Der Blutkelch von Peter Tremayne

Buchvorstellung

Der Blutkelch von Peter Tremayne

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „The Chalice of Blood“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 462 Seiten.ISBN 3-7466-2630-7.

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Kurzgefasst:

Ein Gelehrter wird in seiner Zelle in einer Abtei tot aufgefunden. Doch die Tür war von innen verschlossen, es gibt keine weiteren Zugänge, der einzige Schlüssel liegt neben der Leiche. All seine Manuskripte sind verschwunden. Der Abt lässt nach Schwester Fidelma schicken. Sie soll den Fall aufklären, der die Grundfesten der irischen Kirche zu erschüttern droht, und gerät in eine dunkle Intrige um ein geheimnisvolles Schriftstück.

 

Ihre Meinung zu »Peter Tremayne: Der Blutkelch«

marianne zu »Peter Tremayne: Der Blutkelch«23.06.2011
Als großer Fan der Fidelma-Serie habe ich das Buch natürlich sofort gelesen.
Wieder einmal ein sehr spannender Fall, dessen Lösung eine Fidelma in Hochform vorantreibt und bewältigt. Etwas weniger komplex und verworren, als es in einigen anderen Büchern der Fall ist, bleibt die Geschichte dennoch bis zum Ende spannend und wartet mit einer erschreckenden Lösung auf. Ihr Mann und ständiger Begleiter Eadulf ist endlich einmal weniger nervig und schwerfällig als in vielen vorherigen Büchern, obwohl es mir wahrscheinlich immer rätselhaft bleiben wird, was Fidelma an einem so unflexiblen und in Glaubensangelegenheiten so intoleranten Mann eigentlich findet. Die Eheschwierigkeiten zwischen den beiden bleiben zum Glück angenehm im Hintergrund, ebenso Fidelmas neu erwachter Ehrgeiz, ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten in einer anderen Position einzusetzen, trotzdem bin ich gespannt darauf, wie es im chronologisch nachfolgenden Buch weitergehen wird.
anath zu »Peter Tremayne: Der Blutkelch«21.03.2011
Endlich mal wieder eine Fidelma ganz und gar nach meinem Geschmack. Mit den beiden vorhergehenden Bänden war ich nicht wirklich glücklich. Nun scheint Fidelma jedoch wieder bei ihren Wurzeln angekommen zu sein - und mit ihr der Autor.
Dies wird in der Geschichte deutlich spürbar. Sie stellt sich dichter und gradliniger dar, Fidelma bewegt sich mit neugewonnener Sicherheit auf dem vertrauten Boden des Brehon-Rechtes. Die private Verwicklung mit Eadulf drängt sich nicht zu sehr in den Vordergrund, der Kriminalfall dominiert das Geschehen.
Der Ausgangspunkt (Mord im verschlossenen Zimmer) ist nicht neu und zumindest einen Teil des Rätsels hat der gewiefte Krimileser natürlich wesentlich schneller gelöst als Fidelma . Die Lösung des Mordfalls selbst ist jedoch keineswegs so einfach und ich habe recht lange gebraucht bis ich ahnte, wer der Täter sein könnte.
Auch in diesem Band spielen religionsgeschichtliche Auseinandersetzungen eine wichtige Rolle und Tremayne ist es tatsächlich gelungen, diesen mittlerweile wohlbekannten Grundkonflikt noch einmal mit leicht erneuerter Rezeptur durchaus schmackhaft aufzukochen. Um es vorweg zu nehmen : hier bleibt es nicht bei Mord, es kommen noch ein paar andere Kapitalverbrechen dazu. Langeweile steht also nicht ins Haus. Für die Fans extrem blutrünstiger Exzesse ist dies allerdings nicht die richtige Kost. In Fidelmas Irland geht es eher gesittet zu.
Eines ist mir beim Lesen der Reihe, vor allem aber dieses Buches , aufgefallen. Wir Juden gelten ja eigentlich als Volk des Buches - in den Iren vor 1300 Jahren hätten wir wohl unsere Konkurrenz gefunden.
Ein Buch, das ich gern weiter empfehle.
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