Das Geheimnis des Glasbläsers von Ralf H. Dorweiler

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Originalausgabe erschienen 2018unter dem Titel „Das Geheimnis des Glasbläsers“,, 576 Seiten.ISBN 3-404-17627-8.

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Kurzgefasst:

Anno Domini 1452: Glas, so klar wie ein Gebirgsbach – so etwas hat im Heiligen Römischen Reich noch niemand gesehen, nicht einmal Kaiser Friedrich III. In seinem Auftrag wird der junge Glasbläser Simon ausgesandt, die geheime Rezeptur des Kristallglases zu stehlen. Nur ein Tumber und ein Esel begleiten ihn auf der gefahrvollen Reise über die Alpen in die prachtvolle Lagunenstadt Venedig. Mithilfe einer Kurtisane kommt Simon dem Geheimnis näher. Doch ein skrupelloser Serienmörder und eine betörend schöne Frau lassen die kaiserliche Mission zur Nebensache werden – und führen Simon mitten hinein in die Schlacht um Konstantinopel ... 

Ihre Meinung zu »Ralf H. Dorweiler: Das Geheimnis des Glasbläsers«

-Ginger- zu »Ralf H. Dorweiler: Das Geheimnis des Glasbläsers«19.04.2018
Ich bin ein großer Freund von Abenteuer-Reisen bzw. Reise-Abenteuern :) Und hier wurde ich nicht enttäuscht! Die Reise beginnt 1452 und wir lernen den jungen Glasbläser Simon kennen, der den Kopf voller Flausen hat, aber durchaus symphatisch ist. Durch eine kleine Dummheit passiert es, dass er von Kaiser Friedrich ausgeschickt wird, um das Geheimnis kristallklaren Glases in Venedig bzw. auf Murano zu ergründen. Zusammen mit dem leicht zurückgebliebenen Ulf und dessen Esel Lilli geht es bald darauf los auf eine lange, beschwerliche und nicht immer ungefährliche Reise über die Alpen bis nach Venedig. Im weiteren Verlauf führt das Schicksal (oder besser: die Liebe, die natürlich nicht fehlen darf) unsere Freunde außerdem noch nach Konstantinopel, mitten in einen Krieg.

Was mir zu Anfang wie ein lustiger kleiner "Roadtrip" erschien, entwickelt sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einem ausgewachsenen Abenteuer, bei dem es um viel geht. Ich würde sagen, die Geschichte "wird erwachsen". Das merkt man ebenso an den Hauptcharakteren, von denen jeder seine Eigenheiten hat, die einem aber schnell ans Herz wachsen und die nicht nur an sich selbst und über sich hinaus wachsen, sondern auch mehr und mehr zueinander finden. Das hat mir wirklich gut gefallen. Klar, manches kleine Zwischenspiel auf der Reise ist etwas vorhersehbar und manches Mal dachte ich, och nein, jetzt nicht noch was, es muss doch auch mal etwas auf Anhieb gelingen. Aber es gibt durchgehend eine gewisse Spannung und man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Schön fand ich außerdem, dass sich sowohl vorne als auch hinten im Buch Landkarten befinden, so dass ich immer verfolgen konnte, wo die Gruppe sich gerade aufhält. Dazu gibt es noch ein Personenverzeichnis. Man merkt, dass sich der Autor mit allem gut auseinandergesetzt hat, insbesondere der Glasbläserei, die gut verständlich erklärt wird, aber nicht zu sehr ins Detail geht.

Alles in allem ein tolles, unterhaltsames Buch, das mir viel Freude bereitet hat. Natürlich gibt es auch ein Happy End, wenn auch kein hundertprozentiges, was mich ein bisschen wehmütig gemacht hat. Von mir eine klare Leseempfehlung!
dorli zu »Ralf H. Dorweiler: Das Geheimnis des Glasbläsers«06.03.2018
Rom, 1452. Anlässlich seiner Vermählung mit der portugiesischen Königstochter Eleonore bekommt Friedrich III. ein besonderes Geschenk des Dogen von Venedig überreicht – Gläser, die so klar sind, als bestünden sie aus fest gewordenem Gebirgswasser.

Friedrich will die von den Venezianern streng geheim gehaltene Rezeptur für dieses Kristallglas und fordert, seinen besten Glasbläser mit dem Auftrag auszusenden, sich bei dem berühmten Glasmacher Angelo Barovier einzuschleichen und das Geheimnis aufzudecken.

Die Wahl fällt auf den jungen Simon Glaser. Simon ist zwar sehr talentiert, aber auch ein Tunichtgut und Träumer, der nur Flausen im Kopf hat und von seinem Herrn, dem Waldvogt von Hauenstein, nicht ohne Hintergedanken für diese Aufgabe ausgewählt wird.

Zur Seite gestellt bekommt Simon für die gefährliche Reise weder einen erfahren Ritter noch ein edles Ross, sondern den als dümmlich geltenden Scherbensammler Ulf und dessen Esel Lilli. Wenn auch widerwillig, zieht Simon mit seinen Begleitern los, ohne zu ahnen, dass diese Reise ereignisreicher und abenteuerlicher werden soll, als er es sich je hätte träumen lassen…

In seinem historischen Roman „Das Geheimnis des Glasbläsers“ entführt Ralf H. Dorweiler den Leser mitten hinein in das ausgehende Mittelalter und wartet mit einer gut ausbalancierten Mischung aus Historie, Abenteuer, Spannung und Romantik auf.

Ralf H. Dorweiler erzählt sehr unterhaltsam, die Beschreibungen und Schilderungen sind detailreich und farbenfroh. Jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich ruckzuck mittendrin im Geschehen war. Ich konnte mir sowohl die Handlungsorte wie auch die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen und zudem prima mit den Akteuren mitfiebern.

Der Autor schont seine Helden während ihrer abenteuerlichen Wanderschaft nicht, sondern lässt sie fast alles erleben, was sich eben Mitte des 15. Jahrhunderts erleben lässt. Einmal abgesehen von ihrem eigentlichen Auftrag, die geheime Zusammensetzung des Cristallos auszuspionieren, begegnen die beiden Gauklern, Banditen und Piraten, müssen viel Kraft bei der Überquerung der Alpen lassen, kommen mit der Pest in Kontakt, jagen einem Serienmörder hinterher und landen schließlich im Schlachtengetümmel zwischen Osmanen und Byzantinern in Konstantinopel.

Die Akteure bekommen allesamt schnell ein Gesicht, sie wirken echt, sind ausdrucksstark und haben Persönlichkeit, sie zeigen Emotionen und handeln entsprechend ihren Eigenheiten. Es war äußerst spannend, ihre Wege zu verfolgen und es hat Spaß gemacht, ihr Miteinander und Gegeneinander zu beobachten.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Figuren im Verlauf der Handlung eine Entwicklung durchmachen. Sie wachsen an ihren zahlreichen Erlebnissen und besonders Simon lernt aus seinen Fehlern und Niederlagen.

„Das Geheimnis des Glasbläsers“ hat mich rundum begeistert – eine sehr gelungene Verknüpfung von historischen Fakten, Spannung und Unterhaltung, die mit viel Pep und Schwung erzählt wird und mir kurzweilige Lesestunden beschert hat.
StephanieP zu »Ralf H. Dorweiler: Das Geheimnis des Glasbläsers«07.02.2018
Im Römischen Reich im 15 Jahrhundert ist Kaiser Friedrich III von dem klaren Glas aus Merano stark angetan. Da in seinem Reich niemand in der Lage ist ein derartiges Glas herzustellen wird der Glasbläser Simon nach Venedig geschickt mit dem Auftrag das Geheimnis rund um das Glas herauszufinden. Auf seiner gefahrvollen Reise wird er von einem Esel und Ulf begleitet. Die beiden Männer erleben so manches Abenteuer und geraten mehrmals in große Gefahr. Zur selben Zeit treibt ein Serienmörder sein Unwesen, wodurch die eigentliche Aufgabe der Reise in den Hintergrund rückt und Simon in die Schlacht um Konstantinopel gerät.

Ralf H. Dorweeiler ist es mit seinem bildlichen und flüssigen Schreibstil
gelungen einen wirklich lesenswerten historischen Roman zu verfassen. Die
Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Der Autor schafft es schnell
Spannung aufzubauen und den Leser mit der ersten Seite zu fesseln. Die
bildlichen Beschreibungen lösen ein großes Kopfkino aus, wodurch das Buch sehr
kurzweilig erscheint.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und
Wiederholungen vermieden werden können. Es wird gleich zu Beginn Spannung
aufgebaut und bis zur letzten Seite gehalten wodurch es einem schwer fällt das
Buch wegzulegen. Besonders gelungen fand ich die Verknüpfung der sehr
interessanten und bildlich dargestellten historischen Fakten, den zum Teil sehr
liebenswerten Charakteren und der spannenden Reise.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser
kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Anfangs konnte ich mit Simon nicht viel anfangen, dies hat sich allerdings im Laufe des Buches geändert. Vor allem Ulf mochte ich von der ersten Seite weg. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass Simon in sehr viele (meiner Meinung nach etwas zu viele) lebensbedrohliche Situationen gerät, aus welchen er sich befreien muss.

„Das Geheimnis des Glasbläsers“ ist geschichtlich sehr gut recherchiert.
Der Leser merkt sofort, dass sich Ralf H. Dorweiler ausführlich mit der
Geschichte des römischen Reiches, dem Handwerk der Glasbläserei und der Schlachtum Konstantinopel befasst hat. Als Leser fällt einem auf, dass alles
Geschichtliche im Buch Hand und Fuß hat. Aber auch ohne geschichtliches
Vorwissen kann man ohne Probleme in die Handlung einsteigen und dieser bis zum
Ende folgen.

Besonders gut gefällt mir, dass sich im Buch ein Personenregister und eine Karte finden. Dies ermöglicht dem Leser schnelle Recherche wodurch der Lessefluss durchgehend
gehalten werden kann.

„Das Geheimnis des Glasbläsers“ war mein erstes Buch von Ralf H. Dorweiler. Ich werde aber auch in Zukunft gerne und gezielt zu Büchern von ihm Greifen. Fans von historischen Romanen kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

FAZIT:
„Das Geheimnis des Glasbläsers“ ist ein wirklich gelungener historischer Roman, der eine spannende Handlung und historische Fakten perfekt kombiniert. Daher vergebe ich 5 Sterne!
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