeistern
sind eher selten, "Das Rätsel der Templer" gehört jedoch eindeutig dazu! Das Buch ist eine tolle Verbindung aus gut recherchiertem Historischem Roman u. Fantasy.
Die Figuren sind liebevoll herausgearbeitet und man fiebert das ganze Buch hindurch mit ihnen mit. Der Spannungs-
bogen wird das ganze Buch hindurch aufrechterhalten, wobei die
Zeitsprünge die Spannung noch steigern. Außerdem bietet das
Buch einige interessante Ansatzpunkte zur Herkunft einiger
Errungenschaften der Templer wie z.B. das Bankwesen.
Ganz besonders gefallen hat mir der Zeitreiseaspekt von der Ver-
gangenheit in die Neuzeit (in den meisten Zeitreisegeschichten
ist es ja umgekehrt). Sehr gut und ohne zu übertreiben ge-
lingt es der Autorin, die Konfrontation der beiden Zeitreisenden
mit unserer modernen Zeit zu schildern. Das Aufeinandertreffen
der "Zeitritter" mit unseren technischen Errungenschaften
führt zu einigen witzigen Szenen zeigt aber auch auf, dass sich
in unserer Zeit nicht unbedingt alles zum Besseren geändert hat,
Fazit: Ein wundervolles Buch mit Suchtfaktor, restlos zu
empfehlen, einziger Wermutstropfen: auf die heiß ersehnte
Fortsetzung werden wir wohl noch eine Weile warten müssen!

12.02.2008 09:14:09
tassieteufel

Es gibt viele gute Bücher, aber solche die restlos begeistern
sind eher selten, "Das Rätsel der Templer" gehört jedoch eindeutig dazu! Das Buch ist eine tolle Verbindung aus gut recherchiertem Historischem Roman u. Fantasy.
Die Figuren sind liebevoll herausgearbeitet und man fiebert das ganze Buch hindurch mit ihnen mit. Der Spannungs-
bogen wird das ganze Buch hindurch aufrechterhalten, wobei die
Zeitsprünge die Spannung noch steigern. Außerdem bietet das
Buch einige interessante Ansatzpunkte zur Herkunft einiger
Errungenschaften der Templer wie z.B. das Bankwesen.
Ganz besonders gefallen hat mir der Zeitreiseaspekt von der Ver-
gangenheit in die Neuzeit (in den meisten Zeitreisegeschichten
ist es ja umgekehrt). Sehr gut und ohne zu übertreiben ge-
lingt es der Autorin, die Konfrontation der beiden Zeitreisenden
mit unserer modernen Zeit zu schildern. Das Aufeinandertreffen
der "Zeitritter" mit unseren technischen Errungenschaften
führt zu einigen witzigen Szenen zeigt aber auch auf, dass sich
in unserer Zeit nicht unbedingt alles zum Besseren geändert hat,
Fazit: Ein wundervolles Buch mit Suchtfaktor, restlos zu
empfehlen, einziger Wermutstropfen: auf die heiß ersehnte
Fortsetzung werden wir wohl noch eine Weile warten müssen!

09.02.2008 11:26:48
adhara

Alle, die denken, sie hätten die Geschichte der Templer nun in jeder nur möglichen Fassung gelesen, dürften dieses Buch verschlingen. Denn Martina André erzählt die Geschichte mit so vielen neuen Aspekten, dass in keinem einzigen Moment Langeweile oder das Gefühl, alles schon zu kennen, aufkommt.

Es gibt kaum ein Buch, das mich so kompromisslos in die Geschichte einbezogen hat und mir die Möglichkeit eröffente, mit meinem inneren Auge die Welt des 12. Jahrhunderts zu entdecken. Manchmal blieb ich fast atemlos zurück, als sich eine spannende Szene auflöste, manchmal kämpfte ich gegen die Zeit, weil ich doch, bevor ich los musste, nur wenigstens ein paar Seiten noch lesen wollte.

Ich hoffe von Herzen, dass Martina André und so bald wie möglich mit einer Fortsetzung dieser hervorragend geschriebenen Geschichte verwöhnt.

21.01.2008 07:55:55
lesemoni

Ich liebe dieses Buch,es ist spannend ,in einem klasse Stil und die Zeitsprünge sind sehr originell geschrieben.Mal kein Steinkreis ,Träume usw die die Protagonisten in eine andere Zeit katapultieren.Die Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich hab mitgefiebert und mitgebangt.Die Spannung in dem Buch ist kaum auszuhalten.Die verschiedenen Schauplätze waren so gut beschrieben ,das man alles bildlich vor sich sah.
Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen .Lest dieses Buch und ihr werdet begeistert sein.

02.01.2008 15:31:54
Heike K.

Wer Timeline mag, mag dieses Buch mit Sicherheit auch. Es ist aber keine Neuauflage dieses bekannten Werks, auch wenn sich die modernen Menschen in der Eifel ähnlicher Techniken bedienen.
Die historischen Ereignisse rund um die Templer sind hervorragend recherchiert, glaubwürdig dargestellt und beschreiben ganz normale Menschen, mit ganz normalen Problemen, wie sie zu Anfang des letzten Jahrhunderts auch in Deutschland noch auftreten konnten.
Die Spannung erwächst zum Einen aus der Frage nach dem "Haupt der Weisen", die die Autorin auf verblüffende Weise löst und aus den Konflikten, die entstehen, wenn mittelalterliche Recken auf unsere heutige Technik und Kultur stoßen bzw. heutige Menschen plötzlich im Mittelalter überleben müssen.
Manches ist einfach zum Schmunzeln.
Dazu gibt es mehrere komplizierte Liebesbeziehungen, bei denen ich allen Beteiligten aus vollem Herzen ein Happy-End gewünscht habe.
Ob es so kommt? Lest selber!